Premier-League-Start: Der Champions-League-Sieger fordert den Meister

Heute Freitag beginnt die neue Saison der Premier League! Vizemeister und Champions-League-Sieger FC Liverpool eröffnet die neue Spielzeit an der Anfield Road – Gegner ist Aufsteiger Norwich City (21 Uhr). Der Ex-Klub von Marko Arnautovic, West Ham United, hat am Samstag (13:30 Uhr) Meister Manchester City zu Gast. Der erste richtige Kracher folgt am Sonntag (17:30 Uhr) mit dem Duell zwischen Manchester United und dem FC Chelsea.


Hand in Hand: Wird es wieder ein Duell City gegen Liverpool?

Die Favoriten

Nach der spektakulären und spannenden letzten Saison erwarten viele auch in der neuen Spielzeit ein Duell zwischen Meister Manchester City und dem Champions-League-Sieger FC Liverpool. Mit 98 bzw. 97 Punkten kratzen beide an der Hundertermarke. Der Dritte Chelsea (70Pkt.), sowie auch alle anderen Klubs, sahen das Spitzenduo nur von Weitem. So ähnlich könnte auch die neue Saison verlaufen. Ob sich eventuell ein dritter Klub in das Meisterrennen einschalten kann, wird man sehen. Tottenham, Arsenal, Chelsea und Manchester United haben zumindest den Anspruch ganz oben mitzuspielen.

Pep Guardiola widersprach Jürgen Klopps Aussagen bezüglich Finanzkraft. Der Deutsche meinte: „Manchester City bekommt jeden Spieler den sie haben möchten, wir nicht.“ Das stieß Pep Guardiola etwas sauer auf und beklagte auch die Transfersumme eines Harry Maguire (87,5 Mio.), den sich der Stadtrivale angelte. „Der war zu teuer für uns“, so der Spanier. Das Geld dürfte also nicht mehr so ganz locker sitzen beim neureichen Milliardenklub aus Manchester. Mit Ilkay Gündogan konnte man allerdings eine Vertragsverlängerung erreichen. Der zweite deutsche Nationalspieler Leroy Sane war in den letzten Monaten immer mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht worden. Jetzt hat sich Sane schwer am Knie verletzt und wird für die Hinrunde definitiv ausfallen. Die prominentesten Neuzugänge sind Joao Cancelo von Juventus Turin und der Spanier Rodri. Dafür haben Spieler wie Danilo (Juventus), Fabian Delph (Everton), oder Kapitän Vincent Kompany (Anderlecht) den Klub verlassen.

Jürgen Klopp sprach von einem „herrlichen Sommer“. Nach dem Champions-League-Sieg konnte der Ex-Dortmund-Coach endlich seinen Ruf als „ewigen Zweiten“ ablegen. „Schön wenn einem keiner auf die Schulter klopft und meint es täte ihm so leid“, so Klopp. Jetzt soll es aber auch endlich wieder in der Premier League mit einem Titel klappen. So nah dran wie in der abgelaufenen Saison war man lange nicht mehr. Doch der Fehdehandschuh flog Richtung Manchester City. Der FC Liverpool gilt auch in diesem Jahr als der Herausforderer Nummer eins. Am Transfermarkt hat man sich nobel zurückgehalten. „Wir können nicht jedes Jahr die Summen ausgeben wie in der Vergangenheit“, so die Begründung Klopps. Mit dem langzeitverletzten Alex Oxlade-Chamverlain hat man so etwas wie einen Neuzugang, denn der Ex-Gunner hatte sich zu Beginn der letzten Saison schwer verletzt und kehrt erst jetzt wieder als Alternative für die Offensive der Reds zurück in den Kader.

Die Verfolger

Die „Big Six“ werden auch in dieser Saison eine gewichtige Rolle spielen. Und alle wollen den beiden Top-Favoriten das eine oder andere Bein stellen. Tottenham, Chelsea, Arsenal und Manchester United werden ebenfalls um die vorderen Plätze mitfighten. Viele Experten in England trauen aber auch den „Wolves“ aus Wolverhampton eine weitere Steigerung zu.

