Spielberichte

Feuerwerk im Dolomitenstadion! 6:3 Offensivspektakel zwischen Rapid Lienz und Atus Nötsch!

In der elften Runde der Unterliga West kam es heute im Dolomitenstadion zum Duell zwischen dem Tabellenführer Rapid Lienz und Tabellenschlusslicht ATUS Lussnig Nötsch. Während sich Nötsch im Keller herumplagt, lieferte Lienz bislang eine beinahe grandiose Serie nach der anderen. Nachdem man auch das Spitzenspiel gegen Radenthein gewinnen konnte, lacht man nun von der Sonne und wollte auch gegen Nötsch überzeugen. Für die Gäste galt es aber das Formtief zu überwinden. Am ersten Blick sieht man ein recht deutliches Ergebnis der Hausherren, doch der Spielstand täuscht. Denn der Knackpunkt der Nötscher fiel erst kurz vor der Pause mit dem 3:1- Nötsch hielt sich bis dahin lange Zeit im Spiel, war beinahe ebenbürtig, nur schaute Göttin Fortuna diesmal nicht herab. Endstand 6:3 für Rapid Lienz!

Nötsch konnte die Qualität nicht nützen

Die Hanser- Elf wollte daheim natürlich unbedingt einen Dreier anschreiben, zeigte aber laut Trainer Hanser großen Respekt vor dem Gegner, der leicht ersatzgeschwächt auflief. "Sie haben viel Qualität im Kader und sind in der Offensive sehr gefährlich", so Lienz Headcoach Markus Hanser.
Diese Qualität ließen die Gäste gleich nach wenigen Minuten aufblitzen. Das Schlusslicht erwischte einen Blitzstart und ging gleich nach vier Minuten durch Mario Skina mit 1:0 in Führung. Der Ausgleichstreffer ließ lange auf sich warten. Die Nötscher zeigten gute Szenen und machten es dem Tabellenführer sehr schwer, der mit den Angriffen der Gäste wohl alle Hände voll zu tun hatte.

Lienz dreht die Partie kurz vor der Pause

Die Hausherren brauchten relativ lange, bis sie die starken 30 Minuten der Gäste überwinden konnten, aber dann spielten sie all ihre große Stärke aus und drehten das Spiel in nur wenigen Minuten. Quasi aus dem Nichts und beinahe gegen den Spielverlauf kam Patrick Eder in der 38. zum 1:1 Ausgleich. Wenige Minuten später sorgte Christopher Eder per Elfmeter für die 2:1 Führung der Hausherren. Doch damit nicht genug, er avancierte zum Doppelpack- Schützen und traf nach einer Strafraumsituation zum 3:1. "Dieses Goal war Gold wert für uns, wenn es auch für mich ein Geschenk war. Nötsch kam dieser Treffer kurz vor der Pause ganz und gar nicht gelegen, es war wohl der Knackpunkt in der Partie."- erzählte uns Markus Hanser in einem Ligaportal- Interview.

Offensivspektakel- Rapid lacht weiter von der Spitze

Die 22 Akteure setzten dem Torfestival auch in der zweiten Hälfte kein Ende. Es kam wie es kommen musste und so kam Lienz gleich wieder mit vollem Elan aus der Kabine, das 4:1 fiel wiederum aus einem Strafstoß, den diesmal Dominik Müller in der 48. verwertete.
Nötsch war nun sichtlich geknickt, aber sie steckten nicht auf. In der 51. durfte sich auch Patrick Eder als Doppeltorschütze feiern lassen. Er traf nach einem scharfen Eckball nach  Kopfballvorlage aus kurzer Distanz.
Ein Elfmeter, den in der 74. die Gäste zugesprochen bekamen, sorgte zwischenzeitlich für Ergebniskosmetik- Michael Sternig traf zum 5:2.
Lienz zeigte sich aber wenig geschockt, baute gleich sechs Minuten später den Vorsprung wieder aus, diesmal traf Mario Steiner zum 6:2.
Mario Skina war die Niederlage dann doch noch etwas zu hoch, er konnte das Ergebnis noch etwas beschönigen und traf nach einem Konter zum 6:3 und setzte damit den Schlusspunkt in einem torreichen Spiel.

Nötsch präsentierte sich vor allem in der ersten Halbzeit nicht als Tabellenletzter, konnte dem Tabellenführer alles abverlangen. Mit dem 3:1 kurz vor der Pause kam aber die Wende, Lienz zündete ein Feuerwerk im Dolomitenstadion.

Auch Rapid Lienz Trainer Hanser war vom Auftritt der Gäste angetan: "Die Nötscher haben viel Qualität in den eigenen Reihen. Das Spiel war heute völlig anders als das Ergebnis zeigt, obwohl wir zum Schluss einen verdienten Heimsieg landeten. Zwischendrinen waren wir kurzeitig etwas fahrlässig, das konnten die Nötscher immer wieder ausnützen. Wenn sie so auftreten, werden sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben, davon bin ich überzeugt. Das war die offensivstärkste Mannschaft, die wir bisher hatten- sie wird locker noch in die vorderen Ränge kommen."

 

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