In der II. Liga Mitte hat sich SV Forchtenstein am Samstag in der 11. Runde von USC master design Pilgersdorf mit 0:0 getrennt. Die Gastgeber hatten nach Einschätzung von Trainer Ronald Spuller zwar die etwas besseren Möglichkeiten, fanden im letzten Drittel aber zu selten die saubere Lösung. So blieb eine enge Partie ohne Treffer, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.
Ronald Spuller sah seine Mannschaft ordentlich in die Partie kommen. „Ich glaube, wir waren sehr gut im Spiel, die ersten dreißig Minuten sehr präsent“, sagte der Forchtenstein-Trainer nach dem Schlusspfiff. In dieser Phase hatte der SV Forchtenstein das Gefühl, „es könnte in eine gute Richtung gehen“. Viel Kapital schlug Forchtenstein daraus aber nicht. Nach etwa einer halben Stunde kam Pilgersdorf besser in die Begegnung, und genau das veränderte auch das Bild des Spiels. Aus einer Phase mit Vorteilen für die Gastgeber wurde eine Partie auf Augenhöhe, die schon zur Pause 0:0 stand und auch danach keinen klaren Ausschlag mehr bekam. Spuller beschrieb es passend: „Dann war es bis zum Ende ein ausgeglichenes Spiel.“ Der Eindruck auf der Anlage war damit eindeutig: Es war kein Match, in dem sich eine Mannschaft über lange Zeit klar aufdrängen konnte, sondern eines, in dem immer mehr alles auf einen einzelnen Treffer hinauszulaufen schien.
Dass dieser eine Treffer nicht fiel, erklärte Spuller vor allem mit der fehlenden Konsequenz seines Teams im Offensivspiel. „Wir haben unsere Möglichkeiten nicht gut genug fertig gespielt“, sagte er. Forchtenstein kam zwar zu Abschlüssen, wirklich zwingend wurde es aus Sicht des Trainers aber zu selten. Viele Versuche seien „ziemlich zentral“ gewesen und deshalb vom Pilgersdorfer Tormann gut zu halten gewesen. Gleichzeitig betonte Spuller, dass kaum jene Szenen dabei gewesen seien, bei denen man sofort sagen müsse: Das muss ein Tor sein. Gerade darin lag für ihn der Unterschied. „Im letzten Drittel waren wir teilweise zu ungenau, wir haben gute Situationen nicht sauber genug fertig gespielt“, lautete seine Analyse. Dazu kam ein Gegner, der genau so auftrat, wie es Forchtenstein erwartet hatte. Spuller nannte Pilgersdorf „sehr robust, sehr zweikampfstark und defensiv gut aufgestellt“. Es sei eine Mannschaft, „die schwierig zum Bespielen ist“, weil sie gut verteidige und nur wenig anbiete. So passte auch der Spielverlauf zu dieser Einschätzung: Forchtenstein hatte vielleicht die etwas besseren Möglichkeiten, kam aber nicht oft genug in jene Räume und Abschlüsse, aus denen am Ende ein Tor wird.
Unterm Strich tat sich Spuller daher auch nicht schwer, das Ergebnis sachlich einzuordnen. „In Summe ist es ein gerechtes Unentschieden“, sagte er und verwies darauf, dass auch Pilgersdorf „die eine oder andere Möglichkeit“ gehabt habe. Weil es keine wirklich strittigen Szenen gab und die Partie laut Spuller „nicht schwierig zum Leiten war“, blieb nach dem 0:0 vor allem die sportliche Bewertung übrig. Forchtenstein wollte das Spiel zwar gewinnen, nahm den Punkt am Ende aber an. „Wir sind auch nicht unzufrieden mit dem Punkt“, stellte der Trainer klar. Das hängt auch mit dem jüngsten Verlauf zusammen: „Wir haben aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt, und damit können wir schon ganz zufrieden sein.“ Spuller sieht seine Mannschaft deshalb auf einem ordentlichen Weg, ohne das torlose Remis schönzureden. Die Richtung für die nächsten Wochen ist für ihn trotzdem klar formuliert: weiter punkten, weiter dranbleiben und die Situationen im letzten Drittel künftig sauberer zu Ende spielen.