FC Zell vor Neuorientierung: "Vereinseigene Spieler sollen mehr zum Zug kommen"

Der FC Zell am See ist mit großen Ambitionen in die letzte Spielzeit gegangen, allerdings konnten die Ziele und Wünsche nicht wirklich auf den grünen Rasen gezaubert werden. Während die Bergstädter in der Salzburger Liga etwas hinter den Erwartungen auf dem siebenten Platz abschlossen, gelang im Salzburger Landescup indes der Super-Clou. Mit dem sensationellen Finaleinzug winkte als Lohn das ÖFB-Cup-Ticket. Obwohl in der Sommerpause ein kleiner Umbruch stattgefunden hat, wollen die Zeller in der neuen Saison vorne ein Wörtchen mitreden.

 

Tolle Cup-Performance als Trostpflaster 

Der Start ins Spieljahr 2018/19 verlief für die Pinzgauer denkbar schlecht, gab's den ersten Sieg (3:0 im Derby gegen Bramberg) erst in Runde sechs. "Eigentlich wollten wir von Anfang an vorne mitmischen. Der Tabellenplatz nach den ersten Spieltagen war ernüchternd", zieht Zells Sportlicher Leiter Patrick Kasper ein erstes Fazit. Der Grund für das matte Abschneiden zum Auftakt wurde von Kasper rasch gefunden: "Innerhalb des Vereins, der Mannschaft gab es einige Unstimmigkeiten." Im weiteren Saisonverlauf konnten sich die Bergstädter jedoch steigern, rutschen als Tabellensechster ins neue Jahr, um letztendlich als Siebenter im Endklassement aufzuscheinen. "Die Leistungen in der Liga waren nicht zufriedenstellend. Dafür war der Cup so etwas wie eine Entschädigung", spricht Kasper das Erreichen des Endspieles an. Dort mussten sich die Zeller zwar Anif knapp mit 1:2 beugen, dennoch holte man sich mit dem Finaleinzug die Berechtigung für die Teilnahme am ÖFB-Cup. 

 

Kasper mit viel Optimismus: "Schlagkräftige Truppe kann vorne mitmischen" 

In der sommerlichen Zwischensaison vermeldete der Vorjahres-Siebente sämtliche Veränderungen. "Bei uns gibt es einige Zu- und Abgänge sowie einen neuen Trainer. Weil wir prinzipiell wollen, dass in Zukunft die vereinseigenen Spieler mehr zum Zug kommen sollen, haben wir den Kader mit etlichen 1b-Kickern sowie einem U16-Spieler aufgefüllt", befinden sich Kasper und seine Zeller im Umbruch. Tiefgestapelt wird dennoch nicht, wie auch Kasper unterstreicht: "Ich denke, dass wir trotzallem eine schlagkräftige Truppe haben, die vorne mitmischen kann."

 

Sieben Neue sollen die hinterlassenen Löcher der fünf Abwanderer stopfen

Wie der Sportliche Leiter vorhin bereits erwähnt hat, wird auf der Zeller Bank künftig ein neuer Coach zu sehen sein. Bernhard Hanser (zuletzt Mühlbach/Pzg) tritt in die Fußstapfen von Ex-Dompteur Burkhard Schaupper. Die weiteren Spielertransfers der Bergstädter auf einen Blick:

 

Zugänge: Peter Nindl (Kaprun), Robi Kajic (Piesendorf), Matija Vladic (Kroatien), Elias Zehentmayr, Luka Antelj, Felix Gussnig (alle eigene 1b) und Furkan Kurt (eigene U16).

Abgänge: Christoph Bernsteiner, Sebastian Ceol (beide Piesendorf), Marco Enzinger (Bramberg), Stipo Colic (FC Pinzgau) und Danijel Tosic (Puch). 

 

Alle einsteigen, es geht nach Oberösterreich

Nach etlichen Trainingseinheiten und den bereits absolvierten Tests gegen St. Johann (1:4) und Mittersill (6:0) wartet schon heute das ÖFB-Cup-Duell mit dem Regionalliga Mitte-Klub Gurten. "Natürlich hätten wir uns gerne einen Bundesligisten gewünscht, aber wir müssen es eh so nehmen wie es ist", ist Kasper mit dem Los nicht hundertprozentig happy. Nichtsdestotrotz wird es für den Sportlichen Leiter der Zeller eine neue Erfahrung sein: "Gurten ist eine gute Mannschaft, die in der Regionalliga im gesicherten Mittelfeld spielt. Da kommt eine echte Bewährungsprobe auf uns zu."

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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