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2. Deutsche Bundesliga

Der HSV in der zweiten Liga – nur ein Intermezzo?

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Eine Erfahrung die der HSV nach der 0:3 Klatsche gegen Holstein Kiel zum Saisonstart derzeit mal wieder schmerzlich ertragen muss. Eigentlich sollte alles besser werden. Nachdem man sich jahrelang mit Ach und Krach in der ersten Liga halten konnte und schon scherzhaft zum „Relegationsmeister“ gekürt wurde, sahen nicht wenige Beobachter den Gang in die zweite Liga als unvermeidbar. Absteigen, neu sortieren, direkt wieder aufsteigen – Traditionsvereine wie Hertha BSC, Hannover 96 und zuletzt VFB Stuttgart haben es vorgemacht. Doch die herbe Auftaktniederlage gegen Kiel lässt schon wieder die Alarmglocken schrillen.

 

Ernüchterung nach dem Auftaktdebakel

"Wir sind natürlich brutal enttäuscht", erklärte HSV-Sportvorstand Ralf Becker am Tag nach dem Auftaktdebakel. Trotzdem warnt Christian Titz vor Aktionismus und bittet die Fans um Geduld. Man müsse gerade jetzt Zusammenstehen und die junge Mannschaft mit Vertrauen unterstützen. Und tatsächlich scheint man in der Vereinsführung zunächst die Ruhe zu bewahren. Auch die Fans reagierten nach der bitteren Heimniederlage mit aufmunterndem Applaus, als Kapitän Lewis Holtby den Gang vor die Fankurve antrat. Selbstverständlich ist Druck auf dem Kessel. Aber wie auf einem Transparent im Stadion zu lesen war: „Wichtig ist nicht der Start, sondern die Landung.“, ist noch nichts verloren und der HSV weiterhin als ein Top-Favorit auf den Aufstieg anzusehen.

Der alternativlose Abstieg

Bis zu seinem Abstieg war der HSV die einzige Mannschaft, die seit dem Bestehen der Bundesliga ohne Unterbrechung erstklassig spielte. Von den glorreichen Zeiten der 1980er Jahre war in den vergangenen Spielzeiten allerdings nur noch wenig zu sehen. In den letzten Jahren ging es stets gegen den Abstieg und die Schlagzeilen waren weniger vom Sportlichen, als von anderen Nebenkriegsschauplätzen geprägt. Trainerkarussell, teure Fehlinvestitionen und eine zerstrittene Vereinsführung bestimmten die mediale Berichterstattung und sorgten für eine verunsicherte Mannschaft, wie Andre Hahn nach seinem Abgang verriet.

Euphorie vor dem Saisonstart

Es schien als hätte man sich mit dem Abstieg abgefunden und den Saisonauftakt als ersten Schritt zum Wiederaufstieg anerkannt. Die großartige Kulisse von 57.000 Zuschauern sorgte auch in der zweiten Liga für ein ausverkauftes Haus. Auch die legendäre Bundesliga-Uhr hängt immer noch, doch nun in anderer Funktion. Sie zeigt nun die vergangene Zeit seit der Vereinsgründung im Jahr 1887 an. Leider passte das Spielergebnis nicht so richtig ins Bild. Doch eines steht fest: Es kann nur besser werden in der kommenden Saison.

Stadion

Quelle: Pixabay / CC0 1.0

Die Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Profis

Nach dem Abstieg war klar, dass ein Umbruch erfolgen musste. Zahlreiche Abgänge, darunter prominenten Namen wie Booby Wood, Nicolai Müller, Dennis Diekmeyer oder Sejad Salohovic, sorgen für eine radikale Verjüngung des Kaders. Trotzdem konnte ein stabiles Gerüst mit einer Mischung aus erfahrenen Profis und jungen, vielversprechenden Talenten erhalten werden. Die Hamburger gehen sogar mit dem jüngsten Kader der zweiten Liga ins Rennen. In Kombination mit der erfahrenen Achse um Gotoku Sakai, Aaron Hunt und Kapitän Lewis Holtby soll der direkte Wiederaufstieg perfekt gemacht werden.

Haushoher Favorit im DFB Pokal

Das Los der ersten DFB Pokalrunde führt die Hanseaten Richtung Siegerland. Gegen den Viertligisten TuS Erndtebrück aus der Regionalliga West ist der HSV bei Wettanbietern wie Betway haushoher Favorit. Trotzdem freut man sich bei dem Regionalligisten über den promintenten Gegner: „Ich freue mich, dass die Palina das Los gezogen hat. Ich freue mich auf den HSV“, kommentierte Dirk Beitzel, Fußball-Abteilungsleiter beim TuS Erndtebrück, die Auslosung in der ARD. Auch HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann äußerte sich zu dem vermeintlich leichten Los und betont: „Wir werden die Aufgabe wie jedes Pflichtspiel mit maximaler Professionalität und Konzentration angehen und dem Gastgeber mit dem notwendigen Respekt begegnen.“ Die Südwestfalen werden das Spiel allerdings nicht im heimischen Pulverwaldstadion absolvieren, da der Kunstrasenplatz nicht für den DFB Pokal zugelassen ist und das Fassungsvermögen von 3000 Zuschauern bei einem solch attraktiven Gegner um ein Vielfaches getoppt wird. Stattdessen wird das Spiel am 18.8. im Siegener Leimbachstadion ausgetragen.

Warten auf den Kracher gegen Köln

Ein weiteres Spiel, auf das sich nicht nur die hanseatischen Fußballfans freuen werden, ist die Begegnung mit dem FC Köln. Zusammen haben beide Traditionsvereine 102 Jahre Erstliga-Jahre auf dem Buckel und mussten nach der vergangenen Saison den Weg ins Unterhaus antreten. Selbstverständlich peilen sowohl die Rheinländer als auch die Hanseaten den direkten Wiederaufstieg an. Am 04.11. empfängt der HSV die Kölner in der heimischen Arena. Ein Duell mit Historie und Stahlkraft für die gesamte zweite Bundesliga.

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