Neues Trainertrio soll Piesendorf Flügel verleihen

Ganz so smooth wie in der "Nullsaison", in der man als Aufsteiger auf dem fünften Rang überwintert hatte, wollte es für den USK Piesendorf im Herbst 2020 nicht laufen. Mit zwölf Points aus elf Begegnungen befinden sich die Pinzgauer in akuter Abstiegsgefahr. Weil die Zusammenarbeit mit Coach Hannes Schützinger kurz vor der Corona-Unterbrechung ein Ende nahm, war man zudem gespannt, inwiefern der frei gewordene Trainerstuhl nachbesetzt wird. Die Piesendorfer haben eine Lösung gefunden. Gemeinsam mit einem neu zusammengestellten Trainertrio soll im Laufe der Frühjahrssaison der Klassenerhalt her.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Nach bescheidenem Herbst: Piesendorf hofft auf baldigen Leistungsanstieg

Der Begriff Beständigkeit war bei den Piesendorfern im ersten Saisonabschnitt mit einem Fremdwort gleichzusetzen. "Unsere Herbstsaison verlief sehr durchwachsen. Nach guten Leistungen folgten, oft gerade gegen Tabellennachbarn, weniger gute Leistungen. Wir konnten selten den guten Flow der vorherigen Partie mitnehmen - so schwankten unsere Leistungen sehr stark", meint Manuel Entleitner, selbst aktiver USK-Kicker. Die Ursache für die fehlende Konstanz lässt sich laut Entleitner auf einen "sehr dünnen und jungen Kader" zurückführen. Das ständige Auf und Ab mündete letztendlich in einer unangenehmen 0:2-Schlappe beim Tabellenschlusslicht Grödig 1b, was kurz vor dem neuerlichen, coronabedingten Ligastopp zum Trainerabgang führte. Der Nachfolger, Herr Entleitner? "Wir haben uns nach langen Überlegungen für eine interne Lösung entschieden. Das Trainerteam setzt sich aus Goalgetter Daniel Wechselberger, Vereinsikone Gerald Dürlinger und mir zusammen. Zweitgenannter wird uns beiden bei den Spielen unterstützen."

 

Ziele

Obwohl dem USK Piesendorf im zweiten Saisonabschnitt noch ein langer, steiniger Weg bevorsteht und es noch viel harter Arbeit bedarf, will man den Absturz in die 2. Landesliga Süd unbedingt verhindern. "Das vorrangige Ziel ist natürlich der Klassenerhalt", bringt es Entleitner auf den Punkt. "Wir wollen so schnell wie möglich schauen, dass wir mit den Abstiegsplätzen nichts zu tun haben und uns im gesicherten Mittelfeld etablieren."

 

Transfers

Nach einem krassen Formalfehler, der im Sommer einen Transfer von Marco Zaisberger vom FC Zell nach Piesendorf zerplatzen ließ, wäre es eigentlich angedacht gewesen, dass der Spielerwechsel im zweiten, also im winterlichen Transferfenster über die Bühne geht. Die Betonung liegt auf eigentlich, denn wie vor kurzem bekannt wurde, entschied sich Zaisberger gegen den USK und zeitgleich für Salzburgligist Bramberg. "Marco ist ein toller Junge und ein richtig guter Fußballer. Der Abgang schmerzt unserem Verein natürlich sehr, da er eine tragende Figur in unserem Angriffsspiel war. Nichtsdestotrotz wünschen wir Marco alles Gute und natürlich wird die Tür für ihn in Piesendorf immer offen stehen", sagt Entleitner. Selbiges gilt auch für Maximilian Schmid, der sich wie Zaisberger künftig auf der großen Bühne Salzburger Liga zeigen will, ebenfalls in Bramberg anheuert. Zugänge wurden indes noch nicht vermeldet. "Es werden noch Gespräche mit 2-3 Spielern geführt. Wir hoffen stark, unseren Kader ein wenig verstärken zu können, wenngleich wir wissen, dass es kein leichtes Unterfangen ist, Transfers im Winter in trockene Tücher zu bringen", so Entleitner weiter. 

 

Vorbereitung

"Der Trainingsstart wird am 11. Jänner erfolgen, da ja unsere Saison am 6. März starten soll, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen", verrät Entleitner. Wegen dem Coronavirus verzichtet der aktuelle Tabellenzwölfte der 1. Landesliga auf ein Trainingslager. "Nicht schlimm", bekundet Entleitner und stellt klar: "Wir haben in Piesendorf einen Kunstrasenplatz, den wir dreimal pro Woche benützen können." Für lockere Beinchen soll in Zukunft Masseurin Lexy sorgen. "Wir hatten eine sehr turbulente Herbstsaison, was nicht nur auf das Virus zurückzuführen ist. Interne Umstrukturierungen, mehrere Abgänge und der vorzeitige Trainerwechsel waren für die sportlichen Leistungen im Herbst nicht wirklich förderlich. Mit Beginn der Vorbereitung möchten wir wieder Spaß und Elan in die Mannschaft bringen, um so auch wieder an die Erfolgserlebnisse des guten, letzten Jahres anknüpfen zu können. Mit der Einstellung von Lexy wurde bereits der erste Schritt in die richtige Richtung getan", meint Entleitner abschließend.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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