Die Spurs aus London dürften wohl die größte Gefahr für das Top-Duo City und Liverpool ausstrahlen. Der Champions-League-Finalist spielte eine herausragende Saison in der Königsklasse. In der Premier League lief die Rückrunde allerdings nicht nach Plan. Dele Alli und Harry Kane waren teilweise verletzungsbedingte Ausfälle, die die Tottenham Hotspurs nicht kompensieren konnten. Man holte im Frühjahr sogar weniger Punkte als Newcastle und dennoch reichte es noch zu Rang 4 und der neuerlichen Champions-League-Teilnahme.

Einen Punkt vor den Spurs landete der FC Chelsea unter Trainer Maurizio Sarri. Der Trainer ist weg, auch Superstar Eden Hazard. Der Belgier wechselte bekannterweise zu Real Madrid und hinterlässt wohl die größte Lücke bei den Blues. Trotz der Heimkehr von Klublegende Frank Lampard wird es schwer für den Europa-League-Sieger erneut unter den Top 3 zu landen.

Einen Punkt und einen Platz hinter Tottenham landete mit dem FC Arsenal der dritte Großklub aus London auf Rang 5. Trotz der Neuzugänge David Luiz, Kieran Tierney und dem jungen William Saliba für die Defensive, wird den Gunners wieder nichts anderes übrig bleiben als das Heil in der Offensive zu suchen. Zu den zwei Topstürmern Aubameyang und Lacazette gesellt sich nun auch noch Nicolas Pepe (kam vom OSC Lille) hinzu. Ob es diesmal für die Top 4 reichen wird?

Rekordmeister Manchester United kommt irgendwie nicht so richtig in die Gänge. Nach dem Trainerwechsel in der vergangenen Saison hatte man noch große Ambitionen, da es mit Coach Ole Gunnar Solskjaer zunächst besser lief. Doch gegen Ende der Rückrunde ließ die Power der Red Devils auch schnell wieder nach. Für Harry Maguire und Aaron Wan-Bissaka gaben die Klubbosse alleine über 140 Millionen Euro aus um die Abwehr zu stabilisieren. Nach dem Abgang von Romelu Lukaku zu Inter Mailand hofft man nun auf eine längst überfällige Leistungssteigerung von Alexis Sanchez.

Die Aufsteiger

Norwich City kommt als Zweitligameister zurück in die Premier League. Mit 94 Punkten holte man sich souverän vor Sheffield United (89 Pkt.) den Titel in der Championship. Um die Klasse auch zu halten nahmen die „Canaries“ auch einiges an Gelder in die Hand und verpflichteten auch bekannte Namen wie den Ex-Schalke-Keeper Ralf Fährmann, Josip Drmic von Mönchengladbach, oder Ibrahim Amadou vom FC Sevilla.

Sheffield United schaffte mit Platz zwei den direkten Aufstieg in die Premier League. Diesen Platz konnte man allerdings nur durch eine Fairplay-Geste von Leeds-Teammanager Marcelo Bielsa erreichen. Bielsa gab Anweisung ein Gegentor zuzulassen, da beim Führungstreffer Villa-Profi Jonathan Kodjia verletzt am Boden lag. So verpassten Leeds den Aufstieg und Sheffield durfte jubeln.

Der dritte im Bunde ist der Traditionsklub Aston Villa aus Birmingham. Nach drei Jahren in der Championship ist der Wiederaufstieg in die höchste englische Spielklasse endlich geglückt. „The Villas“ konnten ihre letzten vier Vorbereitungsspiele allesamt gewinnen. Auch gegen den RB Leipzig feierte man einen 3:1-Sieg. Die Leistungsträger Jack Grealish und Wesley Moraes werden immer wieder von anderen Klubs umworben, doch Trainer Dean Smith kann weiterhin auf die beiden bauen. Dazu kommt noch Neuzugang Trezeguet, der in der ägyptischen Nationalmannschaft neben Mo Salah stürmt und mithelfen soll die Klasse zu halten.

Abstiegsgefahr

Der FC Southampton muss sich unter Trainer Ralph Hasenhüttl steigern und endlich Konstanz zurück gewinnen. Ansonsten werden sich die Saints auch schnell wieder im Tabellenkeller wiederfinden.

Ein weiterer Kandidat für die unteren Plätze könnte auch wieder der neue Klub von Markus Suttner sein. Brighton & Hove Albion entging nur knapp dem Abstieg und wird auch in der neuen Saison dagegen ankämpfen müssen. Mit dem FC Burnley, dem AFC Bournemouth und Crystal Palace könnte Brighton die direkten Gegner gefunden haben.

 

 

 

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