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"Das 1:0 wäre die Entscheidung gewesen" – Rechnitz lässt im offenen Schlagabtausch den Heimsieg liegen

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SV Rechnitz
Grafenschachen

In der II. Liga Süd trennten sich SV KB-Performance Rechnitz und SC Grafenschachen mit 0:0. Viel fehlte aus Sicht von Trainer Joachim Parapatits nicht auf einen Heimsieg, denn Rechnitz hatte nach seiner Einschätzung die klareren Möglichkeiten. Weil die Gastgeber ihre Chancen aber nicht nutzten und Grafenschachen mit seinem Umschaltspiel bis zum Schluss gefährlich blieb, passte für den Coach vor allem ein Satz zu diesem Abend: "Das 1:0 wäre wahrscheinlich die Entscheidung gewesen."


Ball auf Rasen nahe der Eckfahne

Foto: Pixabay

Rechnitz hatte mehr vom Spiel, Grafenschachen blieb aber dran

Es war von Beginn an keine Partie, in der sich eine Mannschaft klar absetzen konnte. Parapatits sprach nach dem Schlusspfiff von einem "offenen Schlagabtausch", und genau so beschrieb er auch die 90 Minuten. Rechnitz hatte nach seiner Sichtweise die besseren Möglichkeiten, ohne dass der Gegner aus dem Spiel war. Zur Pause stand es 0:0, und auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung eng. Der Rechnitzer Trainer brachte es so auf den Punkt: "Wir hatten die besseren Chancen, aber der Gegner war bis zum Schluss gefährlich." Vor allem über die schnellen Außenspieler und den Stürmer blieb Grafenschachen aus seiner Sicht immer unangenehm. Auch wenn daraus laut Parapatits keine ganz großen Torchancen entstanden, war die Partie für ihn genau deshalb bis zum Ende offen.

Szanto und Reiter hatten die besten Möglichkeiten

Dass am Ende trotzdem die Null auf beiden Seiten stehen blieb, lag für Parapatits in erster Linie an den vergebenen Chancen seiner Mannschaft. Er verwies zunächst allgemein auf eine Szene, in der ein Rechnitzer auf den Tormann zulief, auf einen Weitschuss und auf eine weitere starke Aktion des Schlussmanns. Zwei Situationen blieben ihm aber besonders im Kopf. In der ersten Halbzeit kam der Ball nach einer schön angelegten Verlagerung zu Roland Szanto, der auf das Tor zuging, aus Sicht seines Trainers aber "viel zu früh abschließt" und noch weiter hätte gehen müssen. In der Schlussphase, ungefähr in der 85. Minute, hielt der Grafenschachener Tormann einen Schuss von Julian Reiter fest. "Das waren schon die größten Chancen im Spiel", sagte Parapatits, und genau diese Szenen erklärten aus seiner Sicht, warum sich Rechnitz um den möglichen Lohn brachte.

Hinten stabil, vorne fehlte der Lucky Punch

So blieb für Rechnitz am Ende das Gefühl, vorne etwas liegen gelassen zu haben, hinten aber sehr ordentlich gearbeitet zu haben. "Die Defensive war sehr gut, wir haben wirklich wenig zugelassen", sagte Parapatits, der seiner Mannschaft vor allem das Verteidigen im Block anrechnete. Ganz ohne heikle Momente ging es allerdings nicht, denn auf beiden Seiten gab es laut seiner Einschätzung je eine Strafraumszene, in der es kurz brenzlig werden konnte. Sonst ließ Rechnitz aber wenig zu. Gleichzeitig zollte der Trainer auch dem Gegner Respekt: Grafenschachen sei "defensiv sehr kompakt" gewesen und im Umschaltspiel immer gefährlich geblieben. Dazu kamen schwierige Platzverhältnisse, die nach Ansicht des Trainers ihren Teil dazu beitrugen, dass vieles mühsam und hart erarbeitet werden musste. Gerade deshalb bezeichnete er die Begegnung trotz des torlosen Endstands noch als ansehnlich.

Ein Remis, das sich aus Rechnitzer Sicht nicht ganz rund anfühlt

Unterm Strich blieb damit ein Punkt, mit dem Rechnitz leben kann, der sich nach den klareren Möglichkeiten aber nicht ganz rund anfühlt. Parapatits formulierte es bewusst einfach: "Mit einem Lucky Punch wäre das 1:0 wahrscheinlich die Entscheidung gewesen." Mehr brauchte es an diesem Abend tatsächlich nicht, weil beide Mannschaften kompakt standen und kaum etwas herschenkten. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war der Rechnitzer Trainer im Großen und Ganzen einverstanden. "Er hat das Spiel sehr gut im Griff gehabt", meinte Parapatits. Nur eine Gelbe Karte hätte er sich nach zwei Fouls in aussichtsreicher Position noch erwartet. Mit dem 0:0 hält Rechnitz nach zehn Runden bei 16 Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Tabelle. Die Basis stimmte also, nur der eine Treffer, der dieses enge Spiel wohl entschieden hätte, wollte nicht fallen.