Sensation perfekt: II. Liga Nord Aufsteiger USV Halbturn ist Herbstmeister

Der Aufstieg vom USV Halbturn klingt wie ein Märchen. Angefangen hat es in der 1. Klasse Nord, als Rust sein letztes Heimspiel der Frühjahrssaison gegen Oggau verloren hat und Halbturn dank dem besseren Torverhältnis auf den dritten Tabellenplatz gelandet ist, dass sie nun als Drittplatzierter in die II. Liga Nord aufgestiegen sind, verdankten die einer bestimmten Konstellation, da die verschiedenen Ligen und Klassen nach der Corona-Pause wieder aufgefüllt wurden. Schlussendlich sind sie in der II. Liga Nord gelandet und sorgen hier für Furore.

 Ligaportal.at sprach mit Sektionsleiter Werner Hoffmann, ob er vor dem Start in die Herbstsaison mit dieser Entwicklung gerechnet hat und wie er den Herbstmeistertitel einschätzt und was die Gründe für diesen überraschenden Erfolg waren.

Ligaportal: Haben sie vor Beginn der Hinrunde mit dem Herbstmeistertitel gerechnet?

Hoffmann: „Nein, denn als Drittplatzierter aufzusteigen, da waren unser Bestreben, einen gesicherten Mittelfeldplatz in der Tabelle zu belegen. Obwohl wir im Frühjahr in der 1. Klassen Nord eine hervorragende Serie hingelegt haben, und wir viele Mannschaften der II. Liga Nord aufgrund der Vorbereitungsspiele kannten, wäre gedanklich kein vorderer Platz infrage gekommen.“

Ligaportal: Sollte es zum Ende der Frühjahrssaison noch immer Platz eins sein, wollt ihr das Abenteuer Burgenlandliga in Angriff nehmen?

Hoffmann: „Wenn wir nicht aufsteigen wollen, dann droht der Zwangsabstieg, also werden wir auf den Aufstieg nicht verzichten. Eine schwere Aufgabe für einen Dorfverein, in dem fast nur heimischen Spieler im Kader sind. Aber wir feiern das nächste Jahr das 100-jährige Bestehen des Vereins, da wäre der Aufstieg in die Burgenlandliga das Nonplusultra.“

Ligaportal: Welchen Anteil an diesen Erfolg hat Trainer Peter Herglotz?

Hoffmann: „Der Herr Professor hat einen riesigen Anteil an diesem Erfolg, er ist einer der wenigen Trainer, die viele Spiele der Konkurrenten beobachten und wir haben viele Siege eingefahren, die uns aufgrund seiner taktischen Einstellung und der Mannschaftsaufstellung gelungen sind. Er kann die Mannschaft motivieren und es ziehen alle mit und das bringt summa summarum den momentanen Erfolg. Außerdem haben wir mit Marco Philip Hoffmann und Erik Takac zwei schussgewaltige Stürmer in unseren Reihen und die Defensive ist ein Bollwerk.“

Ligaportal: Nach dem Herbstmeistertitel, welche Ziele steckt Ihr Euch für die Rückrunde?

Hoffmann: „In einer Vorstandssitzung haben wir beschlossen, dass wir den Spielern den Aufstieg nicht verwehren können, sollten wir zum Saisonende noch an der Tabellenspitze stehen. Die ersten Spiele der Rückrunde werden zeigen, ob wir die Tabellenführung behalten können."

Ligaportal: Wie plant der USV die Wintervorbereitung? Haben die Spieler ein Heimprogramm zu absolvieren?

Hoffmann: „Wir haben drei Wochen nach der Beendigung der Meisterschaft noch trainiert, anschließend haben die Spieler einen Plan für das Heimtraining bekommen und sie treffen sich wöchentlich einmal zu einem Lauftraining. Wir beginnen am 20. Januar mit dem Mannschaftstraining und haben am 28. Januar das erste Vorbereitungsspiel gegen Andau geplant.“

Ligaportal: Hat sich der Erfolgslauf vom Herbst auch zuschauermäßig ausgezahlt?

Hoffmann: „Auf jeden Fall, wir hatten im Schnitt ca. 70 Zuschauer mehr pro Heimspiel.“

Ligaportal: Wer sind die ärgsten Konkurrenten um den Aufstieg?

Hoffmann: „Das ist schwer zu sagen, denn einige Vereine möchten gar nicht aufsteigen.“