Auch Fußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat mit der mangelnden Sichtbarkeit der Frauen-Bundesliga zu kämpfen. In anderen Ländern gebe es "eine andere mediale Präsenz" etwa mit wöchentlichen Frauenfußball-Formaten im TV, sagte die 52-Jährige in einer digitalen Presserunde am Dienstag: "Da werden Spielerinnen sichtbar und können zu Vorbildern reifen. Dort fehlt mir tatsächlich etwas."
Voss-Tecklenburg will mehr Präsenz für den Frauenfußball

Voss-Tecklenburg will mehr Präsenz für den Frauenfußball

Dass hierzulande derzeit kaum Liga-Spiele live übertragen werden, hat auch ganz praktische Auswirkungen für ihre Aufgaben als Bundestrainerin. "Auch ich muss schauen: Wo kann ich das Spiel sehen, wenn ich nicht im Stadion bin? Ich muss fast immer über Analysetools gehen."

Die Ungeduld ihrer Spielerinnen, die sich wie jüngst Lina Magull im Gespräch mit dem Deutschlandfunk kritisch über die zweitklassige Vermarktung des Frauenfußballs durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) äußern, kann Voss-Tecklenburg daher "ein wenig verstehen". Zur Verbesserung der Situation stelle sich zugleich die Frage: "Wie kriegen wir die Vereine noch mehr ins Boot?" Dort gelte es aus ihrer Sicht, wie bei den "Topbeispielen Bayern München und VfL Wolfsburg" verstärkt Synergien zu schaffen.

 

SID