Remis mit einem Mann weniger! Stockenboi setzt in Velden ein Ausrufezeichen!

ATUS Fliesen Koller Velden lacht seit der 8. Runde von der Tabellenspitze, als die Truppe von Thomas Gilgenreiner im Schlager bei Rothenthurn gewann. Seitdem misslangen vier Anläufe der Konkurrenz den Leader zu stürzen, der es seinerseits zweimal mit Remis’ verabsäumte den Vorsprung auszubauen. Den nächsten Versuch Velden vom Thron zu stoßen wagte der SV Stockenboi am Weißensee. Die Seekicker vom Weißensee-Ostufer sind zwar in der Tabelle kein direkter Gegner vom Leader, gelten aber sehr gefährliche Außenseiter in den Spitzenduellen.

 

Stockenboi kann nämlich meistens eine sehr konkurrenzfähige Startelf auf den Platz schicken, bei Ausfällen wird es aufgrund des kleinen Kaders schnell einmal eng. In Velden konnte Trainer Alexander Ertl aber wieder eine schlagkräftige Truppe aufstellen, bereit dem Spitzenreiter einen heißen Tanz zu bieten.

Velden dominiert die erste Hälfte

Im Stile eines Leaders gingen die Heimischen die Sache an, spielten variantenreich und die Führung ließ nicht lange auf sich warten, einen Schuss von Gerfried Einspieler wehrte Sandro Keckel zwar noch ab, gegen den Nachschuss von Marcel Quantschnig aus kurzer Distanz war er aber machtlos (14.). Velden versuchte in der Folge nachzusetzen, schnürte die Gäste in deren Hälfte ein, erst nach einer halben Stunde trat Stockenboi erstmals durch Goalgetter Zeljko Simic in Erscheinung- dessen Heber ging über das Tor von Markus Glänzer.

Immerhin war das Spiel nun offener, bis zur Pause gab es für Stockenboi weitere zwei Möglichkeiten, die weder Benjamin Koslitsch noch Lukas Kampitsch nützen konnten. Die Veldener Angriffswelle war aber einmal überstanden.

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Stockenboi kommt ins Spiel und gleicht aus

Es hatte sich schon in der Schlussphase der ersten Halbzeit angedeutet- Stockenboi ist in der Lage Velden zumindest einen Treffer in den Kasten zu setzen und das setzte Kemal Zobic unmittelbar nach dem Seitenwechsel in die Tat um. Lukas Kampitsch setzte sich davor rechts durch und setzte Zobic ein, der zentral vor dem Tor den Ball ins Eck versenkt (47.)!

Velden wusste in dieser Phase keinen Rat, seine Offensivwaffen erwiesen sich als stumpf. Der Ballbesitz überwog zugunsten der Wörthersee-Kicker, die gefährlicheren Möglichkeiten spielten sich aber die Gäste heraus. Dennoch langte es mit der unfreiwilligen Hilfe von Goalie Sandro Keckel abermals zur Führung, weil der Torhüter übermotiviert agierend ein vermeidbares Elferfoul verschuldete. Dafür erhielt er von Schiedsrichter Robert Nagele die gelbe Karte.

Elfer für Velden, Rot für Stockenboi, dennoch abermaliger Ausgleich

Marcel Quantschnig verwertete den Strafstoß (67.), Keckel konnte sich immer noch nicht beruhigen und wurde vom Schiedsrichter unmittelbar nach dem Elfer mit Gelbrot vom Platz gestellt. Eine schwierige Aufgabe für Stockenboi baute sich gleich einem Gebirge auf- es gibt angenehmere Situationen als beim Tabellenführer numerisch unterlegen in Rückstand zu geraten und obendrein durch den Torhüterwechsel weniger taktischen Spielraum zu haben.

Die Gäste schafften das Husarenstück. Reserve-Goalie Aner Pasalic wehrte zuerst zwei Velden-Großchancen von Sebastian Bauer & Torsten Tscharnuter famos ab. In der 88. Minute gab es für Stockenboi den ersehnten ruhenden Ball als letzte Ausgleichsmöglichkeit. Die Gäste brachten ihn zur Mitte, wo ihn Simic wohlüberlegt auf den eingewechselten Mario Kogler verlängerte, der den Ball zum späten aber verdienten Ausgleich im Tor unterbrachte!

Velden bleibt in Führung, der Vorsprung schmolz aber auf einen Punkt (Rothenthurn) bzw. drei Punkte (VSV) zusammen.

Die Besten: Marcel Quantschnig (St) bzw. Aner Pasalic (Tor) Kemal Zobic (ZM)

Alexander Ertl (Trainer Stockenboi): "Ohne diesen Elfer wäre wohl mehr als nur ein Punkt möglich gewesen, so müssen wir natürlich hochzufrieden sein."

 

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