Stefan Pult und Georg Saringer analysieren Telfs gegen Schwaz

Der SC Eglo Schwaz stand in der fünften Runde der Regionalliga Tirol schon ziemlich unter Druck – es galt mit einem Dreier beim SV Telfs einigermaßen den Kontakt zur Tabellenspitze zu halten. Es entwickelte sich vor über 600 Zuschauern und Fans eine sehr attraktive Partie, in der die Heimelf nicht gerade glücklich agierte. Die schlechte Chancenauswertung von Telfs hat am Ende mindestens einen Punkt gekostet, Schwaz macht mit einem 3:2 Erfolg drei enorm wichtige Punkte.

 

Spannender Spielverlauf

Telfs geht mit Nachdruck und einer starken Vorstellung in die Partie, das 1:0 nach neun Minuten von Julius Perstaller ist absolut verdient. Telfs kann aber nicht anchlegen – trotz sehr guter Möglichkeiten. Schwaz gelingt in der 24. Minute durch Fabian Rieser das 2:1 und der Spielverlauf ist auf Seiten von Schwaz, die auch wesentlich effektiver offensiv agieren. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:1 durch Michael Knoflach. Dramatik im Finish. Telfs gleicht in der 86. Minute durch Florian Patterer aus, drei Minuten später das 3:2 für die Gäste durch Michael Gstrein. Eine bittere Niederlage für Telfs, ein extrem wichtiger Dreier für Schwaz.

Murmeltier

Stefan Pult, Trainer SV Telfs: „Ich kann nur sagen „und täglich grüßt das Murmeltier“. Immer die gleichen Spielverläufe in unseren Partien. Der Gegner hat vier Chancen und macht daraus drei Tore. Wir haben bereits in der ersten Minute den ersten Stangenschuss und die Möglichkeiten werden immer besser. Ich kann aber keinem Spieler meiner Elf einen Vorwurf machen. Ein sehr attraktives Spiel für die Zuschauer – wir hatten minimum doppelt so viele klare Möglichkeiten - neben den beiden Toren - als Schwaz. Leider wieder kein Punkt für meine Elf!“

Raumaufteilung, Laufbereitschaft und Disziplin

Georg Saringer, Trainer SC Eglo Schwaz: „Bei den ersten langen Bällen haben wir nicht auf Sicherheit gespielt, wollten den Ball immer schon beim Kopfball haben, Telfs kam dadurch dreimal gut in den Angriff. Nach einer Umstellung hatten wir das dann aber im Griff. Raumaufteilung, Laufbereitschaft und Disziplin waren super. Die zweite Halbzeit haben wir dann gut kontrolliert und nur wenig zugelassen, außer ganz am Schluss als Telfs noch einmal alles nach vorne geworfen hat. Taktische Disziplin sowie die Laufleistung waren sehr gut!“