Rückblick auf den Herbst 2020 des FC Wacker Innsbruck II mit Trainer Richard Slezak

In der 2 Liga gehört der FC Wacker Innsbruck zu den Anwärtern auf den Aufstieg in die erste Bundesliga, in der Regionalliga Tirol ist Wacker Innsbruck II im Herbst 2020 mit einer komplett neu formierten Mannschaft angetreten. Das Potential des Teams war klar zu erkennen, es fehlt aber noch an Konstanz und Erfahrung. Trotzdem gibt es noch eine kleine Chance das Play-Off der Regionalliga West zu erreichen. Vier Spiele kann Wacker II aus dem Herbst noch nachtragen, es wird aber sicherlich sehr schwer sein noch in die Top-2 vorzustoßen. Trainer Richard Slezak geht davon aus, dass eventuell bereits im Februar 2021 die Nachtragsspiele absolviert werden. Ein bis fünf Spiele müssen ja die Teams noch nachtragen.

 

Wie ist man mit dem Verlauf der Herbstsaison zufrieden?

Richard Slezak, Trainer FC Wacker Innsbruck II: „Im Großen und Ganzen sind wir mit der Hinrunde zufrieden. Es wurde eine fast eine komplett neue Mannschaft zusammengestellt. In der Vorbereitung haben wir dann versucht eine Einheit zu bilden. Dadurch, dass der Kader sehr jung ist, kam es auch zu Schwankungen bezüglich der Konstanz der Leistungen. Durch diese Schwankungen haben wir einige Punkte liegen gelassen. Die Entwicklung der Spieler war gut. Als Amateur-Bundesliga Verein ist es unsere Aufgabe. Spieler für die erste Mannschaft zu entwickeln. Wir sind sehr froh, dass es einige Spieler, wie z.B. Merchas Doski und Denizcan Cosgun sowie andere Spieler geschafft haben, mit der ersten Mannschaft mitzutrainieren!“

Wie war die Stimmung innerhalb der Mannschaft?

Richard Slezak: „Die Herausforderung war es, aus jungen Spielern eine Einheit zu formen. Wir sind aber der Meinung, dass die Spieler in dieser Zeit gut zu einer Einheit zusammengewachsen sind. Auch die Atmosphäre im Training und bei den Spielen war immer sehr gut - jeder hat mitgezogen! Man wusste ja teilweise bis wenige Stunden vor dem Anpfiff nicht, ob überhaupt gespielt werden darf!“

Wie ist man mit dieser herausfordernden Situation umgegangen? Wie hat man die Spannung hochgehalten?

Richard Slezak: „Wir wussten schon länger, dass es durch Corona sicher immer wieder zu neuen Herausforderungen kommen wird. Wir haben uns aber auf jedes Spiel normal vorbereitet. Trainer und Spieler hatten ihren Fokus immer auf das nächste Spiel gerichtet. Keiner hat sich mit den Gedanken beschäftigt, ob das Spiel eventuell abgesagt werden muss. Wenn das Spiel dann abgesagt werden musste, waren natürlich die Spieler kurz enttäuscht. Zusammenfassend war es ein normaler Ablauf jede Woche - wie zu der Zeit ohne Corona!“

Gab es vereinsintern Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr in der Kabine bzw. auch in der Kantine möglichst gering zu halten?

Richard Slezak: „Um die Ansteckungsgefahr in der Kabine gering zu halten, kam jeder Spieler mit Mundnasenschutz zum Training. Es wurden auch Desinfektionsmittel, um die Hände zu reinigen, zur Verfügung gestellt.“

Können Sie den Stopp des Fußball-Unterhauses Anfang November nachvollziehen?

Richard Slezak: „Ja, vollkommen konnten wir den Stopp nachvollziehen. Die strengen Maßnahmen, dass nicht mehr trainiert werden kann, ist nicht so einfach, da Fußball ein Mannschaftsport ist. Unsere Spieler halten sich momentan mit Individualtraining fit. Diese Situation ist nicht nur für die Spieler eine Herausforderung, sondern auch für das Trainerteam des FC Wacker Innsbruck II!“

Denken Sie, dass – anders als im Frühjahr 2020 – im Frühjahr 2021 gespielt werden kann, also ab März oder April?

Richard Slezak: „Ich denke, dass im Frühjahr 2021 sicher wieder gespielt werden kann. Wir denken, dass es bereits Mitte Februar losgeht, da jede Mannschaft noch Nachholspiele hat.“

Im Herbst musste man ja coronabedingt mit deutlich weniger Zuschauern das Auslangen finden. Daraus resultierend kam es auch zu Umsatzeinbußen. Haben die Spieler auf Gehälter verzichtet?

Richard Slezak: „Kein Spieler musste auf seinen Gehalt verzichten!“

Rechnet man im Winter mit Transferbewegungen?

Richard Slezak: „Für die Weiterentwicklung der Mannschaft ist es immer gut, wenn neue junge Spieler mit Potential kommen. Unser Hauptaugenmerkmal liegt auf sehr junge Spielern, die auch das Potential haben, Profi zu werden. Wir wollen die Mannschaft kontinuierlich mit jungen Spielern verbessern. Es sind auch einige Spieler in der Mannschaft, die sehr wenig Spielpraxis bekommen haben. Auch hier überlegen wir was wir machen können, dass sie mehr Spielpraxis bekommen.“

Auf welchen Positionen sieht man Handlungsbedarf?

Richard Slezak: „Bei den Positionen Innenverteidiger und Sturm wollen wir die Qualität erhöhen!“

Ihre persönlichen Anliegen und Wünsche für den Winter 2020/21 und hoffentlich der planmäßigen Fortsetzung im März/April 2021?

Richard Slezak: „Ich bin ein Trainer - wie sicher jeder andere Trainer auch - der natürlich gewinnen will. Als zweite Mannschaft einer Bundesliga-Mannschaft geht es aber auch um die Entwicklung der Spieler. Natürlich ist unser Ziel unter die ersten zwei zu kommen. Sollte das nicht funktionieren, muss man das Ziel ändern und jungen Spielern mehr Chancen geben, dass sie sich weiterentwickeln können!“