SG Perwang/Michaelbeuern: Schmaler Grad zwischen Freud und Leid

Im ersten Saisonabschnitt der 2. Klasse Nord A stellte die SG Perwang/Michaelbeuern die Weichen voll und ganz auf Aufstieg in die 1. Klasse Nord. Die Truppe von Trainer Markus Pöschl räumte gehörig ab, durfte in elf Begegnungen ganze neun Siege bejubeln und teilte sich zweimal mit dem jeweiligen Gegner die Punkte. Nun wird die tolle Herbst-Performance zum Leidwesen der Spielgemeinschaft nicht honoriert. Einen Funken Hoffnung gibt's trotzdem, könnte das FC Hallein-Out und der mögliche Zell-Ausstieg aus der Salzburger Liga den Pöschl-Kickern in die Karten spielen.

 

 

 

Verlieren war für die SG im Herbst ein Fremdwort

Mit zwei Auftaktsiegen gegen Leopoldskron-Moos (4:2) und gegen den SSK (5:1) zeigte die Spielgemeinschaft Perwang/Michaelbeuern gleich von Beginn an, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Bis zur Winterpause folgten weitere sieben volle Erfolge, lediglich bei der Bergheimer 1b (1:1) und in Schleedorf (0:0) musste sich die Pöschl-Crew mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Die logische Konsequenz? Herbstmeistertitel und der miteinander vertaktete Gewinn der Winterkrone. Im Hinblick auf den zweiten Saisonabschnitt sollte die SG aus der Pole-Position starten - und das mit einem gemütlichen Punktepolster von fünf Zählern auf den ersten Verfolger Bürmoos 1b. Es bedarf also keine mathematische Glanzleistung, um zu erkennen, dass sich der Leader etwas mehr als einen Ausrutscher leisten konnte, ohne den Sonnenplatz der Tabelle zu verlieren.

 

ÖFB-Entscheid für Perwang/Michaelbeuern ein Schlag ins Gesicht

Die aktuell herrschende Corona-Pandemie machte der Pöschl-Truppe allerdings einen Strich durch die Rechnung. Der Mann mit dem Hammer kam schlussendlich am Mittwoch dieser Woche, als das ÖFB-Präsidium einen Meisterschaftsabbruch ohne Wertung beschloss. "Für uns ist das natürlich der absolute Worst Case", seufzt Markus Spatzenegger, der Sportliche Leiter der SG Perwang/Michaelbeuern. Die, bei der Videokonferenz getroffene Entscheidung des Österreichischen Fußball-Bundes löste im Norden Salzburgs respektive im angrenzenten oberösterreichischen Perwang viel Kopfschütteln aus. "Es ist meiner Meinung nach die unfairste Lösung gegenüber den Mannschaften, die im Herbst gut gearbeitet haben", fügt Spatzenegger hinzu. Das schwer zu lesende Buch wüsste Spatzenegger zudem anders zu entziffern: "Dass die Tabellenführer aufsteigen, aber im Gegenzug keiner absteigt wäre mein Lösungsvorschlag gewesen." Bittere Randnotiz: Nachdem der eigenständige USV Perwang im Spieljahr 2016/17 als Vizemeister nur hauchdünn an der Reise in die 1. Klasse Nord vorbeigeschrammt war, erreichte die installierte Spielgemeinschaft Perwang/Michaelbeuern in der Folgesaison Platz drei, ehe in der abgelaufenen Spielzeit gar Position zwei heraussprang.

 

Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht

Der letztjährige Vizemeistertitel scheint nun aber Goldes wert zu sein, zumal durch den Rückzug des FC Hallein in der 2. Landesliga Nord der freie Platz mit einem Team der 1. Klasse Nord (aller Voraussicht nach Oberndorf) aufgefüllt und dementsprechend auch in der 1. Klasse Nord ein Platz frei werden wird. Demnach würden die '18/19-Vizemeister der 2. Klasse Nord A und B (Perwang/Michaelbeuern und Ebenau) im Zuge einer Relegationspartie um das heißbegehrte Aufstiegsticket fighten. Sollte sich auch Zell am See entscheiden, sich aus der Salzburger Liga zurückzuziehen um einen Neustart in der 2. Klasse Süd/West zu wagen, könnte es durchaus sein, dass die Bahn sogar für beide "Zweitklassler" frei werden wird.

 

 

Wichtigste Fakten zur Abbruch-Saison 2019/20:

 

Herbstmeister und Winterkönig: SG Perwang/Michaelbeuern

Top-Torjäger: Benjamin Leukermoser (TSV Neumarkt 1b), Rudolf Mühlfellner (SG Perwang/Michaelbeuern) und Ronald Reiter (UFC Leopoldskron-Moos) - jeweils 12 Tore

Höchster Sieg: SV Straßwalchen 1b (10:1 gegen UFC SV Hallwang 1b)

Meiste erzielte Tore: FC Bergheim 1b (37)

Wenigste erzielte Tore: UFC SV Hallwang 1b (8)

Meiste kassierte Tore: UFC SV Hallwang 1b (54)

Wenigste kassierte Tore: SG Perwang/Michaelbeuern (10)

Fairstes Team: TSV Neumarkt 1b (13 Strafpunkte) 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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