Kuchl mit "Befreiungsschlag" gegen Grödig

Das Aufeinandertreffen zwischen dem SV Kuchl und dem SV Grödig gestaltete sich äußerst einseitig. Weil es die Tennengauer schafften, mit Fortdauer der Partie ihr Visier etwas genauer zu adjustieren, ging man am Ende als hochverdienter 3:2-Sieger vom Platz. Während im Lager des SVK ein großer Stein vom Herzen fiel, war die Ernüchterung bei den Grödigern riesengroß.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

SVK spielte mit Grödig Katz' und Maus 

Die Kuchler führten vom Start weg Regie. "Wir haben versucht, das Spiel zu beherrschen. Und das ist uns ganz gut gelungen", bilanzierte ein merkbar zufriedener SVK-Übungsleiter Mario Helmlinger. Nachdem die Tennengauer lange an der eigenen Chancenverwertung gescheitert waren, fiel in der 26. Spielminute das zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 1:0: Eine Fritzenwallner-Flanke vom linken Flügel setzte Hübl an die Latte, den Abpraller köpfte Simon Seidl in die Maschen. Kurz vor dem Pausenpfiff kam's für die klar überlegenen Helmlinger-Boys dicke: Weil Vucanovic aus dem Nichts abstaubte, hieß es zur Pause 1:1 - mehr als schmeichelhaft. Grödig-Obmann Hannes Codalonga ging mit seiner Elf hart ins Gericht: "Das war ganz schlecht. Wir haben nie in die Partie gefunden."

 

Grödig hatte eindeutig das Nachsehen - Codalonga: "Hätte es schon viel Zufall gebraucht"

Kuchl ließ sich vom Schockmoment nicht beirren und diktierte das Match in Durchgang zwei weiterhin nach Belieben. Nachdem Gäste-Goalie Colic gleich zweimal in höchster Not retten konnte, war in Minute 55 auch er machtlos, als Hübl eine Hofer-Hereingabe von links per Kopf verwertete und auf 2:1 stellte. In der Schlussphase legte die Helmlinger-Truppe nach: Temel bediente Hübl, der sagte danke - 3:1 (82.). Der Kuchen war längst gegessen, den Schlussstrich zogen aber die Grödiger: Surr tauchte auf der Seite auf, machte einige Schritte in Richtung Zentrum und legte das Kunstleder zum 3:2 ins lange Eck (92.). "Zu spät", stöhnte Codalonga, der es aber auf den Punkt brachte: "Ich hatte nie das Gefühl, dass für uns etwas gehen konnte. Da hätte es schon viel Zufall gebraucht." Auf der Gegenseite war der Jubel umso größer. Helmlinger: "Nach den letzten Spielen war es für die Spieler ein Befreiungsschlag. Immerhin mussten sie ja schon sehr leiden."

 

Die Besten bei Kuchl: Fritzenwallner (LV), Hübl (ST), S. Seil (OM)