Niederlage im Elfmeterschießen - Saalbach schrammt knapp an Cup-Überraschung vorbei!

Gestern wurde der Ligaalltag beiseite gerückt und die dritte Runde des Salzburger Landescups ausgetragen. Im Hinterglemmer Waldstadion kam es dabei zum Duell zwischen dem hiesigen USC Saalbach-Hinterglemm (2. Landesliga Süd) und dem SV Schwarzach (1. Landesliga). Auf dem Weg in diese dritte Runde schalteten die Glemmtaler erst Leogang (3:1) und danach Neukirchen (5:2) aus. Die Pongauer setzten sich indes gegen Pfarrwerfen (2:1) und Bad Hofgastein (1:0) durch. Favoritenrolle klar verteilt? Nicht im Geringsten.

 

 

Glemmtaler "zeigten den besseren Fußball"

Das Schmuckkästchen des USC Saalbach-Hinterglemm lockte ganze 400 Zuseher an, die für eine prächtige Stimmung sorgten. Der leicht favorisierte SV Schwarzach begann schwungvoll, nach etwa zehn Minuten übernahmen aber die Hausherren das Kommando. Und wie. Während die Pongauer ihr Glück mit hohen Bällen suchten, konnten die Glemmtaler spielerisch auf allen Linien überzeugen. "So stark habe ich meine Jungs selten gesehen", war Saalbachs Trainer Josef Kendler mit der Darbietung seiner Mannschaft hochzufrieden. Kurz vor der Halbzeitpause die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für den USC: Embacher hebelte mit einem Pass die komplette Gäste-Defensive aus, Keils anschließende Flanke fand genau den Kopf von Goalgetter Bartlmä Schwabl, der gekonnt zum 1:0 einnickte (37.).

 

Hausherren brachten sich fast um ihre Früchte - die Betonung liegt auf fast

Im zweiten Spielabschnitt legten die Schwarzacher einen Gang zu und konnten das hervorragende Spiel der Heimischen etwas unterbinden. Chancen gab es auf beiden Seiten, wobei man das Gefühl hatte, dass die Glemmtaler ihrem zweiten Treffer ein Stück weit näher waren als Schwarzach dem Ausgleichstreffer. "Wie schon in St. Veit haben wir die Konter nicht sauber zu Ende gespielt. Oft fehlte der letzte Pass", erzählte Kendler. Die Minuten im Hinterglemmer Waldstadion verstrichen und schön langsam roch es nach einer kleinen Cup-Überraschung. Im Finish ging es aber noch einmal Schlag auf Schlag. Nach einem individuellen Fehler in der Heim-Abwehr verwertete Michael Ammerer einen Stangler zum zwischenzeitlichen 1:1 (82.). Wenig später zirkelte Alexander Huber einen Freistoß in die Maschen und stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf - 1:2 (88.). Hängende Köpfe bei den Saalbach-Hinterglemmern? Nein. Die Gastgeber warfen noch einmal alles nach vorne und konnten sich dafür in allerletzter Minute belohnen. Ein schnell abgespielter Freistoß legte die Pongauer Abwehr lahm und Bartlmä Schwabl sorgte mit einem staubtrockenen Schuss ins lange Eck zum vielumjubelten Ausgleich - 2:2 (90.). Wenige Augenblicke später war Schluss und gleichzeitig klar: Der Sieger musste im Elfmeterschießen ermittelt werden.

 

Kendler-Boys versagten die Nerven

Das Elfmeterschießen war letztlich eine klare Angelegenheit. Nachdem auf Seiten der Heimischen Bartlmä Schwabl und Maximilian Winkler ihre Elfmeter verwandeln konnten, zimmerten Rene Schwabl und Kapo Patrick Enn ihre Versuche in Richtung Hinterglemmer Nachthimmel. Bei Schwarzach behielten Florian Schwabl, Thomas Klammer, Alexander Huber und Bülent Özturk allesamt die Nerven. Die Gäste jubelten schlussendlich über einen 4:2-Sieg im Elferschießen und stiegen in die nächste Runde auf. Der Gegner? SV Straßwalchen.

 

Josef Kendler (Trainer, USC Saalbach-Hinterglemm)

"Natürlich ist es bitter wenn du im Elfmeterschießen ausscheidest. Aber es war ein großer Fußballabend. Über weite Strecken haben wir den besseren Fußball gezeigt und einen starken Verein aus der 1. Landesliga an den Rand einer Niederlage bringen können."

 

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