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Daniel Osl, SV Telfs: „Mit unseren Fans im Rücken ist es enorm schwer uns zu besiegen!“

Der Grunddurchgang der Regionalliga Tirol im Herbst 2021 wurde lange Zeit absolut sensationell vom SV Telfs dominiert. Im Finish hatte aber Schwaz eine sehr starke Phase und Telfs konnte die letzte Heimpartie gegen Fügen wegen der neuerlich heftiger werdenden Corona-Problematik nicht mehr austragen. Gewinnt allerdings Telfs diese Nachtragspartie am 5. März 2022 gegen Fügen, steht man wieder auf dem zweiten Play-Off Platz. Co-Trainer Daniel Osl hält aber im ligaportal.at Tirol Interview den Ball flach. Telfs will die „Großen“ Schwaz, Kitzbühel und Wörgl aber auf alle Fälle ärgern!

 

Positive und negative Highlights im Herbst 2021?

Daniel Osl, Co-Trainer SV Telfs: „Nimmt man die - teils schweren - Verletzungen her, dann sind wohl die die negativen Ereignisse im Herbst 2021. Aber grundsätzlich muss man schon sagen, dass uns diesen Herbst vor der Saison und auch lange während der Saison, wirklich gar niemand zugetraut hat, ganz oben mitzuspielen. Wir waren von Runde drei bis sechzehn an der Tabellenspitze der Regionalliga Tirol. Leider hat es am Ende nicht ganz für den Winterkönig gereicht. Aber was den ganzen Herbst über von unserem Team geleistet wurde, ist schon fast eine kleine Sensation. Auch der Verein hat sich stetig weiterentwickelt und hat den Spielern eine tolles Umfeld geschaffen. Und natürlich darf man unsere treuen Fans nicht vergessen, die uns lautstark unterstützen. Zuhause sowieso, aber auch bei den Auswärtsspielen. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist unglaublich stark. Die neuen Spieler wurden sofort integriert und mit unseren Fans im Rücken ist es - vor allem zu Hause - enorm schwer uns zu schlagen!“

Wurden die angestrebten Ziele erreicht?

Daniel Osl: „Ein klares „ja“. Auch wenn wir am Ende gerne auch die Winterkrone mitgenommen hätten. Aber alles in allem war es ein sensationeller Herbst, in dem wir uns stark weiterentwickelt haben. Und ich denke mit Schwaz gibt es auch einen würdigen Winterkönig. Gratulation an dieser Stelle nach Schwaz.“

Welche Ziele hat man sich für das Frühjahr 2022 gesteckt?

Daniel Osl: „Natürlich haben wir jetzt die Chance ins Aufstiegs Play-Off zu kommen. Aber dies ist absolut kein Muss für unser Team und den Verein. Wir werden natürlich trotzdem alles versuchen es zu schaffen. Wenn es am Ende klappt, ist das eine tolle Sache für unsere Jungs, aber auch kein Beinbruch, wenn es nicht gelingt!“

Gibt es bereits fixe Kaderänderungen, werden Verstärkungen im Winter ins Auge gefasst, auf welchen Positionen?

Daniel Osl: „Nein. Jetzt heißt es vorerst einmal durchatmen und herunterkommen. Bin mir aber sicher, dass unserer sportlicher Leiter Stefan Höller im Hintergrund voller Tatendrang ist und sich gemeinsam mit unserem Coach Werner Rott reichlich Gedanken über die Zukunft der Mannschaft macht.“

Wie sind die Auswirkungen der Corona Pandemie bzw. neuerliche Verschärfung der Lage mit der 4. Welle?

Daniel Osl: „Leider wurde uns aufgrund Corona das letzte Heimspiel auf das Frühjahr 2022 verschoben. Ob das ein Vorteil ist oder nicht, wird sich Ende März zeigen. Wir nehmen es so wie es ist. Aber jetzt schon von einer Auswirkung der 4. Welle zu reden, ist zu früh. Mal abwarten, wie sich der Lockdown ausgewirkt hat. Ich hoffe jedenfalls, dass die Leute endlich den Ernst der Lage verstehen. Noch ein Frühjahr, das ins Wasser fällt, kann und darf es nicht geben.“

Persönliche Anliegen?

Daniel Osl: „Ich hoffe irgendwann wird der Zuschauerzuspruch dem Niveau der Liga gerecht. Und die Unterstützung der Einheimischen zu ihren Vereinen steigt wieder.“

Titelfavoriten in Ihrer Liga?

Daniel Osl: „Für mich ganz klar Wörgl. Allerdings hat sich Schwaz im Laufe des Herbstes stark gesteigert. Ich denke, dass diese beiden Team gemeinsam mit Kitzbühel um die oberen beiden Plätze spielen werden. Und wir werden versuchen die „Großen“ dieser Liga so lange wie möglich zu ärgern.“

Schafft es das Nationalteam zur WM Endrunde in Katar?

Daniel Osl: „Aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen wäre es wieder möglich. Wenn man die komplette Qualifikation her nimmt, haben sie es eigentlich nicht verdient bei einer Endrunde dabei zu sein. Aber bei gefühlten 1.000 Teams in Katar werden wir es hoffentlich auch schaffen. Jedenfalls stelle ich mir schon die Frage, ob es für alle interessanter ist, wenn beispielsweise Saudi Arabien und nicht Portugal bzw. Italien bei einer Endrunde dabei sind. Leider geht es wie in den meisten Fällen im Fußball immer um das liebe Geld und von dem können die, die sowieso genug haben, ohnehin nicht genug bekommen.“