"Ist völlig zu vernachlässigen" - Fußball für TSU Bramberg im Moment kein Thema

Im ersten Saisonabschnitt der Salzburger Liga durchlebte die TSU Bramberg viele Höhen und Tiefen. Von einem durchwachsenen Start über den Trainerwechsel blieb nach 15 absolvierten Runden zumindest ein Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld. Aktuell hat die Corona-Pandemie den Sportverein aus dem Oberpinzgau weitgehend paralysiert. Vielmehr gilt nun, die schwierige Zeit ehestmöglich zu überwinden.

 

Fight ums runde Leder nur zweitrangig

Über die möglichen Szenarien, wie es mit dem Fußball weitergehen könnte, möchte sich Stefan Leppert, der Sportliche Leiter der TSU Bramberg, derzeit nicht unterhalten. "Im Moment denke ich wenig bis gar nicht über Fußball nach. Es stehen für viele Menschen weltweit so viele wirklich wichtige Dinge und Probleme an der Tagesordnung, dass ich der Meinung bin, dass unser Fußball völlig zu vernachlässigen ist." Zu den Maßnahmen der Bundesregierung gibt es für Leppert keine zwei Meinungen: "Die halte ich für gerechtfertigt und alternativlos, auch wenn ich persönlich keine Angst vor Corona habe. Es gilt aber, die Krise so schnell wie möglich in den Griff zu bekomen, um den Schaden für das große Ganze so gering wie möglich zu halten." Darüber hinaus sieht Leppert in der Corona-Krise die Chance, dass sich die Menschheit künftig auf die wesentlichen Dinge im Leben besinnt. "Vielleicht schätzen wir wieder einiges, was wir bisher immer als selbstverständlich hingenommen haben. Die Hoffnung stirbt zuletzt, auch wenn die Menschheit schon oft bewiesen hat, dass Lernfähigkeit nicht zu ihren Stärken gehört.

 

Heimtraining läuft, Zahlungen eingestellt

Komplett auf null sind die Wildkogler nicht heruntergefahren, absolvieren die Kicker in den Zeiten von offiziellen Spiel- und Trainingsverboten selbstständig ihre Einheiten. "Unsere Spieler haben vom Trainer einen Trainingsplan und Trainingsempfehlungen bekommen. Die Jungs sind alle Sportler und wir haben vollstes Vertrauen, dass jeder Einzelne sein bestes gibt, um sich bestmöglich fit zu halten", schildert der Sportliche Leiter der Bramberger. Die Kommunikation erfolgt großteils über die vereinsinterne WhatsApp-Gruppe, Dauerkontakt bestehe keiner. Was es momentan auch nicht gibt, sind die vereinbarten Aufwandsentschädigungen, die grundsätzlich für Mannschaftstrainings und Punktespiele gedacht sind. "Wir haben mit unseren Spielern vereinbart, dass bis auf Weiteres keine Zahlungen mehr erfolgen werden. Da wir charakterlich eine einwandfreie Truppe haben, war das in dieser besonderen Situation auch kein Problem", verrät Leppert.

 

Trotz Corona-Krise: Bramberger können weiterhin auf ihre Geldgeber bauen

Ein Fertigbringen der aktuellen Meisterschaft ist für Leppert ("Ich gehe fest davon aus, dass die Runde nicht zu Ende gespielt wird") undenkbar. Zwar würden der TSU viele wichtige Einnahmen Flöten gehen, trotzdem hofft man, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten werden. Erfreulich ist die Unterstützung der Sponsoren, die in Bramberg scheinbar auch weiterhin bestehen bleibt. "Derzeit ist uns nichts Gegenteiliges bekannt. Inwieweit sich hier ein Thema ergeben wird, kann ich derzeit nicht beurteilen", meint Leppert.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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