USC-Goalgetter Bartlmä Schwabl als Sargnagel Kapruns!

Anlässlich der 25. Runde in der 2. Landesliga Süd bekam der USC Saalbach-Hinterglemm (6.) den FC Kaprun (12.) zu Gast. Jahr für Jahr herrscht bei den Vereinen eine gewisse Unwissenheit über die Anzahl der Absteiger. Aktuell spitzt es sich so zu, dass am Ende nur eine 2. Landesliga Süd-Mannschaft den bitteren Gang in die 1. Klasse Süd antreten muss. Von diesen Sorgen hatte sich die Kendler-Elf längst getrennt und just mit dem 5:3-Erfolg gegen Eben in eine tolle Tabellenposition bringen können. Bei den Gästen aus Kaprun loderte hingegen das Feuer. Vieles hing natürlich vom direkten Duell zwischen Leogang und Mittersill ab, doch warum nicht selbst die Hausaufgaben im Glemmtal machen?

 

Glemmtaler hatten alles im Griff

Das Hinterglemmer Waldstadion lockte am gestrigen Fußballnachmittag rund 150 Zuseher an, die einen starken Beginn der Hausherren zu Gesicht bekamen. Die Kendler-Elf war früh darauf bedacht, die Kontrolle über Ball und Gegner einzunehmen. Dies gelang auch, doch auf die wirklich konkreten Einschussgelegenheiten musste man sich etwas gedulden. In der 28. Spielminute die, zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für die Glemmtaler: Rene Schwabl schloss einen Angriff über die linke Seite mit einem staubtrockenen Schuss ins lange Eck ab - 1:0. Die Freude über den ersten Treffer war noch nicht einmal verflogen, ehe es den nächsten Stimmungsmacher gab. Bartlmä Schwabl wurde von zwei Gäste-Verteidigern im Strafraum in die Zange genommen, was der Schiedsrichter folgerichtig mit dem Elfmeterpfiff bestrafte. "Mr. Zuverlässig" trat natürlich selbst an und verwandelte souverän zum zwischenzeitlichen 2:0 (31.). Von Kaprun war bis dato nicht viel zu sehen. Kurz vor der Pause, wie aus dem Nichts, der Anschlusstreffer für die Lederer-Crew: Nach einem Getümmel in der USC-Box behielt Kapruns Jimmy Despotovic die Übersicht und knallte das Leder in die Maschen - 2:1 (41.). Die Antwort auf diesen kleinen Niederschlag hatten die Glemmtaler prompt zwei Minuten später parat: Goalgetter Bartlmä Schwabl wurde von Keil auf die Reise geschickt und konnte mühelos den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellen - 3:1 (43.).

 

Halbzeitpause tat den Hausherren nicht wirklich gut 

Das so eine Halbzeitpause der Knackpunkt in einem Fußballspiel sein kann, haben wir desöfteren erlebt. Dieses Gefühl hatte man in dieser Begegnung auch, denn die, in der ersten Halbzeit noch so dominant auftretenden Glemmtaler präsentierten sich so, als hätte man ihnen den Stecker gezogen. Alles was im ersten Durchgang noch funktionierte, passte nach dem Seitenwechsel überhaupt nicht mehr. Saalbach war plötzlich in der Defensive fehleranfällig und konnte kaum für Entlastung sorgen. Der FC Kaprun roch Lunte und wusste die Schwächephase der Hausherren auszunützen: Jimmy Despotovic verwertete eine Hereingabe von der rechten Angriffsseite zum neuerlichen Anschlusstreffer - 3:2 (49.). Nur wenige Minuten später kam es für den USC noch dicker: Nach einem Stellungsfehler in der Heim-Defensive tauchte Marco Zaisberger gefährlich vor dem Kasten auf und sorgte mit einem herrlichen Lupfer für den vielumjubelten Ausgleichstreffer - 3:3 (55.). Wer nun glaubte, dass die Partie komplett kippen könnte, wurde eines Besseren belehrt. Die Kendler-Boys krempelten die Ärmel hoch und beruhten sich in der weiteren Folge wieder auf ihre Stärken. Nach einigen vergebenen Chancen, bei denen sich Kapruns Tormann Dettenbeck das ein oder andere Mal auszeichnen konnte, bog der USC Saalbach-Hinterglemm in Minute 77 letztendlich wieder auf die Siegerstraße ein: Bartlmä Schwabl drückte ein Silian-Zuspiel über die Linie und stellte einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis. Für Schwabl war es Saisontreffer Nummer 31 - ligaspitze. Im Finish setzte Kaprun alles auf eine Karte, operierte mit vielen hohen Bällen, ein weiterer Torerfolg blieb allerdings aus. Mit diesem Sieg prolongierte die Kendler-Elf ihre kleine Siegesserie und kletterte vorübergehend auf den sensationellen vierten Tabellenplatz, Kaprun dürfte indes, aufgrund der Niederlage des SC Mittersill, wohl auch durch sein.

 

Josef Kendler (Trainer, USC Saalbach-Hinterglemm)

"Was soll ich sagen, bei uns läuft's zurzeit einfach. Seit vier Spielen habe ich alle Kaderspieler an Bord, konnte immer mit der gleichen Aufstellung spielen und hatte eine bombastische Bank, wo du wirklich eins zu eins auswechseln kannst. Nach einer starken ersten Halbzeit, in der wir Kaprun gut im Griff hatten, machten wir uns das Leben durch Eigenfehler selbst schwer. Aber meine Jungs sind körperlich so gut drauf, dass sie in der Schlussphase, wo eigentlich die Kräfte nachlassen, noch einen Zahn zulegen können."

 

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