Ambiente positiv! UFC Eben will Abstiegskampf schnellstmöglich entfliehen

Vom Ziel, einen Platz im unbedrohten Tabellenmittelfeld der 2. Landesliga Süd zu erreichen, ein Stück weit entfernt, wurde der UFC Eben auch heuer wieder vom Abstiegsgespenst unter dessen Fittiche genommen. Weil im Herbst aber nach teils ansprechender Arbeit nur der Lohn fehlte, gehen die Klubverantwortlichen äußerst positiv in den zweiten Saisonabschnitt. 

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Viel Aufwand für wenig Zählbares

Gemeinsam mit Hüttschlag (15.) und Schlusslicht St. Veit schmückt der auf Rang 14 positionierte UFC Eben momentan das Tabellenende der 2. Landesliga Süd. Die Bilanz? Letztendlich mau, wurden bei elf Auftritten lediglich sieben Points auf das Punktekonto transferiert. Dementsprechend enttäuscht zeigt sich auch Sektionsleiter Martin Fritzenwallner: "Mit der aktuellen Tabellensituation kann man natürlich nicht zufrieden sein. Wenn man aber die Spiele genau analysiert, wird man feststellen, dass wir in vielen Spielen das Gegentor in letzter Minute kassiert und deswegen viele Punkte liegengelassen haben." Für Fritzenwallner stehen Punkteausbeute und erbrachte Leistung in irreführender Relation. "Wir waren eigentlich fast immer auf Augenhöhe mit unseren Gegnern. Dass sich die Jungs für ihre oft guten Leistungen nicht belohnt haben, ist schon ärgerlich." Ausnahmen gab's auch, beispielsweise gegen Maria Alm (1:5) und Saalbach (0:8). "Ja, da waren wir unterlegen", gibt Fritzenwallner zu.

 

Ebens Heimfestung bröckelte auseinander

In den vergangenen Spielzeiten zeichneten sich die Ebener durch ihre famose Heimstärke aus. Kurios: Im Herbst 2020 wartete man auf heimischem Geläuf vergeblich auf einen Sieg, zumindest sprangen in fünf Heimmatches drei Punkteteilungen heraus. Fritzenwallner vermeldet die Ursachenforschung als abgeschlossen: "Unsere Mannschaft ist noch sehr jung und befindet sich im Aufbau. In einigen Bereichen gibt es noch Luft nach oben. Oft waren wir im Finish zu wenig abgeklärt und haben somit einige Siege verschenkt." Dass aber der eingeschlagene Weg stimmt, zeigte das letzte Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Maishofen, in dem Eben viel Moral zeigte, einen Rückstand aufholen und sich noch ein Unentschieden erkämpfen konnte.

 

Aus 5:1 mach 5:6

"Ich bin schon lange dabei, aber so etwas habe ich noch nie gesehen", lässt Fritzenwallner die irrwitzige Begegnung gegen Unken noch einmal Revue passieren. Seine Buben führten klar und deutlich mit 5:1, am Ende schlich man aber doch noch als 5:6-Verlierer von der Wiese. "Natürlich darfst du als Mannschaft eine so klare Führung nicht mehr aus der Hand geben - egal was passiert. Aber da waren Schiedsrichterentscheidungen dabei, einfach unglaublich." Nagt so ein einschneidendes Erlebnis noch immer an dir, Herr Fritzenwallner? "Nein, für mich ist die Sache erledigt."

 

Ziele

Dass die Müller-Crew wieder um den Ligaverbleib zittern muss, war eigentlich nicht eingeplant. Den, vor der Saison erklärten Wunschplatz im gesicherten Tabellenmittelfeld wollen die Pongauer jedoch nach wie vor nicht aus den Augen verlieren. "Wir werden unseren eingeschlagenen Weg unbeirrt fortsetzen. Das Ziel fürs Frühjahr ist ganz klar von den hinteren Tabellenplätzen wegkommen." Viel Zuversicht gibt's vor allem in puncto Trainingsbeteiligung und Stimmung in der Mannschaft, die laut Fritzenwallner trotz der angespannten Tabellensituation "sehr gut" sei. "Unser Cheftrainer Bernhard Müller und die beiden Co-Trainer Mike Aschauer und Stefan Grünwald leisten eine tolle Arbeit und sind dabei, ein Team für die Zukunft zu formen", hängt Fritenwallner dran.

 

Transfers

Bis dato wurden weder Zu- noch Abgänge vermeldet. Zweiteres wird's in dieser Winterpause wohl nicht geben, bezüglich Neuverpflichtungen zeigt sich Fritzenwallner relativ offen: "Sie sind nicht ausgeschlossen, aber nur um die Mannschaft gezielt zu verstärken und wenn sie in die Mannschaft passen."

 

Vorbereitung 

Derweil halten sich die Ebener Kicker selbstständig fit. Im Jänner wird mit Laufeinheiten begonnen, nur um ab dem 29. Jänner wieder nach der Pfeife von Übungsleiter Müller zu tanzen. "Ab dann wird schließlich nach seinem Plan trainiert", verrät Fritzenwallner. Mit Laufeinheiten, Kunstrasentraining in St. Johann und Halleneinheiten will sich der UFC die nötigen Körner für eine sicherlich intensive zweite Saisonhälfte holen. Das eingeplante Trainingslager fällt, wie schon 2020, dem Coronavirus zum Opfer. "Nichtsdestotrotz werden wir uns bestmöglich vorbereiten und voll motiviert ins Frühjahr starten", versichert Fritzenwallner.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!