Weltmeisterschaft

Grindel: Keine Entscheidung über 48er-WM in Katar im März

DFB-Präsident Reinhard Grindel rechnet nicht mit einer baldigen Entscheidung über die mögliche Aufstockung der Fußball-WM 2022 auf 48 Teilnehmer. "Wenn überhaupt, kann das sicher nicht durch das FIFA-Council entschieden werden, das ist bei Weltmeisterschaften nicht mehr zuständig", sagte Grindel, der zuvor für weitere vier Jahre ins Council des Weltverbands gewählt worden war, am Donnerstag in Rom. Jetzt Fußballreise buchen!
Grindel zweifelt an schneller Entscheidung über 48er-WM

Grindel zweifelt an schneller Entscheidung über 48er-WM

Das Council tagt Mitte März in Miami, der nächste FIFA-Kongress wird am 5. Juni in Paris abgehalten. "Ich kann mir inhaltlich und regeltechnisch nicht vorstellen, dass wir in Miami darüber entscheiden", sagte Grindel: "Man muss noch stärker sehen, dass offenbar eine WM mit 48 Mannschaften länger als geplant dauern würde, was ganz entscheidende Auswirkungen auf die Saison hätte, die ohnehin für die WM unterbrochen werden muss."

FIFA-Präsident Gianni Infantino drängt seit Monaten auf die Aufstockung. Eigentlich sollte die erste "Mega-WM" mit 48 statt 32 Teams erst 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gespielt werden. "Es ist keine Entscheidung über Leben und Tod", sagte Infantino, der aber "positive Signale" empfangen habe. Als Beispiel nannte der Schweizer die erfolgreiche Organisation des Asien-Cups in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

Infantino hatte schon mehrfach angedeutet, dass eine Mega-WM nicht alleine von Katar ausgerichtet werden und das Turnier deshalb in der gesamten Golfregion ausgetragen werden könne. Das ist Stand heute aufgrund der großen politischen Spannungen allerdings unwahrscheinlich.

"Es gibt immer noch keine Stellungnahme aus Katar", sagte Grindel: "Das muss man erst einmal abwarten." Nach derzeitigen Planungen soll die WM in Katar vom 21. November bis zum 18. Dezember 2022 ausgetragen werden.

 

SID

 

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