Monsterprogramm für Fügen?

Am 12. Mai 2021 gibt es vom Verband noch immer keine Info, wie es nun denn konkret mit den Fußball-Meisterschaften in Tirol weiter gehen soll. Die Nachtragspartien der Hinrunde und der Cup sind noch nicht abgesagt und die Wahrscheinlichkeit, dass im Juni 2021 diese Spiele nachgeholt werden, ist durch die recht günstige Entwicklung der Corona Infektionszahlen in den letzten Tagen markant gestiegen. Für den Trainer des SV Fügen, Thomas Luchner, ist die Ungewissheit, wie es in der Tirol Liga weiter geht, die größte Belastung.

 

Monsterprogramm für Fügen

Thomas Luchner, Trainer SV Fügen: „Das akute, aktuelle Problem ist natürlich, dass keine Detailplanung für die nächsten Wochen möglich ist. Ich sehe vor allem die Vorbereitungszeit auf einen möglichen Nachtrag der noch offenen Spiele der Hinrunde problematisch. Es war nicht einfach die Spieler zu motovieren in den letzten Monaten – faktisch ohne konkretes Ziel. Und nun soll man eine Mannschaft in drei Wochen wieder voll fit und einsatzfähig machen. Wenn ein Spiel nachzutragen ist, sehe ich das ja noch nicht so als problematisch an. Wir müssen mindestens vier Spiele nachtragen, wenn auch der Cup abgeschlossen werden soll. Die Verletzungsgefahr ist meiner Meinung nach einfach zu gross. Geradeaus zu laufen - wie wir es ja in den letzten Monaten gemacht haben - hat mit den Anforderungen eines Fußballspiels an den Körper wenig zu tun. So sehe ich die Gefahr für Verletzungen sehr groß, wenn dann im Juni so ein Monsterprogramm - wie wir es abzuspulen hätten - Realität wird.“

Ausblick

Thomas Luchner: „Ich weiss, das es unglaublich schwer für alle ist, einen konkreten Ausblick zu machen. Aber meine Kritik bleibt bestehen, dass das größte Problem die Unklarheit ist. So werden wir auch bis Sommer im Kader nichts verändern, wir wissen ja auch nicht in welcher Liga wir 2021/22 spielen werden. Das ist natürlich auch für Spieler schwer sich jetzt schon zu entscheiden – genau aus diesen Gründen. Wir wollen aber mit dem selben Kader weiter machen und uns eventuell noch mit zwei Spielern verstärken – egal in welcher Liga wir spielen werden.

Der Nachwuchs trainiert ja zum Glück schon länger. Unsere Philosophie bleibt die selbe. Wir wollen die Mannschaft kontinuierlich weiter entwickeln und vor allem die Plattform für junge Zillertaler Kicker sein. Corona macht diese Aufgabe schwieriger. Das Interesse am Fußball hat doch nachgelassen, man sucht andere Möglichkeiten der Sportausübung, denn im Fußball ging ja jetzt ein halbes Jahr gar nichts mehr. Konkret denke ich, dass man erst in zwei bis drei Monaten abschätzen kann, wie sich die Corona-Pandemie sportlich ausgewirkt hat. Im Bezirk Schwaz sind wir durch die hohe Durchimpfungsrate zwar im Vorteil, aber es ist trotzdem nicht auszuschliessen, dass es im Herbst wieder zu einer Unterbrechung der Meisterschaft oder zu abgesagten Spielen kommt. Finanziell wird es sicherlich auch für einige Vereine sehr eng werden!“