"Wir sind frustriert" - Aufstiegsanwärter Siezenheim lässt in Schwarzach wichtige Punkte liegen

Zwar war es rechnerisch noch möglich, aber schier utopisch, dass der SV Schwarzach noch in ernsthafte Abstiegsnot gerät. Mit 28 gesammelten Zählern lag die Bosman-Truppe vor dem 23. Spieltag der 1. Landesliga auf Platz neun und somit zwölf Punkte vor dem Schleudersitz, auf dem der FC Hallein saß. Am gestrigen Freitagabend gastierte der UFC Siezenheim im Pongau, der sich indes berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Salzburger Liga machen durfte. Gerald Geier, der Sektionsleiter des SV Anthering, brachte es im Zuge des Expertentipps auf den Punkt: "Wer aufsteigen will, muss punkten." Gelang dies den Siezenheimern?

 

Nicht gegebener Elfmeter brachte Siezenheimer auf die Palme

Die, auf dem dritten Tabellenplatz positionierten Gäste erwischten den klar besseren Start in diese Begegnung. Siezenheim war nicht nur feldüberlegen, sondern verbuchte im Verlauf der ersten Halbzeit ein Chancenplus. Nachdem Schwarzachs Lintschinger verletzungsbedingt ausschied und von Pamminger ersetzt wurde, erhitzte eine strittige Strafraumsituation die Gemüter: Bei einem Vergehen eines Heim-Akteurs im eigenen "Sechzehner" blieb die Pfeife von Schiedsrichter Ramiz Begovic allerdings stumm. "Da wurde uns ein lupenreiner Elfmeter verwehrt", schimpfte Siezenheims Sportlicher Leiter bzw. Sektionsleiter Harald Franz. Weitere Höhepunkte blieben vor der Pause aus - so ging es mit einem torlosen Zwischenstand in die Katakomben.

 

Schwarzacher gelang der zweimalige Ausgleich

Nur wenige Augenblicke nachdem die Seiten gewechselt wurden, kam der UFC Siezenheim zum überfälligen Führungstreffer: Michael Prötsch schloss eine herrliche Kombination über mehrere Stationen erfolgreich ab und stellte auf 0:1 (51.). Die Hausherren stecken folglich nicht auf und erzielten in Minute 68 den Equalizer: Bei einem Gestocher in der Siezenheimer Box behielt Thomas Klammer die Übersicht und drückte das Runde ins Eckige - 1:1. Als Maximilian Karner im Endspurt einen Eckballtrick zum 1:2 verwandelte (84.), roch es schon ganz stark nach Auswärtssieg. Doch diese Rechnung hatte die Ikache-Truppe ohne den Schwarzachern aufgestellt. Denn nur vier Minuten nach der Karner-Bude fasste sich Fabio Amering aus der Distanz ein Herz und traf genau ins Schwarze - 2:2 (88.). Im absoluten Finish gingen dann noch einmal die Wogen hoch: Die Gäste nützten den Matchball zum 2:3, doch der Spielleiter kannte den Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht an. "Was er da gesehen hat, weiß keiner", war Franz nach dem Spielende auf 180. Somit blieb es letztendlich bei der Punkteteilung, die Franz alles andere als zufriedenstellte: "Wenn in so einer Partie ein Pongauer Schiri pfeift, bist du quasi schon verurteilt. Die Schwarzacher haben den Punkt wie einen Sieg gefeiert. Ich glaube, das sagt schon so einiges. Ich kann meiner Mannschaft gar keinen Vorwurf machen, aber wenn du so benachteiligt wirst, ist es einfach ein Wahnsinn. Wir sind frustriert."

 

Die Besten: Thomas Klammer (Mittelfeld); Maximilian Karner (Verteidigung), Michael Paier (Mittelfeld).

 

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