Auch Tainach kann Mittlern nicht gefährden!

Lange fieberte der SV Tainach auf das Spitzenspiel gegen Leader ASKÖ Mittlern hin. Zuhause gab es für die Elf von Nevenko Vasiljevic bislang ja imposante vier Siege mit einem Torverhältnis von 25:0! Ohne dem schrecklichen Wetterbedingungen und der Corona-Auflagen wäre es wohl Rekordbesuch gewesen.Letztendlich mussten die Hausherren aber Mittlern den Vortritt überlassen, auch wenn die Umstände nicht besonders glücklich waren.

 

Tainach-Sektionsleiter Damir Rasinger bedauerte im Vorfeld des Spiels einige Ausfälle, die zur denkbar schlechtesten Zeit kamen. Dennoch gab es eine Tainacher Elf, die in der ersten Halbzeit Mittlern das Leben schwer machen konnte, freilich auf Kosten der an sich so gefürchteten Offensive.

Tainach hält bis zur Pause das Spiel Unentschieden

Das Spiel begann praktisch mit der Führung für Mittlern, nachdem schon Matic mit dem Ankick einen Hochkaräter vergab, machte es Marcel Hober besser und trifft nach schöner Vorarbeit von Adrian Lippnig. Obwohl sofort vorne, konnte Mittlern vorerst das Spiel nicht so dominant wie gewohnt aufziehen. Auf dem breiten Platz in Tainach konnten die Gastgeber in der eigenen Hälfte den Ball halten, ohne unter extremen Druck zu geraten. Geduldig wartete Tainach auf seine Chance die sich für Torjäger Günther Zussner in der 17. Minute tatsächlich bot und der Routinier ließ sich nicht zweimal bitten, glich aus- was die Gäste nicht unkommentiert ließen, da der Treffer aus ihrer Sicht „5 Meter“ war. Schiri Stephan Orel gab aber den Treffer und das Spiel lief weiter.

Bis zur Halbzeit konnte Tainach nur noch mit einem Distanzschuss für Gefahr sorgen, der Rest der Spielzeit gehörte den Gästen aus dem Jauntal. Noch in der Ersten Halbzeit stellte Mittlern-Coach Richie Huber um, oder wie er selbst meinte „die Mannschaft hat ohne viel meines Zutuns verstanden was sie zu tun hat.“ Konkret rückte ein Spieler aus der Dreier-Kette nach vor und ein weiterer Spieler aus der 5er-Mittelfeldkette konnte so den Spielaufbau von Tainach in der eigenen Hälfte unterbinden und sie zu Abstößen zwingen.

Nach Gelbrot ist Tainach verloren

Diese Änderung der Spielausrichtung verfehlte ihre Wirkung nicht und Tainach wusste kein Gegenmittel. Aber es stand ja immer noch 1:1, noch war rein gar nichts verloren, trotz des immer mächtiger werdenden Drucks der Gäste. Zähes dagegenhalten und eine Portion Glück verhinderten den Rückstand, bis Mark Kern in der 35. Minute in Rage geriet und nach einem nicht gegebenen Foul sich die Gelbrote Karte abholte.

Dennoch benötigte Mittlern noch fast 20 Minuten um diese numerische Überlegenheit zu nützen, als Christopher Hober zum Doppelpack ansetzte. Besonders das 1:3 verdient sich das Prädikat „besonders sehenswert“, die Vorarbeit von Andreas Dlopst brachte jeden Fußballästheten zum Schwärmen, mit Grandezza wurde der Ball hinter die Verteidigungslinie mit viel Effet gezirkelt, Hober vollendete diese Arbeit.

Nach dem 1:3 erlahmte der Widerstand der Hausherren. Mittlern legte noch zwei Stück nach, Robert Matic kam im Finish (86. 88.) auch noch zu seinen beiden Toren, ein Treffer resultierte aus einem Elfmeter. Mit dem Entstand von 1:5 hat sich Mittlern im direkten Duell einmal Tainach entledigt und trotz blütenweißer weste kann sich die Huber-Elf weiter keine Umfaller leisten. Eisenkappel lässt nicht locker, hat vor dem Heimspiel-Doppel von Mittlern nächste Woche (Lavamünd & Bad St. Leonhard) sogar die Tabellenführung übernommen! Für Tainach riss eine stolze Heimserie ohne Gegentreffer, die Truppe mischt dennoch weiter vorne mit. 

Stimme zum Spiel
Richard Huber (Trainer Mittlern): „In der ersten Halbzeit waren wir nicht ganz so spritzig wie gewohnt, aber die Mannschaft hat das dann gut gelöst. Jetzt gilt unsere Konzentration Lavamünd am Freitag.“

Die Besten: Christopher Hober (St) Rene Sablatnig (DM) Klemen Sebul (DM/Alle Mittlern)

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