Wie schon in den vergangenen Jahren: USK Obertrum will zum elitären Kreis der 2. Landesliga Nord gehören

In der "Null-Saison" 2020/21 bewegte sich der USK Obertrum im verkehrsberuhigten Bereich der 2. Landesliga Nord. Trotz kleineren Einsparungen wollen sich die Trumer auch heuer wieder im oberen Tabellendrittel wiederfinden. Zusätzliche Motivation: Pünktlich zum Saisonstart wird die Generalsanierung der Sportanlage abgeschlossen sein.

Fotocredit: USK Obertrum

 

Abbruch im Unterhaus - Winkler: "Für Mannschaften, die viel investieren, problematisch" 

No na, war der neuerliche Meisterschaftsabbruch auch in Obertrum ein heißgekochtes Thema. Eines, das man aus Sicht von Klubobmann Robert Winkler von verschiedenen Gesichtspunkten aus beurteilen muss: "Würde ich der Obmann von Eugendorf sein, dann wäre ich jetzt ziemlich sauer. Die wurden zweimal hintereinander als Tabellenführer der Salzburger Liga zurückgewunken. Generell ist es gerade für Mannschaften, die viel investiert haben, problematisch. Rein gesundheitlich gesehen war es aber sicherlich die richtige Entscheidung." Für die Trumer selbst, die sich mit einem Punkteschnitt von 1,56 zwar in den Top-6 aufhielten, dem Leader ATSV allerdings nicht das Wasser reichen konnten, war die Saisonannullierung kein Beinbruch. "Wir hatten weder mit Auf- noch Abstieg etwas zu tun. Für uns war es somit kein großes Drama", sagt Winkler.

 

Vorderes Tabellendrittel als Ziel, Liebäugelei mit Aufstieg

In der kommenden Saison wollen die Trumer mit dem Spielmaterial, das momentan auf der Habenseite steht, das bestmögliche Resultat erzielen. Winkler konkretisiert: "Einen Platz im vorderen Tabellendrittel." Nach den Abgängen von Hasudin Rasidovic zum ASV und Mario Jakovljevic (Karriereende) wurde der Spielerkader zumindest mit Sinisa Kostic (Leopoldskron), Philipp Lindner (Eugendorf 1b) und Florian Strasser verstärkt. Auf Teufel komm raus wollten und wollen Winkler und seine Obertrumer nicht einkaufen. Diese eher aufs Sparen bedachte Philosophie hat zwei Ursachen. Einerseits will man den eigenen Spielern durch etwaige Neuverpflichtungen nicht den Weg verstellen, andererseits sitzt die Kohle in Zeiten von Corona nicht mehr ganz so locker. "Unser Hauptsponsor, die Privatbrauerei Trumer, hat nicht mehr den Sponsorbetrag bezahlt, wie es noch vor der Pandemie der Fall war. Klar, auch die haben ihre Leute in Kurzarbeit schicken müssen. Und wenn dann weitere gute Einnahmequellen wie zum Beispiel das Marktfest, Oktoberfest, Barbarafest oder der autofreie Tag ausfallen, tut das schon sehr weh", beklagt Winkler, der die Spielerprämien dieser schwierigen Zeit ebenso anpassen musste. Dennoch könnte es gut möglich sein, dass es dann im Winter zu einer Art Kader-Facelifiting kommt. "Wenn wir eine realistische Aufstiegschance haben, werden wir eventuell nachjustieren", verrät Winkler. In der 2. Landesliga Nord stehen, aufgrund der bevorstehenden Reform, ja zweieinhalb Aufstiegstickets (1. und 2. fix, 3. womöglich Relegation) für die 1. Landesliga zur Verfügung.

 

Forderndes Testspielprogramm

Übungsleiter Stanislav Stevic und sein Team trainieren seit 19. Mai. Die Testspiele, die bereits fix ausgemacht wurden, werden es in sich haben. Winkler erklärt: "Wenn ich mir die Liste so ansehe, sehe ich viele starke Gegner. Aber wie Stani, unser Trainer, so schön sagt: Du kannst nur von den starken Mannschaften lernen". Los geht's für den USK Obertrum bereits nächste Woche, wo in Eugendorf gegen den Salzburger Liga-Dominator der letzten zwei "Null-Saisonen" getestet wird. "Die meisten Vorbereitungsspiele werden wir auswärts bestreiten", ergänzt Winkler. Der Grund sind die finalen Arbeiten an der eigenen Sportanlage. "Nachdem der Rasen im Frühjahr recht spärlich gewachsen ist, fehlt nicht mehr viel. Aktuell werden die Sitzbänke und Werbebanden montiert", freut sich Winkler über die dann abgeschlossene Generalsanierung, die übrigens 300m² mehr Spielfläche bieten wird. "Das müssen wir dann noch kommissionieren lassen."