Wolfsberg macht in Halbzeit zwei Tabula rasa

 Das zweite Spiel der 16. Meisterschaftsrunde der Kärntner-Liga bestritten am heutigen Donnerstag der Tabellenführer ATSV Wolfsberg und das Tabellenschlusslicht SC Landskron. Der Tabellenführer und große Favorit in diesem Spiel setzte sich schlussendlich klar und deutlich mit 5:1 durch, wobei Landskron die Lavanttaler aber doch fast eine Stunde lang recht gut ärgern konnte. Wieder einmal schwächte sich Landskron selbst, was dann wohl die endgültige Entscheidung herbeiführte.

Landskron fightet mit

In den ersten 45 Minuten sahen die Zuschauer eine aufrichtig kämpfende Landskroner Mannschaft die sich nicht versteckte. Die Wolfsberger gingen aber wie erwartet bereits in der achten Minute mit 1:0 in Führung nachdem Marcel Stoni eine Flanke per Kopf in die Maschen setzte. Diese schnelle Führung führte bei Wolfsberg aber einen gewissen Schlendrian herbei und man vermisste bei der Kirisits Elf den sonst so hervorragenden Kampfgeist. Deshalb blieb es bis zum Pausenpfiff auch nur beim knappen 1:0 für die Heimischen.

Ausgleich lässt Wolfsberg aufwachen

In der zweiten Halbzeit trauten die Zuschauer zuerst ihren Augen nicht, denn das abgeschlagene Tabellenschlusslicht war plötzlich voll da und konnte in der 51. Minute durch Julian Brandstätter sogar den Ausgleich zum 1:1 erzielen. Er schloss einen schönen Konter über die Außenbahn nach einer Flanke von Mario Lassnig ab. Dieses Gegentor zeigte der Heimmannschaft, dass es ohne zu kämpfen nicht gehen wird und plötzlich hatte man das Gefühl, dass die Wolfsberger einen Schalter umlegen. Bereits in der 57. Minute konnte Patrick Marzi nach einem per Kopf abgewehrten Eckball aus cirka 20 Metern zum 2:1 einschießen.

Sinnlose rote Karte bringt Landskron endgültig auf Verliererstraße

In der 60. Minute musste Landskron einen Ausschluss hinnehmen. Nach einem Foul an einem Landskroner Spieler stieß Andreas Orter einen Gegenspieler mit den Händen weg und erhielt dafür zurecht die rote Karte wegen einer Tätlichkeit. Damit schwächten sich die Landskroner zum wiederholten Male selbst und waren numerisch unterlegen chancenlos.

Wolfsberg macht den Sack zu

Jetzt machte Wolfsberg Dampf und ließ den Gästen nicht mehr den Funken einer Chance. In der 64. Minute spritzte Philipp Sattler in einen Pass von Gernot Rainer hinein und netzte zum 3:1 ein. Nur acht Minuten später drehte Alexander Kirisits jubelnd ab nachdem er einen Pass von halb rechts annehmen konnte, den Tormann der Landskroner umkreiste und zum 4:1 einnetzte. In der 75. Minute setzte Christian Samitsch mit einem verwerteten Stanglpass zum 5:1 den Schlusspunkt in dieser Partie. Am Ende ein verdienter Sieg für Wolfsberg, wobei sich Landskron zumindest 55 Minuten lang doch recht teuer verkaufen konnte.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Marx, Sektionsleiter des ATSV Wolfsberg: "War haben eigentlich gut begonnen, ließen aber nach dem 1:0 etwas die Aggressivität vermissen. Erst nach dem Ausgleich gaben wir wieder Gas und haben am Ende auch in dieser Höhe absolut verdient gewonnen. Man muss unserer gesamten Mannschaft ein Pauschallob aussprechen, denn die Leistungen im Herbst waren teilweise sensationell. Jetzt werden wir einmal anständig feiern um uns dann gut für das Frühjahr vorzubereiten."

Die Besten: Pauschallob

Dieter Berger, Interimstrainer des SC Landskron: "Schade, wir haben heute zeitweise gut mitgehalten und wenn nicht dieser absolut sinnlose Ausschluss gekommen wäre, hätten wir um ein X mitgekämpft. Numerisch unterlegen hatten wir aber keine Chance mehr und mussten uns am Ende verdient geschlagen geben. In einer Woche ist Vorstandssitzung und dann wird der weitere Fahrplan festgelegt. Fix ist, dass sich Trainermäßig etwas tun wird."

Die Besten: keiner

 

von Kurt Rieger

 

 

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