Der absolute Oberhammer! Unken schlägt Eben nach 1:5-Rückstand

Diesen Fußballnachmittag werden die rund 150 Schaulustigen wohl so schnell nicht vergessen. Der UFC Eben führte im Heimspiel gegen den TSV Unken bis zur 58. Minute mit 5:1, musste sich am Ende allerdings doch noch mit 5:6 geschlagen geben. Während Unkens Florian Wimmer hin und weg war, seinen Stehaufmännchen tausende Rosen streute, brauchte Ebens Sektionsleiter Martin Fritzenwallner nicht lange, um das schwarze Schaf zu finden: Schiedsrichter Reinhard Fuchshuber.

 

 

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Eben drängte Gastelf ins Hintertreffen

Die Hausherren starteten furios und gingen nach rund einer Viertelstunde via Doppelschlag gemütlich mit 2:0 in Front: Erst umkurvte Dibran Azizi TSV-Goalie Huber, schob kühl zum 1:0 ein (14.), um 120 Sekunden später das Ei neuerlich ins Nest zu legen - 2:0 (16.). "Wir hatten alles im Griff und traten enorm dominant auf", konnte Fritzenwallner mit der Performance seiner Ebner hochgradig zufrieden sein. Der Torhunger der Heimelf schien noch lange nicht gestillt, drückte Neuzugang Ahmet Aydemir in Spielminute 34 zum 3:0 ab. Vorentscheidung? Wimmer verneinte: "Freilich lagen wir mit 0:3 zurück, waren aber um nichts schlechter als Eben. Immerhin haben wir ihnen alle drei Tore aufgelegt." Zwar konnten die Gäste bis zu Fuchshubers Pausensignal den Drei-Tore-Rückstand nicht mehr verschönern, dennoch verspürte Wimmer eine äußerst positive Stimmung: "Normal bist du bei so einem Spielstand deprimiert. Die Mannschaft hat aber stets an sich geglaubt und war sich sicher, dass da heute noch was geht."

 

Unken stieg auf wie ein Phönix aus der Asche

Von Zweckoptimismus keine Spur übertrug der Aufsteiger die positiven Gefühle gleich nach dem Wiederbeginn auf die Geschehnisse am grünen Rasen. Läppische drei Minuten wurde der zweite Spielabschnitt alt, ehe der zur Halbzeitpause eingewechselte Hannes Pfaffenbichler auf 3:1 verkürzte (48.). "Dann gab's wieder zwei Rückschläge", sprach Wimmer den folglichen Doppelpack von Ebens Thomas Waldmann an (51., 55.), der die Weichen seines UFC damit ganz klar auf Heimsieg stellte - 5:1. Wiederum drei Minuten danach stellte Andreas Hasenauer auf 5:2 (58.). Die Ampelkarte für Waldmann (68.), die sich später als der Gamechanger schlechthin erweisen sollte, ließ die Wogen im Lager der Heimelf hochgehen. "Das war der Knackpunkt, der Platzverweis ein echter Witz", grantelte Fritzenwallner. In numerischer Überlegenheit leckte Unken Blut. Was sich schließlich im Endspurt abspielte, hätte sich kein Filmregisseur dieses Planeten besser ausdenken können. Weil Hannes Pfaffenbichler und Tobias Wimmer jeweils einen Elfmeter verwandelten und einen Freistoß in die Maschen setzten, machten die Pinzgauer das Unmögliche doch noch möglich und gingen schlussendlich als 6:5-Sieger vom Platz. "Unglaublich", rang Wimmer regelrecht nach den richtigen Worten. "Dass wir da noch zurückgekommen sind, spricht für die Moral der Mannschaft. Im Moment läuft's einfach bei uns." Fritzenwallners Ärger kannte hingegen keine Grenzen: "Sicherlich darfst du eine 5:1-Führung nicht mehr aus der Hand geben, aber die Schiedsrichterleistung war eine Frechheit. So viele Fehlentscheidungen. Unglaublich." Auch die Heimfans waren außer Rand und Band, mit der Arbeit des Unparteiischen alles andere als happy. "Nach dem Spielende wurde es hitzig. Fuchshuber musste von Orndern in die Kabine gebracht werden", ergänzte Fritzenwallner.

 

 

 UFC Eben  5:6 (3:0)  TSV Unken 

Eben, SR: Reinhard Fuchshuber

 

Torfolge: 1:0 Dibran Azizi (14.), 2:0 Dibran Azizi (16.), 3:0 Ahmet Aydemir (34.), 3:1 Hannes Pfaffenbichler (48.), 4:1 Thomas Waldmann (51.), 5:1 Thomas Waldmann (55.), 5:2 Andreas Hasenauer (58.), 5:3 Hannes Pfaffenbichler (83.), 5:4 Tobias Wimmer (88.), 5:5 Tobias Wimmer (91.), 5:6 Hannes Pfaffenbichler (93.)

 

Gelb-Rot: Thomas Waldmann (68.)

 

Die Besten bei Unken: Pauschallob (herausragend: Hannes Pfaffenbichler (ST), Tobias Wimmer (IV)).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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