Bojceski-Crew freut's: Kuchl mit "sehr ärgerlichem Jahresabschluss"

Weil dem SV Kuchl im Hinspiel ein Goal von Elvin Pargan nicht gereicht und der SV Grödig durch die Treffer von Lukas Schubert und Valdrin Kadrija den Turnaround geschafft hatte, waren die Tennengauer im heutigen Wiedersehen auf Revanche aus. Zur Freude des ehemaligen Bundesligisten glückte das Kuchler Vorhaben nicht. Nach einem torlosen ersten Durchgang zeigte sich die Elf von Miroslav Bojceski wesentlich treffsicherer und durfte schlussendlich einen wahrlich nicht unverdienten 3:1-Heimsieg bejubeln.

 

 

Nach gutem Beginn: Grödig kam mit blauem Auge davon

In den ersten 20 Minuten konnten die Hausherren auf fast allen Linien überzeugen. "Der Start war gut. Ohne uns hundertprozentige Möglichkeiten herauszuspielen, waren wir dem Gegner überlegen", resümierte Bojceski, der einen Stefan Federer-Weitschuss sowie eine Halbchance von Petrit Nika sah. Aus heiterem Himmel fiel dann beinahe das 0:1. "Da haben wir uns einen gravierenden individuellen Fehler geleistet", berichtete Bojceski. Ein Rückpass zu Heim-Schlussmann Paul Mayerhofer viel zu kurz aus, der sich im anschließenden Eins-gegen-Eins allerdings auszeichnen und dem Kuchler Angreifer die Pille vom Fuß stibitzen konnte. "Das wäre zu diesem Zeitpunkt nicht verdient gewesen, aber es eigentlich hätte es 0:1 stehen müssen", atmete Bojceski tief durch. Nach dem Fast-Führungstreffer der Gäste machte sich auf Seiten der Hausherren eine gewisse Unsicherheit breit. Der SVK wusste dies allerdings nicht auszunutzen, weswegen es letztlich mit einem torlosen Gleichstand in die Kabinen ging. "Zum Tor hin und spielerisch im Mittelfeld war es heute einfach zu wenig. Nichtsdestotrotz waren die Chancen, das Spiel auf unsere Seite zu lenken, da", meinte Kuchl-Dompteur Mario Helmlinger.

 

SVG mit mehr Speed zum "Dreier"

"Damit Kuchl nicht mehr so viel Zeit beim Verschieben hat, haben wir uns vorgenommen, mehr Tempo in unser Spiel zu bringen", erklärte Bojceski. Diese Anweisung nahmen sich die Grödiger scheinbar zu Herzen, traten sie nach dem Seitenwechsel doch wesentlich ambitionierter auf. Der Torbann war schließlich in der 64. Spielminute gebrochen, als Eyüp Erdogan einen Stanglpass von Patrick Schober über die Linie drückte - 1:0. Sechs Minuten später legte der Bojceski-Trupp nach: Nach einem Ballgewinn drückten die Hausherren auf die Tube, Matthias Finder zu Petrit Nika, der durch die Hosenträger von Gäste-Goalie Tommy Plainer - 2:0 (70.). Exakt zehn Minuten danach kamen die Tennengauer noch einmal zurück in die Partie: Matthias Seidl setzte erst einen Freistoß in die Mauer, den zweiten Versuch knallte er in die Hütte - 2:1 (80.). Kompakte und auf Konter lauernde Gastgeber packten in Minute 84 dann wohl endgültig den Deckel drauf: Nach einem Individualfehler der Kuchler Innenverteidigung und anschließendem Foul an Petrit Nika, blieb dem Schiedsrichter Samuel Sampl nichts anderes übrig, als auf Elfmeter für Grödig zu entscheiden. Robert Völkl nahm die Challenge an und legte das Ei gekonnt ins Nest - 3:1. Gleichzeitig auch der Schlusspunkt in dieser Begegnung. "Diesen Sieg haben wir uns verdient, weil wir in Summe die bessere Mannschaft waren und wenig zugelassen haben", bilanzierte Bojceski. Helmlinger zeigte sich indes zornig: "Ein sehr ärgerlicher Jahresabschluss, den wir uns definitiv anders vorgestellt hätten."

 

Die Besten bei Grödig: Paul Mayerhofer (TW), Sebastian Rauter (IV), Petrit Nika (ST), Julian Vincetic (IV).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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