Trotz knapper 1:2-Pleite: SV Seekirchen mit "cooler" Gesamtsituation zufrieden

In der allerletzten Runde des Jahres 2019 trafen im Sportzentrum Aug der heimische SV Seekirchen und der USK Maximarkt Anif aufeinander. Während es für die Schriebl-Boys (fix auf Platz drei) quasi um die Goldene Ananas ging, wollten die Männer von Gäste-Coach Raphael Ikache die vierte Tabellenposition unter Dach und Fach bringen. Das gelang auch. Weil Florian Wiedl und Thomas Höltschl die Anifer komfortabel mit 2:0 voranbrachten und Seekirchen nicht mehr als der Anschlusstreffer gelingen wollte, wird der Ikache-Truppe wohl der vierte Rang bleiben. Zwar ist rechnerisch noch alles möglich, doch da müsste St. Johann morgen den SAK mit zehn Toren Unterschied vom Platz knallen.

 

Schriebl-Schützlinge machten das Spiel, Anif das Tor

Circa 150 Augenzeugen sahen von Beginn an ein intensiv geführtes Freitagabend-Spiel. Nach exakt 18 gespielten Minuten stand ein 0:1 auf der Anzeigetafel - Florian Wiedl schoss seinen USK in Front. Bitterer Beigeschmack für Seekirchen: Beim Gegentreffer agierte der Tabellendritte, aufgrund der Behandlung eines angeschlagenen Spielers, in Unterzahl. "Das war aber auch alles, was von Anif in den ersten 45 Minuten kam", berichtete Alexander Schriebl, der Trainer des SV Seekirchen. Schriebl sah in der weiteren Folge eine sehr dominant auftretende Heimelf, die aus der Feldüberlegenheit allerdings keine Nutzen ziehen konnte.

 

Strittig: Freistoß statt Elfer

In Durchgang zwei spulten die Seekirchner weiterhin ihr Pensum ab. In der 52. Spielminute folgte jedoch die nächste kalte Dusche: Florian Wiedl zog von links nach innen, steckte durch auf Rene Zia, der mit seinem Abschluss an SVS-Keeper Severin Heuberger scheiterte - den Abpraller versenkte Thomas Höltschl in den Maschen - 0:2. "Da haben wir geschlafen", stöhnte Schriebl. Die Heimischen standen nun mit dem Rücken zur Wand und waren fast schon verpflichtet, voll und ganz ins Risiko zu gehen. Diese Tatsache ermöglichte den Anifern im Konter noch mehr Räume, was schließlich beinahe zum 0:3 geführt hätte. "Der Ball sauste knapp am langen Eck vorbei. Da hat wirklich nicht viel gefehlt", blieben Schriebl und seine Kicker nach wie vor im Spiel. Als Michael Aigner nach Fabian Neumayr-Zuspiel Anif-Goalie Josef Stadlbauer mustergültig überhob, kam im Sportzentrum Aug noch einmal Hochspannung auf - 1:2 (73.). Im Finish haderten drückende Hausherren mit dem Urteil des Referees. "Wir hätten einen Elfmeter bekommen müssen, der Schiedsrichter entschied allerdings auf Freistoß", schilderte Schriebl. Weil die Schlusspower der Seekirchner letztlich keine Früchte trug, blieb es beim knappen 2:1-Auswärtserfolg für die Anifer. "Wir haben generell ein gutes Spiel gezeigt und eine hervorragende Leistung geboten. Trotz der heutigen Niederlage sind wir mit dieser coolen Partie happy, mit Platz drei sowieso. Ich bin stolz auf die Mannschaft", lautete Schriebls finales Statement.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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