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Meisterporträt: Admira Villach

Bis zur neuen Saison in rund einer Woche wollen wir euch die Meistervereine etwas näher bringen. Was treibt sie an, welche Geschichte steckt hinter den Erfolgreichsten in den KFV-Gewässern? Heute ist der ESV Admira Villach dran, ein echter Traditionsverein mit großartiger Vergangenheit und toller Perspektive für die unmittelbare Zukunft. Die Villacher gewannen in einem Fotofinish die letzte Spielzeit der Unterliga West und steigen erstmals seit 53 Jahren wieder in die Landesliga auf. 

 

Die Geschichte der Admira begann knapp oder während dem zweiten Weltkrieg, zu einer Zeit, als an einen geregelten Spielbetrieb nicht zu denken war. Direkt nach dem Kriege war man aber dafür als (Wieder)Gründungsmitglied des KFV sofort dabei und erreichte schnell die höchsten Weihen des damaligen Amateurfußballs.

Landesmeister, Tauernliga, ÖFB-Cup

Nach dem ersten Landesmeistertitel 1950 stieg die Truppe in die Tauernliga auf, wo sich sie mit Unterbrechungen bis zur Auflösung 1959 hielt. In diese Zeit fällt auch der Wiederaufstieg 1957, der zweite und bislang letzte Gewinn der Kärntner Liga. 1963 gelang im ÖFB-Cup der Einzug in das Achtelfinale, dort war daheim mit 1:2 gegen Elektra Wien Endstation.

Ab Ende der 60er Unterliga und 1. Klasse

1967/68 gab es eine völlig verkorkste Saison mit nur 8 Punkten 10 nach der -Punkte-Regel). Die Admira stieg in die Unterliga ab, blieb bis zur Saison 1974/75 dort im Mittelfeld, ehe sie erstmals in die 1. Klasse runter rutschte. Nach erneutem Wiederaufstieg blieben die Völkendorfer bis Mitte der 80er ein Fixbestandteil der Westliga. Ab diesem Zeitpunkt pendelte dann der Verein regelmäßig zwischen der 1. Klasse und der Unterliga ein, ehe 2021 der Wiederaufstieg nach 53 langen Jahren gelang.

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Nach 53 Jahren wieder in der Kärntner Liga: ESV Admira Villach Foto: KFV/Admira

Meister nach Tordifferenz

In der letzten Spielzeit lachte Nußdorf als Winterkönig von der Tabellenspitze, die Osttiroler lagen genau sechs Punkte bei zwei Spielen weniger vor den Villachern, die ihrerseits mit der besseren Tordifferenz da standen. Nach den ursprünglichen Bestimmungen drohte schon ein riesiger Streit vom Zaun zu brechen, die Admira bestand darauf, die beiden ausstehenden Spiele in Osttirol abwickeln zu dürfen und bekam das zugestanden. Zu dem Zeitpunkt war dann auch bereits klar, dass Nußdorf verzichtet, sogar wenn die Führung hält.

Bei Thal/Assling (das seinerseits noch eine Chance bei drei Siegen aufwies) gab es ein gefeiertes 3:1, der Aufstieg war in trockenen Tüchern. Die Kirsche auf der Torte folgte eine Woche später mit dem Last-Minute-Sieg bei Matrei, wodurch die Elf von Christian Rauter in Style, nämlich als Meister aufstieg.

Für die nächste Saison ist der Klassenerhalt geplant. Besonders freut man sich auf die Derbys gegen St. Jakob, das erste gleich zum Auftakt.

Zugänge: Patrick Gailer (Dellach/Gail), Raphael Knoflach (Lendorf), Manuel Guggenberger (Magdalen), Denny Kudler (Rosegg), Florian Uggowitzer (Maria Gail), Co-Trainer Robert Kontic.
Abgänge: Noah Schaflechner und Mario Egger (beide Karriereende)

 

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