Knapper Erfolg für Spittal im ersten Finalspiel des KFV-Villacher Bier Cup

kraig hirter_svspittal-drau svsDas erste Finalspiel im KFV-Villacher Bier Cup fand beim Unterligisten, dem SV Hirter Kraig statt, man traf auf den SV Spittal/Drau, der in der Kärntner Liga tätig ist. Die Gäste aus Spittal gingen mit Toren von Carlos Chaile (20. Minute) und Manuel Plattner (34. Minute) in Führung, die Zore-Elf  konnte aber ausgleichen, Torschützen waren Rene Hohlmann (39. Minute) und Werner Hofmeister (42. Minute). In der zweiten Halbzeit gelang Spittal in der 72. Minute der entscheidende Siegestreffer durch Senad Tiganj.

Kraig mit guter Chance zu Beginn

Es waren ca. 300 Zuschauer auf den Sportplatz nach Kraig gekommen, um sich das erste Finalspiel im KFV-Villacher Bier Cup anzusehen und die Fußballfans wurden nicht enttäuscht, denn die Heimischen legten einen sehenswerten Start hin, hatten bereits in den Anfangsminuten eine ausgezeichnete Chance auf den Führungstreffer, aber Spittal-Goalie Adnan Adilovic konnte noch retten. Danach ging es Hin und Her, wirklich zwingende Möglichkeiten waren aber nicht dabei.

Spittal mit zwei Toren in Front

Nach und nach versucht dann Spittal, mehr Druck zu machen und in der 20. Minute kann man über ein Tor von Verteidiger Carlos Chaile jubeln, der einen Eckball per Kopf ins gegnerische Tor setzt. Nach dem 1:0 hat die Auswärtself etwas mehr vom Spiel, trotzdem ist Kraig bemüht, den Ausgleich zu machen. In der 34. Minute sind es wieder die Kicker von Trainer Wolfgang Oswald, die jubeln können, denn Manuel Plattner stellt auf 2:0.

Kraig mit Doppelschlag wieder im Spiel

Der Favorit führt mit 2:0, einige Zuschauer dachten wohl schon, das Spiel ist nach einer guten halben Stunde entschieden, aber da hatte man die Rechnung ohne Kraig gemacht. Auch die Spittaler waren sich ihrer Sache etwas zu sicher, gehen im weiteren Verlauf der Partie nicht mit letzter Konsequenz in die Zweikämpfe und lassen die Heimischen kommen, ein Fehler, wie sich kurz vor der Halbzeit herausstellen wird. In der 39. Minute kann Goalie Adnan Adilovic einen satten Schuss von Rene Hohlmann nur nach vorne abwehren und dieser ist selbst zur Stelle und verkürzt auf 1:2. Ehe Spittal richtig reagieren kann, steht es wenige Minuten später plötzlich 2:2, als nach einem schnellen Pass Werner Hofmeister Spittal-Verteidiger Claus Neidhardt stehen lässt und nur mehr den Spittaler-Schlussmann vor sich hat und den Ball im gegnerischen Gehäuse unterbringen kann. Mit diesem Unentschieden geht es dann auch in die Pause.

Ausgeglichene zweite Halbzeit

Nachdem Schiedsrichterin Tanja Schett die zweite Halbzeit anpfeift, ist es auf alle Fälle ein Spiel auf Augenhöhe, die Spittaler lassen den Gastgebern immer wieder genug Platz, um in die gegnerische Hälfte zu kommen. Die Oswald-Elf hat zwar auch die eine oder andere Torchance, aber es fehlt der letzte Pass, man geht nicht mit letzter Konsequenz zum Ball und so kann auch Kraig einige gute Chancen herausarbeiten. In der 72. Minute ist es dann Senad Tiganj, der den Kärntnerligist wieder in Führung bringt, mit einem Gewaltschuss aus ca. 20 Metern Entfernung versenkt er den Ball im rechten oberen Eck. In der letzten Viertelstunde hat Spittal anscheinend nur ein Ziel, nämlich den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Man lässt sich weit in die eigene Hälfte zurückfallen, daher kommt Kraig immer wieder gefährlich vors Tor, es gibt noch zwei ausgezeichnete Chancen aus Standards, am Ende bringt Spittal den knappen Vorsprung über die Zeit, am Mittwoch, den 6. Juni steigt das zweite Finalspiel am Kunstrasenplatz in Spittal.

Franz Zore (Trainer SV Hirter Kraig): "Uns fehlt einfach der Goalgetter, das ist klar. Aber ich muss zufrieden mit unserem Auftreten sein, wir haben uns wacker geschlagen und konnten den Spittalern Paroli bieten. Spittal hat größtenteils rein auf Konter gespielt, irgendwie hat der letzte Einsatz gefehlt und sie sind etwas arrogant aufgetreten. Wir freuen uns auf alle Fälle auf das Rückspiel in Spittal, werden alles geben."

Wolfgang Oswald (Trainer SV Spittal/Drau): "Das Einzige, was an diesem Nachmittag gestimmt hat, war das Endergebnis, es war ein glücklicher Sieg für uns. Kraig hatte einige gute Möglichkeiten am Ende, noch den Ausgleich zu erzielen. Wir sind nicht kompakt gestanden und der letzte Nachdruck hat gefehlt. Es werden sicherlich noch schwere 90 Minuten zuhause, nur wenn wir in der zweiten Partie 100% geben, können wir auch gewinnen."

von Almut Smoliner

 

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