Angerbergs Kickerinnen sind nach der Hinrunde wieder im Spitzenfeld zu finden – klarer Erfolg gegen Erl zum Abschluss!

Für die Kickerinnen des SV Angerberg ging es nach der letzten grandiosen Saison als Aufsteiger etwas holprig in die Meisterschaft 2019/20. Im Finish lief es dann aber wieder wesentlich besser und so gibt es nach der Hinrunde der Frauen Tirol Liga Platz drei – nur einen Punkt hinter dem Meister der Vorsaison Stubai/Matrei. Dominiert wird die Meisterschaft von den Frauen des SV Innsbruck, die bereits sieben Punkte Vorsprung auf die Nummer zwei haben. Dominiert hat auch der SV Angerberg die Partie gegen die große Überraschungself Erl – ein klares 7:0 für Angerberg gab es nach neunzig Minuten.

 

Dank an die treuen Fans!

Thomas Schnellrieder, Trainer SV Angerberg: „Beeindruckende Leistung des SVA im letzten Saisonspiel. Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn aus der Unteren Schranne ließ man nie einen Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Platz geht. Unsere Mannschaft begann mit einem Blitzstart. Die Gäste hatten Anstoß, Julia Billa eröffnete sofort das Pressing, erkämpfte sich den Ball und ihre Vorlage verwertete Antonia Rangetiner zur frühen Führung. Dies verlieh dem Team Sicherheit.

Das Mittelfeld wurde beherrscht, die wenigen Angriffsbemühungen der Gäste im Keim erstickt. Immer wieder trug man gefährliche Angriffe vor, allein der Abschluss wollte noch nicht so recht gelingen. In der 27. Minute wurde dem SVA ein Strafstoß zuerkannt. Antonia Rangetiner wurde von zwei Abwehrspielerinnen in die Zange genommen und sofort ertönte der Pfiff von Schiedsrichter Martin Bär. Marie Wiesinger übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 2:0. In der 31. Minute wurde Julia Billa ideal von Marie Wiesinger eingesetzt, sie umspielte noch die Torfrau und erzielte das 3:0. Nachdem bei einem der wenigen Gegenstöße Ellena Barbieri im Tor des SVA einen Gegentreffer verhinderte, war wieder der SVA am Zug. Diesmal dribbelte sich Mira Schnellrieder auf der linken Seite durch und ihren idealen Stangelpass verwertete Julia Billa zum 4:0.

Dem noch nicht genug. In der letzten Minute der ersten Halbzeit wurde Julia Billa im Strafraum von den Beinen geholt. Abermals Strafstoß, den wieder Marie Wiesinger souverän zum 5:0 Halbzeitstand verwertete. In Halbzeit zwei ging es in dieser Tonart weiter. 51.Minute und abermals Marie Wiesinger mit ihrem dritten Treffer erhöhte auf 6:0. Angerberg ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen, beschäftigte Erl in der eigenen Hälfte. Weitere Möglichkeiten wurden vorgefunden. So knallte Marie Wiesinger einen Weitschuss an die Querlatte, Hannah Gschwentner scheiterte alleinlaufend an der Torfrau Erls. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Gäste konnte sich Angerbergs Torfrau Elena Barbieri auszeichnen, als sie einen Ball in Extremis über die Querlatte lenkte. Den Schlusspunkt in dieser Partie setzte wieder der SVA in Person von Mira Schnellrieder. Ihre gut angetragene Ecke wurde noch abgefälscht und fand so den Weg zum 7:0 ins gegnerische Tor.

Mit diesem Sieg überwintert der SV Angerberg auf Platz drei in der Tabelle der Tiroler-Liga. Herbstmeister wurde überlegen das Team des SVI mit 27 Punkten. Auf Platz zwei folgt die SPG Matrei/Stubai mit 18 Punkten und dann kommt schon der SV Angerberg mit 17 Punkten. Somit eine tolle Herbstsaison unserer Mannschaft. Obwohl man vor Beginn der Saison mit Emily Rotthaler, Vanessa Moser, Jenny Löbner und Torfrau Melanie Wurzer 4 Spielerinnen verlor, während der Saison dann auch noch Matthäa Schnellrieder und Kapitänin Judith Mosser verletzungsbedingt vorgeben musste, zeigte sich, welche Klasse im kleinen Kader steckt. Ein großes Dankeschön an Vanessa „Mo“ Moser, die aufgrund der verletzungsbedingen Ausfälle sich bereit erklärte auszuhelfen und drei Spiele als Abwehrchefin spielte, als wenn sie nie weg gewesen wäre.

Die Mannschaft bedankt sich bei ihren treuen Fans, die sie nicht nur zu Hause unterstützen, sondern auch auswärts begleiten und somit ihre Wertschätzung für den Damenfußball zum Ausdruck bringen!“

Spielanalyse von Mario Träger aus der Sicht von Erl

Die Damen der SVG Erl wollten im letzten Spiel vor der Pause nochmal alles raushauen, doch nach 9 Sekunden entkam Julia Billa, legte im Strafraum quer und Antonia Rangetiner schob zum 1:0 ein. Erl sammelte sich zwar danach, doch man konnte kaum für Entlastung sorgen. In der 27.Minute gab es dann einen berechtigten Elfmeter für Angerberg, den Marie Wiesinger zum 2:0 verwandelte. Die SVG Damen waren nun völlig von der Rolle, kamen in jedem Zweikampf zu spät, es fehlte auch der Wille sich den starken Gastgeberinnen überhaupt in den Weg zu stellen und Julia Billa nahm in der 31. und 41.Minute die Freiräume an, erhöhte folgerichtig und verdient auf 4:0. In der 45.Minute gab es aus unserer Sicht ein Stürmerfoul im Strafraum von Erl, doch der Schiedsrichter entschied nach Zuruf von der Tribüne und knapp 30 Sekunden Bedenkzeit auf Elfmeter für Angerberg. Marie Wiesinger ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 5:0.

Natürlich war das Trainerteam zur Pause völlig bedient, bemängelte die fehlende Leidenschaft und den Willen, der dem Team zum starken Saisonstart verholfen hatte. Es wurde umgestellt, alles nur noch auf Schadensbegrenzung ausgerichtet. Man stellte die Räume auch enger und machte den Gastgeberinnen das Leben etwas schwerer. Dennoch schlug der Ball in der 51.Minute nochmal ein, als Marie Wiesinger den Ball aus knapp 20 Meter in den Winkel schickte. Mira Schnellrieder sorgte in der 73.Minute noch für das 7:0, was gleichzeitig auch der Endstand in dieser Partie war.

Die Gastgeberinnen zeigten sich einfach spielfreudiger, spritziger und in den Zweikämpfen entschlossener, der Sieg ist auch in dieser Höhe absolut verdient. Bei uns muss sich das Team Gedanken machen, denn mit dieser Einstellung kannst du in dieser Liga nichts gewinnen!

 

 

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