Nußdorf verzichtet auf möglichen Aufstieg in die Kärntner Liga!

Der  FC-WR Nußdorf/Debant überwinterte als Tabellenführer der ULW, liegt bei zwei Spielen mehr 6 Punkte vor Verfolger Admira Villach. Die Osttiroler müssten nun eigentlich nur warten, ob die Nachholspiele der Admira nach dem gestrigen Ligaabbruch überhaupt durchgeführt werden. Nußdorf  winkt aber jetzt bereits ab und sieht die Vereinszukunft für die nächste Saison weiter in der Unterliga West.

 

Keine Absteiger, daher auch Aufstiegsverzicht ohne Konsequenzen möglich

Die gestrige KFV-Sitzung ergab einen Abbruch der Meisterschaft außer den Spielen zu einer vollen Halbsaison als Ergebnis. Absteiger gibt es keine. Damit ist auch der Zwangsabstieg in die 2. Klasse bei einem Aufstiegsverzicht de facto ausgesetzt, wie KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer auf unsere Nachfrage erklärt: “Ein Verein der verzichtet, wird zurückgereicht, er muss aber nicht absteigen, vorausgesetzt es findet sich ein Aufsteiger.” In der Unterliga West bekundete Co-Leader Admira Villach bereits sein Interesse, Nußdorf kann wohl ohne Konsequenzen abwinken.

1. Mannschaft 2020 2021
Nußdorf spielte einen erfolgreichen Herbst, verzichtet aber auf den Aufstieg. Foto: MOWE

Truppe soll zusammen bleiben, keine “Weltreisen” für Innsbrucker Studenten 

Sportchef Harald Sporer erläutert im Ligaportal-Interview die zahlreichen Gründe für einen Verzicht auf den möglichen Aufstieg: “Wir haben einmal sportliche Gründe. Die Mannschaft soll so zusammen bleiben und da kann es durchaus sein, dass die Liga ein oder zwei Jahre zu früh kommt.”

Ein weiteres Motiv ergibt sich aus dem persönlichen Spielerumfeld. In Nußdorf gibt es nämlich eine Gruppe von Spielern, die auf der Innsbrucker Uni nach akademischen Weihen strebt. Während der Semester trainiert eine Handvoll Spieler bei Landesligist Reichenau mit, wofür sich Sporer “sehr dankbar” gegenüber Reichenau zeigt. “Die werden schwerlich am Sonntag ins Unterland oder Lavanttal anreisen, und am Montag wieder ihren Unipflichten nachgehen können”, spielt Sporer auf die geografischen Dimensionen an.

”Die Unterliga West ist derzeit wirtschaftlich gesehen die perfekte Liga”

Ohne große Umschweife gibt der sportliche Leiter zu, dass für die Entscheidung auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielten: “Die Unterliga West bietet uns derzeit jede Menge Derbys, hoffentlich kommt auch Dölsach nächste Saison hinzu. Wir sind mit dem neuen Stadion noch nicht ganz fertig. Das spielt da auch alles mit hinein.”

Zufriedenheit mit der Lösung

Bei einem drohenden Abstieg wäre Nußdorf doch in die Liga gegangen, wie Sporer erklärt: “Abgestiegen wären wir nicht. Wir sind mit dieser Lösung zufrieden und wollen nächste Saison Spieler und Trainer halten und wieder vorne mitspielen.” Wenn die Truppe wieder ganz vorne liegt, will Nußdorf dann unabhängig von den Bestimmungen den Aufstieg annehmen.

 

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