Kaum zu glauben! Der Vorletzte knallt den Zweiten ab

Die Favoritenrolle beim Duell zwischen dem TSV St. Johann und dem SV Seekirchen war im Vorfeld wohl klar verteilt. Während die Lottermoser-Männer im Tabellenkeller festhingen, nur einen Zähler vor Schlusslicht Grünau lagen, ergab sich für die Schriebl-Boys die große Chance, zumindest vorübergehend die Tabellenspitze zu erklimmen. Doch in der Pongauer Bezirkshauptstadt kam heute alles anders: Weil die St. Johanner eine tolle Performance an den Tag legten und die Seekirchner indes kaum bis gar nichts auf die Kette bekamen, verschafften sich die Grün-Schwarzen mit einem überzeugenden 4:1-Erfolg etwas Luft in der tabellarisch ungemütlichen Zone.

 

 

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Pongauer wussten auf ganzer Linie zu überzeugen

Der Gastgeber fand relativ schnell in dieses Aufeinandertreffen und durfte bereits in der Anfangsviertelstunde die Führung bejubeln: Volk bewirtete Benjamin Ajibade, der sich im Eins-gegen-Eins mit Seekirchens Rückhalt Tezzele nicht lumpen ließ - 1:0 (13.). "Wir haben es vom Start weg nicht geschafft, St. Johann in irgendeiner Weise zu fordern", seufzte SVS-Übungsleiter Alexander Schriebl. Außer einer Halbchance von Vorderegger wehte in der Flachgauer Offensivzone ein laues Lüftchen. Ganz anders die Pongauer, die sich sehr dominant und griffig präsentierten. "Wir haben sehr gut gespielt", schwärmte St. Johann-Dompteur Ernst Lottermoser. Getreu dem Motto "Nachlegen ist besser als neu einheizen" drückten die Heimischen in der 26. Minute ein zweites Mal ab: Tezzele konnte bei einem Oberkofler-Schuss nicht hundertprozentig zupacken, abermals war Ajibade zur Stelle, der den Abpraller zum 2:0 ins Glück verwertete. 

 

Lottermoser-Trupp legte Seekirchens Werkl lahm

Nach der Halbzeitpause änderte sich an den Kräfteverhältnissen nicht viel oder besser gesagt gar nichts. Die Lottermoser-Crew blieb besser und zog das Gros der Torchancen ganz klar auf ihre Seite. Nachdem die St. Johanner einige Hochkaräter ausgelassen hatten, kam es in der Spielminute 75 knüppeldick. Nach einem Vergehen im heimischen Sechzehner zögerte Referee Hochstaffl keine Sekunde und sprach den Gästen einen Strafstoß zu. "Da haben wir uns blöd angestellt", wusste Lottermoser. Ohne die Entstehung zu Hinterfragen traf Aaron Volkert folglich vom Punkt, verkürzte auf 2:1. "Natürlich ist das 2:1 ein Ergebnis, wo du schon ein bisschen zitterst", gestand der St. Johanner Übungsleiter. Weil Ajibade nur kurz darauf aus spitzem Winkel den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte, war's mit der unguten Gefühlslage auf Seiten der Hausherren gleich wieder vorbei - 3:1 (80.). Der Schlusspunkt blieb Joker Stefan Sendlhofer vorbehalten, der im Nachschlag nach Biribauer-Notbremse mit einem direkt verwandelten Freistoß das 4:1-Endresultat markierte (93.). Aktionen zuvor machte Seekirchens Büchele Bekanntschaft mit dem Torgebälk, scheiterte an der Latte. "Wenn man auf die Tabelle schaut, ist das natürlich ein wichtiger Sieg für uns und zeigt auch, wie eng die Liga ist. Am heutigen Tag hast du nicht gemerkt, wer Neunter und wer Zweiter ist", lautete Lottermosers finales Statement. Für Schriebl und seinen SVS heißt es nun: Mund abputzen: "Auch das ist ein Gesicht, was wir haben. Wir müssen einfach gefestigter werden - daran werden wir auch arbeiten."

 

 

 TSV St. Johann  4:1 (2:0)  SV Seekirchen 

St. Johann, SR: Thomas Hochstaffl

 

Torfolge: 1:0 Benjamin Ajibade (13.), 2:0 Benjamin Ajibade (26.), 2:1 Aaron Volkert (75., Elfmeter), 3:1 Benjamin Ajibade (80.), 4:1 Stefan Sendlhofer (93.)

 

Rot: Bernhard Biribauer (93., Torchancenverhinderung)

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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