Salzburger Liga

"War schon eine Gemeinheit" - Salzburger Austria hadert gegen Hallein mit Schiedsrichterleistung

In den ersten beiden Begegnungen der Frühjahrsmeisterschaft kränkelte der SV Austria Salzburg ein wenig. Nach dem mageren Heim-3:3 gegen Golling, setzte es am letzten Wochenende gar eine 0:3-Pleite in Kuchl. Nun wollten die Violetten im Heimspiel gegen die ÖTSU Hallein, die seit dem abgelaufenen Spieltag die Rote Laterne inne hatten, wieder in die richtige Spur finden. Im Hinspiel siegte die Schaider-Elf souverän mit 3:1. Und wie sah es gestern aus?

 

 

Austria machte das Spiel, aber nicht das Tor

Die Salzburger Austria brannte auf eine Wiedergutmachung, das merkte man gleich von der ersten Sekunde an. Die Violetten waren klar feldüberlegen und ließen den Gästen aus der Salinenstadt kaum Luft zum Atmen. Während das Tabellenschlusslicht im Verlauf der ersten Halbzeit nicht einen Torschuss verzeichnen konnte, ergaben sich auf Seiten der Städter zwei, drei Top-Gelegenheiten. Aber irgendwie war es ein Sinnbild der aktuellen Situation, dass die Elf rund um Christian Schaider diese Hochkaräter nicht nützte. Trotz hoher Dominanz der Hausherren ging es mit einem torlosen Remis in die Katakomben.

 

Destruktive Halleiner retteten ein Pünktchen über die Zeit

Die zweite Spielhälfte startete für die Schaider-Mannen gleich mit einer eiskalten Dusche. In Minute 53 war der Arbeitstag von Matthias Öttl vorzeitig vorbei. Der bereits verwarnte Austria-Kapitän sah nach einem Foul auf Höhe der Mittelauflage die Ampelkarte und musste runter. Trotz numerischer Überlegenheit waren die Halleiner weiterhin darauf bedacht, hinten nichts anbrennen zu lassen und agierten nach wie vor sehr tief. Die Städter drückten auch mit zehn Mann auf die Führung und Mitte der zweiten Hälfte blieb die Pfeife des Spielleiters nach einem Foul an Austrias Schwaighofer im Strafraum der Gäste stumm. "Das war schon eine Gemeinheit. Ich habe mir die Videos gerade wieder angeschaut - das war ein glasklarer Strafstoß", war Austria-Coach Christian Schaider mit dem Schiedsrichter Johann Steger nicht wirklich eins. Die Violetten blieben bis zum Schluss bemüht, doch für den Sieg reichte es an diesem Fußballnachmittag nicht mehr. Den Schlusspunkt setzte ein Halleiner. Michael Neureiter flog wie zuvor Öttl mit der Gelb-Roten Karte vom Feld (91.). 

 

Christian Schaider (Trainer, SV Austria Salzburg)

"Wir haben gewusst, dass es nach den zwei sieglosen Auftaktpartien nicht einfach wird. Trotzdem hat die Mannschaft, wie ich finde, kein schlechtes Spiel abgeliefert. Wir waren dominant und verbuchten ein deutliches Chancenplus. In der zweiten Halbzeit mussten die Burschen erst den Ausschluss unseres Kapitäns und dann noch den nicht gegebenen Elfmeter verkraften. Das hat sie gemacht und bis zum Schluss versucht, irgendwie den Ball über die Linie zu bringen. Leider ist uns das nicht gelungen."

 

Die Besten bei der Austria: Lukas Purkrabek (Mittelfeld), Resul Omerovic (Angriff).

 

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