Die deutsche U21 hat sich mit einem Sieg und reichlich frischem Selbstvertrauen aus dem Länderspieljahr 2022 verabschiedet. Die zuletzt schwächelnde Mannschaft von Trainer Antonio Di Salvo gewann gegen Gastgeber Italien in Ancona 4:2 (1:0) und zeigte dabei phasenweise offensiv eine beeindruckende Leistung. Zuvor hatte Deutschland sowohl gegen Frankreich (0:1) als auch England (1:3) verloren.
Antonio Di Salvos U21 feiert Sieg zum Jahresabschluss (Foto: FIRO/FIRO/SID/Jürgen Fromme)
Antonio Di Salvos U21 feiert Sieg zum Jahresabschluss
Foto: FIRO/FIRO/SID/Jürgen Fromme

Debütant Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln (23.), der in Italien bei Udinese Calcio beschäftigte Lazar Samardzic (52.) und Freiburgs Kevin Schade (55.) brachten den Europameister mit 3:0 in Führung, ehe es Matteo Cancellieri von Lazio Rom per Doppelschlag (66./74.) spannend machte. In doppelter Überzahl nach Rot für Giorgio Cittadini nach einer Notbremse (85.) und Gelb-Rot für Raoul Bellanova (87.) erzielte Neuling Maurice Malone vom Wolfsberger AC (88.) per Handelfmeter den Endstand.

Bei strömendem Regen vor rund 8000 Zuschauern im Stadio del Conero zeigte sich die ohne diverse Stammkräfte angetretene deutsche Mannschaft durchaus gut abgestimmt und agierte gegen rustikale Gegner selbstbewusst nach vorne. Die beiden Italien-Legionäre in der DFB-Startelf spielten dabei eine zentrale Rolle.

Kapitän Malick Thiaw (AC Mailand) hielt die deutsche Abwehr zusammen und kratzte in der 54. Minute einen Ball von der eigenen Torlinie. Samardzic bereitete zunächst den Führungstreffer von Huseinbasic (spielte bis Sommer noch für Kickers Offenbach in der Regionalliga) vor und erzielte Tor Nummer zwei mit einem feinen Freistoß selbst. Schade sorgte bei einem schnellen Gegenzug für die vermeintliche Entscheidung, doch Italien hielt noch einmal mächtig dagegen.

Di Salvo hatte auf die verletzten Jonathan Burkardt und Felix Nmecha sowie die für die WM in Katar nominierten Armel Bella-Kotchap und Youssoufa Moukoko verzichten müssen. Zudem erhielten Josha Vagnoman (VfB Stuttgart) und Faride Alidou (Eintracht Frankfurt) keine Freigabe von ihren Klubs. Neben Huseinbasic und Malone kam auch Noah Weißhaupt (SC Freiburg) zum Debüt.

 

© 2022 SID