Neuerlich mit schweren Geschützen aufgefahren: Saalfeldens 1b zerbombt Maria Alm

Nachdem eine abgespeckte FC Pinzgau Saalfelden 1b zuletzt in Zederhaus (1:4) und in Eben (2:2) Federn gelassen hatte, konnte man im heutigen Derby gegen den bis dato noch ungeschlagenen UFC Maria Alm wieder auf die ein oder andere Verstärkung aus dem Regionalligakader zurückgreifen. Der hohen Qualität geschuldet kamen tapfer kämpfende Almer am Ende mit 1:7 unter die Räder. Das zwischenzeitliche 6:1 von Schwaighofer schmeckte 1b-Coach Norbert Nemeth besonders gut.

  

Torreiche Startphase 

Pünktlichkeit war an diesem regnerischen Fußballnachmittag klar von Vorteil. Ansonsten verpasste man eine furiosen Beginn, in dem es binnen vier Minuten schon ganze dreimal klingelte: Zunächst nutzte Heim-Akteur Alan Ali ein Missverständnis zwischen Alm-Keeper Batanovic und einem seiner Abwehrspieler aus (2.), wenige Augenblicke später drückte Bienvenue Kanakimana ab - 2:0 (3.). Die Retourkutsche der Gäste ließ nicht lange auf sich warten, kam das Spielgerät über Kapo Slowiok und Buchner zu Rudolf Schoder, der eiskalt vollstreckte - 2:1 (5.). "Wir haben es ihnen zu einfach gemacht", ging für Sektionsleiter Bruno Oberschneider und seine "Oima" dieses Pinzgauer Derby quasi bei -1 los. In der weiteren Folge investierte Maria Alm sehr viel, hätte bei etwas mehr Glück im Abschluss die Uhren gar auf null stellen können: Ein Schoder-Versuch küsste lediglich das Torgebälk, erst die Querlatte, dann die Stange. "Normal geht der rein. Keine Ahnung, wieso der da noch rausgehüpft ist", erzählte Oberschneider. Indes sah Saalfeldens Übungsleiter Norbert Nemeth einen dominanten Auftritt seiner Crew, vermerkte auch auf FCPS-Seite einen Alu-Treffer: "Es hätte gut und gerne mit fünf oder sechs zu zwei in die Pause gehen können." Dass sich die Hausherren letztendlich mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in das 15-minütige Kabinenmeeting verabschieden konnten, war Semir Gvozdjar zu verdanken, der in der allerletzten Minute der ersten Halbzeit noch auf 3:1 stellte (45.).

 

Regionalliga-Fohlen legten einen höheren Gang ein

Nach der Pause wurde der Qualitätsunterschied der beiden Teams noch größer. "Freilich haben wir alles probiert, aber der Klassenunterschied war einfach zu deutlich. Der Gegner verfügte über eine unglaubliche Schnelligkeit", ergänzte Oberschneider. Das Angesprochene wirkte sich im Laufe des zweiten Spielabschnitts noch gravierend auf das Resultat aus: Gvozdjar (53.) und Kanakimana (63.) schnürten jeweils ihren Doppelpack, Jonas Schwaighofer zirkelte einen ruhenden Ball in die Maschen (70.), ehe abermals Kanakimana den 7:1-Endstand markierte (72.). Vor allem Schwaighofers Freistoßtor zum zwischenzeitlichen 6:1 hatte es Nemeth angetan: "Wie Messi, nur halt mit rechts. Jonas hat eine perfekte Schusstechnik." Unterm Strich gab's für Oberschneider an der heutigen Niederlage "nichts zu rütteln": "Für eine 'normale' Mannschaft wie uns ist eine verstärkte Saalfeldener 1b zu gut. Das müssen wir neidlos anerkennen. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir uns ganz gut verkauft haben." Nemeth hatte gar ein schlechtes Gewissen: "Für Maria Alm ist es bitter und es tut mir leid, dass wir sie heute so kaputtgemacht haben. So schlecht wie es das Ergebnis zeigt, sind sie nicht."

 

 

 FC Pinzgau Saalfelden 1b  7:1 (3:1)  UFC Maria Alm 

Saalfelden, SR: Reinhard Fuchshuber

 

Torfolge: 1:0 Alan Ali (2.), 2:0 Bienvenue Kanakimana (3.), 2:1 Rudolf Schoder (5.), 3:1 Semir Gvozdjar (45.), 4:1 Semir Gvozdjar (53.), 5:1 Bienvenue Kanakimana (63.), 6:1 Jonas Schwaighofer (70.), 7:1 Bienvenue Kanakimana (72.)

 

Die Besten bei Saalfelden 1b: Hasan Ibrahimi (ZM), Semir Gvozdjar (ST).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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