Trio weg, dennoch: USC Faistenau will Top-3-Platz

Mit einem Punkteschnitt von 2,25 pro Spiel konnte der USC Faistenau mit der verkürzten Herbstmeisterschaft 2020 sehr zufrieden sein. In der 2. Landesliga Nord war nur der ATSV, der im Durchschnitt 2,6 Points geholt hatte, erfolgreicher. Und auch heuer wird man nicht drumherum kommen, die Crew von Coach Stefan Pointner in Sachen Titelkampf auf dem Zettel zu haben. Zwar muss der Klub zukünftig seine Pläne ohne Andreas Schachner, David Reichinger und Ralph Itzlinger schmieden, dafür wurden vier Youngsters in den Kampfmannschaftskader integriert. Einer davon genoss sogar die Ausbildung bei Red Bull Salzburg.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Meisterschaftsannullierung: Okay, aber schade 

"Ich bin ja im Ligavorstand und stehe zu hundert Prozent hinter dieser Entscheidung", sagt Faistenau-Sektionsleiter Anton Leitner zur Tatsache, dass nach 2019/20 die zweite Saison en suite annulliert wurde. Zudem bestätigt er, dass 90% der 2. Landesliga Nord-Klubs gegen ein Weiterspielen waren: "Es haben noch einige Spiele gefehlt - das wäre sich zeitlich nicht mehr ausgegangen. Und wenn man bedenkt, dass die Veletzungsgefahr aufgrund einer zu kurzen Vorbereitungszeit deutlich höher ist, hätte es einfach keinen Sinn gemacht." Für seinen Klub, den USC Faistenau, ist das zweite Meisterschaftsaus binnen kürzester Zeit natürlich schade. Die Pointner-Crew zählte im Herbst 2020 nämlich zu den besten Teams der Liga, holte in acht Partien 18 Zähler. "Wir hatten eine super Truppe und einen super Lauf. Ich bin mir sicher, dass wir um den Meister mitgespielt hätten", zieht Leitner eine äußerst positive Bilanz.

 

Pointer-Buben wollen wieder ganz vorne mitmischen

So oder so ähnlich soll es auch künftig mit den Faistenauern weitergehen. Ziel für die kommende Spielzeit ist ein Platz unter den Top-3. Leitner ist sich sicher: "Mit dieser Mannschaft absolut machbar." Das Erfolgsrezept scheint eine gute Mischung aus auswärtigen und heimischen Kickern zu sein. Umso bitterer, dass genau jetzt drei Akteure nicht mehr zur Verfügung stehen: Andreas Schachner, David Reichinger und Ralph Itzlinger. Letztgenannter ist aktuell mit dem Hausbau beschäftigt, wird aber sicherlich das ein oder andere Mal für die Reservemannschaft auflaufen. Im Gegenzug durfte man sich über junge, talentierte Kicker freuen: "Martin West, Michael Ebner, Fabio Mösenbichler und Noel Huber wurden aus dem eigenen Nachwuchs hinaufgezogen. Huber hat sogar Red Bull-Vergangenheit", erklärt Leitner. Ebenfalls neu: Hans-Peter Helmlinger, der im Juli offiziell das Amt des sportlichen Leiters antreten wird.

 

Faistenau in 1. Cup-Runde klarer Favorit 

Zwei Testspiele haben die Mannen von Übungsleiter Stefan Pointner bereits in den Knochen: Zum Auftakt unterlag man in Fuschl mit 2:4, knapp eine Woche später wurde Hof mit 7:2 von der grünen Wiese gejagt. Das erste Pflichtspiel wird's für den USC am 17. Juli mit dem Cup-Erstrundenduell gegen Zweitklässler Lieferinger SV geben. "Ich sehe es als zusätzliches Vorbereitungsspiel. Nichtsdestotrotz darf Liefering keine Hürde sein, aber wie wir alle wissen, hat der Cup seine eigenen Regeln." Trotz Unterschied von zwei Ligen appelliert Leitner an seine Crew, den Underdog nicht zu unterschätzen: "Wenn du glaubst, dass es 70% auch tun, kann es ganz schnell ganz anders kommen."