Ganz schön zäh - SV Bürmoos hofft auf Ergebnis-Tuning im Frühjahr

Der SV Bürmoos wurde von vielen Ligaexperten als Geheimfavorit gehandelt. Absolut legitim, beendeten die Flachgauer die letzten drei Spielzeiten in der Salzburger Liga auf Rang sechs (2016/17), vier (2017/18) und fünf (2018/19). Weil aber der Motor der SVB-Maschinerie anfangs ziemlich stockte, konnte die Crew von Dompteur Bernhard Kletzl die Erwartungen im Herbst nicht hundertprozentig erfüllen. Summa summarum sprang die neunte Zwischenposition heraus - mit viel Luft nach oben. Bezüglich Spielerentwicklung zeigen sich die Bürmooser ganz happy, doch im zweiten Saisonabschnitt sollen auch die Resultate zufriedenstellende Formen annehmen.

 

Weder Fisch noch Fleisch

Neben den üblichen Verdächtigen wie Eugendorf oder Neumarkt tauchte im Hinblick auf einen Spitzenplatz in der Salzburger Liga auch der SV Bürmoos auf dem einen oder anderen Zettel auf. Definitiv nachvollziehbar, wenn man die Leistungen der Bürmooser in den letzten drei Spieljahren genauer unter die Lupe nahm. Nach Position sechs und vier gab's für die Kletzl-Männer zuletzt den tollen fünften Rang. So richtig wollte das Werkl der Bürmooser in diesem Spieljahr jedoch nicht laufen. Zwar gerieten die Flachgauer nie in den Abstiegsstrudel, doch unterm Strich war ein zwischenzeitlicher achter Platz das höchste der Gefühle. Nach 15 gespielten Runden musste sich der SVB mit der neunten Zwischenposition begnügen. "Im Prinzip bin ich nicht hundertprozentig zufrieden, aber auch nicht unzufrieden", meint Coach Kletzl. Als eine Ursache für die durchwachsene Herbstmeisterschaft nennt Kletzl "Verletzungspech", so mussten die Bürmooser im bisherigen Saisonverlauf immer wieder auf einige Stammkräfte verzichten. Was aber dem Bürmooser Trainer absolut positiv stimmt, ist die Entwicklung der Youngsters. "Wir haben vor der Saison ausschließlich junge Spieler geholt. Mit der Entwicklung bin ich sehr happy, mit den Spielergebnissen nicht", so Kletzl weiter.

 

Kletzls Wunschspieler soll helfen 

In der bevorstehenden Frühjahrsmeisterschaft will Bürmoos seiner zugeteilten Rolle gerecht werden. "Wir werden wieder voll angreifen und möchten die vor uns platzierten Mannschaften unter Druck setzen und wenn möglich noch den einen oder anderen Platz gutmachen", bläst Kletzl zum Angriff. Dazu soll Neuverpflichtung Daniel Leitz, der in der Winterpause von Freilassing in den Flachgau gewechselt ist, beitragen. "Ich wollte Daniel eigentlich im letzten Winter schon zu uns holen. Jetzt hat es Gott sei Dank geklappt", verrät Kletzl. Vom neuen Mann erwartet der Bürmoos-Trainer einiges: "Ein Spieler mit hohem Potenzial. Egal ob er über die Flügel oder aus dem Zentrum kommt - der kann Tore machen." Mit Raphael Clement und Bernhard Studener kehren zudem zwei Langzeitverletzte in den SVB-Kader zurück. Dahin ist hingegen ein Duo: Eric Schweighart und Stano Lazovic zieht es beide nach Oberndorf.

 

SVB-Vorbereitungstraining reich an Abwechslung

Nachdem bis Weihnachten pausiert wurde und die Spieler laut Trainer Kletzl "genügend Zeit zum Erholen" hatten, spulen die SVB-Akteure seit dem 2. Jänner einen individuell angefertigten Laufplan ab. Der offizielle Trainingsstart erfolgt schließlich am 27. Jänner. Die Rahmenbedingungen sind für den aktuellen Tabellenachten ausgezeichnet, wie auch Kletzl schildert: "Neben unserem Kunstrasenplatz haben wir auch noch die Möglichkeit, permanent die Halle in Bürmoos zu benutzen und ins Fitnessstudio zu gehen. Somit verläuft unsere Vorbereitungszeit sehr abwechslungsreich." Spätestens wenn es dann am 28. März in der Liga (zuhause gegen Hallwang) wieder ernst wird, werden die Anhänger der Bürmooser Fußballer ein altbekanntes Gesicht auf der Trainerbank zu sehen bekommen. Mit Robert Lehmann fungiert nämlich Kletzls ehemaliger "Co" künftig als Individualtrainer. "Ich bin froh, dass wir im Trainerstab so gut aufgestellt sind. Da möchte ich gerne auch meinen Co-Trainer Emre Ispiroglu und unseren Torwartcoach Alex Trappl erwähnen", strahlt Kletzl.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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