Nach durchwachsenem Start erreicht Hohenems das große Ziel Regionalliga West Play-Off!

Mitte März 2020 startet das Play-Off der Regionalliga West mit dem Derby zwischen dem Hella DSV und World of Jobs VfB Hohenems. Der Trainer von Hohenems, Peter Jakubec, zieht am Ende des Grunddurchganges der Eliteliga Vorarlberg eine durchaus erfreuliche Bilanz. Das große Ziel Play-Off konnte nach schwachem Start erreicht werden. Nun geht es gegen die besten Mannschaften im Fußballwesten mit Ausnahme der Bundesligisten – SAK 1914 und Pinzgau Saalfelden aus Salzburg und Wörgl bzw. Schwaz aus Tirol.

 

Klare Zielvorgabe

Peter Jakubec, Trainer World of Jobs VfB Hohenems: „Durch die frühzeitige Kaderplanung konnten wir das Team gegenüber der Vorsaison quantitativ und qualitativ verstärken. Wir gingen guter Dinge in die neue Saison. So gab ich auch als klare Zielvorgabe Platz eins oder zwei aus. Ich wollte kein Herumeiern mit Aussagen wie „Schauen wir mal“, „Lass uns erst mal nach vier bis fünf Spielen ein Resümee ziehen“, „Wir wollen oben mitspielen“ oder „Die Mannschaft  weiterentwickeln“. Nein, das Ziel war klar und ich lass mich danach auch immer gerne daran messen. Dass die Mannschaft weiterentwickelt werden muss ist ja meine ureigene Aufgabe als Trainer und kann nicht als eigentliche Zielvorgabe herhalten. So war auch sofort klar ausgesprochen, dass wir als Trainerteam und Mannschaft liefern mussten und wollten.

Leider sind wir dann schlecht gestartet. Mit Hertha Wels auswärts im ÖfB-Cup, wurden wir einem Gegner zugelost, der mit Ex-Profis bespickt war und in der Meisterschaft zogen wir gegen Hella DSV und Altach Juniors gleich mal den Kürzeren. Drei Spiele, drei Niederlagen. Ich flog über die Bücher und änderte unser Spielsystem, änderte unser Auftreten, änderte Positionen. Die Mannschaft ging sofort konform und schoss Langenegg mit 7:1 aus dem Stadion. Und doch standen wir uns auch selber im Wege, weil die Urlaubsplanungen vieler Spieler bis in die Tiefen des August, unverständlich und hinderlich waren und das Ziel gefährdeten. Gottseidank zeigte sich das Team in den Spielen aber sehr diszipliniert und fair, sodass über die gesamte Herbstsaison, bis auf die Gelb/Rote Karte von Marco Feuerstein in Röthis, keine einziger Spieler eine Spiel-Sperre aussitzen musste!“

Tolle Erfolgsserie

Peter Jakubec: „Mit dem Heimsieg gegen Langenegg begann eine unglaubliche Serie. In diesen sechzehn Meisterschaftsspielen plus zwei VFV-Cup-Partien wurde nur eine einzige Partie verloren. Es waren tolle Spiele mit dabei. Die souveränen Auswärtssiege in Bregenz und Wolfurt, der Heimsieg gegen Langenegg, der Kampfsieg in Langenegg, der Last-Second-Sieg gegen Lauterach - und doch war es schlussendlich das 1:1 im letzten Spiel in Lustenau welches für mich die letzte Bestätigung war, dass sich das Team auch mental weiterentwickelt hatte. Die Nerven konnten uns in diesem Spiel einen bösen Streich spielen und trotzdem wollten wir keinen Bus vor unserem Tor aufstellen. Es war nicht alles wunderbar in diesem Spiel, konnte es auch nicht. Aber der Wille, unsere Mentalität und der Charakter wie das Team das Spiel angenommen hat, das war schon beeindruckend. Und toll auch sehen, wie viele Hohenemser uns in Lustenau lautstark unterstützten.

Schön zu erkennen, dass wir mit der Philosophie des „Hohenemser Weges“ in dieser Liga erfolgreichen Fußball spielen konnten. So begannen immer mindestens 7-8 Hohenemser in der Startfomation und im Verlaufe der Saison teilweise 9-10 Eigenbau-Spieler. Jan Stefanon hat bereits in der letzten RLW-Saison gezeigt, dass er Torjäger-Potential hat und bestätigte dies mit eindrucksvollen fünfzehn Toren und elf Torvorlagen. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Kerim Kalkan und Dominik Fessler war seine Form enorm wichtig für uns. Tim Wolfgang, unser Mann für alle Positionen, zeigte in Spielen und Trainings, dass er mit seiner Mentalität Führungspotential hat und dass ich mich als Trainer auf ihn in schwierigen Zeiten verlassen konnte. Florian Eres und Maurice Wunderli (acht Tore) hielten, was wir uns bei ihrer Verpflichtung versprochen haben. Beide übernahmen Verantwortung und gaben uns Stabilität. Mit nur 24 erhaltenen Gegentreffern in 18 Spielen haben wir die Defensive gegenüber der Vorsaison stabilisieren können, was sicher auch an der Rückkehr von Florian Eres gelegen ist. Und mit nur 4 Niederlagen in 21 Spielen (18xMS, 2xVFV, 1xÖfB) dürfen wir auch zufrieden sein.“

Ausblick

Peter Jakubec: „Es gilt nun die leeren Akkus langsam wieder aufzufüllen. Es wird etwas dauern, bei jungen Spielern geht es schneller, bei uns Trainern etwas länger. Und trotzdem muss ich den Blick bereits auf die anspruchsvolle RLW legen. Unser Vorteil liegt darin, dass wir wissen, welch schwieriges Frühjahr auf uns zukommen wird und wir werden uns darauf vorbereiten. Diese wichtige Erfahrung wollten wir die Mannschaft für ihre Weiterentwicklung aber unbedingt machen lassen.

Abschließend Dank an dieser Stelle allen die uns unterstützt haben, den vielen helfenden Händen rund um unsere Spiele, den Gönnern und Sponsoren, Zuschauern und auch den Schiedsrichtern, die nicht immer eine einfache Aufgabe zu lösen haben!“

(Quelle: homepage VfB Hohenems)

 

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