0:2! Austria fällt gegen Anif um

Am letzten Wochenende setzte es für die Salzburger Austria in Kuchl (2:3) die erste Saisonniederlage. Heute Samstag folgte im heimischen Max-Aicher-Stadion die nächste: Die Violetten unterlagen einem starken USK Maximarkt Anif nicht unverdient mit 0:2. Die Tore für die Gäste steuerten Simon Schilchegger und Daniel Leitz bei.

 

"Besten 30 Minuten" brachten Anif Zwei-Tore-Vorsprung 

Anif setzte seinen im Vorfeld aufgesetzten Matchplan optimal um. Coach Bernhard Kletzl erklärt: "Wir haben hoch attackiert und wollten die Austria somit nicht ins Spiel kommen lassen." Den Lohn für die freche Spielweise holten sich die Anifer schon früh ab: In Minute 14 vollendete Schilchegger eine herrliche Kombination mit Leitz trocken zum 0:1, kurz vor der Halbstundenmarke drückte Leitz höchstselbst ab, nachdem zuvor Mühlbauer erfolgreich durchgebrochen war und mundgerecht serviert hatte - 0:2 (29.). "Seit ich in Anif bin, waren es die besten 30 Minuten", hatte Kletzl gut lachen. Noch vor der Pause hätte es für die Städter noch dicker kommen können, die Kletzl-Elf ließ allerdings gute Chancen aufs dritte oder gar vierte Tor aus.

 

Gastmannschaft ließ nicht mehr viel anbrennen

Nach dem Seitenwechsel versäumten die Gastgeber den so wichtigen Anschlusstreffer. "Alleine vor dem Tor haben wir die falsche Entscheidung getroffen", trauerte Austria-Trainer Christian Schaider einer vielversprechender Offensivaktion nach. Wenngleich seine Schützlinge immer noch komfortabel mit zwei Toren Vorsprung in Führung lagen, fühlte sich das Spielgeschehen für Kletzl "spannend" an: "Gegen die Austria kannst du auf Dauer nicht alles wegverteidigen." Glück im Unglück: In der 72. Spielminute konnten die Anifer einen gefühlvollen Austria-Heber auf der Linie klären. Hartl, der Retter in Not, verletzte sich dabei, sodass er kurze Zeit später ausgewechselt werden musste. Weil die Schlussoffensive in Violett ohne Ertrag blieb, feierte die Gastelf einen gerechten 2:0-Auswärtserfolg. "Anif war die bessere Mannschaft. Wir haben momentan zu viele Ausfälle bzw. angeschlagene Spieler", wirkte Schaider nach dem Schlusspfiff niedergeschlagen. Indes findet Kletzl an der Entwicklung seiner Kicker Gefallen: "Wir werden von Spiel zu Spiel stabiler und konstanter. Der heutige Sieg war hochverdient."

 

Die Besten bei Anif: Mühlbauer (ST), Hartl (IV), Kadrija (LM)