"Grödig hat uns alles abverlangt" - Seekirchen siegt knapp und bleibt weiterhin makellos

Der Start in die Englische Woche der Regionalliga Salzburg versprach viel Brisanz, traf Trainer Miroslav Bojceski mit seinem SV Grödig heute Abend auf seine "Ex" SV Seekirchen. Zudem war es ein Duell zweier noch ungeschlagener Teams: Während die Grödiger aus den bisherigen drei Spielen sieben Zähler holten, standen die Seekirchner (9 Punkte) gar mit der blütenweißen Weste da. In der abgelaufenen Saison ging der SVS (2:0 daheim, 2:1 im Das.Goldberg Stadion) jeweils als Sieger vom Platz. Und auch dieses Mal behielten die Schützlinge von Coach Alexander Schriebl die Oberhand. Der alles entscheidende Treffer zum schlussendlichen 1:0-Auswärtserfolg fiel zugunsten der Seekirchner schon nach fünf Minuten.

 

 

Erster Spielabschnitt für Grödig zum Vergessen

200 fußballbegeisterte Zuschauer wollten dieses Duell hautnah miterleben. Das Stimmungsbarometer schnalzte nach nur wenigen Augenblicken gehörig in die Höhe: Seekirchen schaltete nach Balleroberung blitzschnell um, Ankido Abraham tankte sich auf links durch, unter Umwegen kam das Kunstleder anschließend zu Timo Neuhofer, der Grödigs Schlussmann Manuel Kalman ohne mit der Wimper zu zucken überwand - 0:1 (5.). Bis zum nächsten Aufreger musste man sich im Wohnzimmer der Grödiger etwas gedulden. Nach rund einer halben Stunde zückte Schiedsrichter Stefan Eder nach einem Foul von Grödigs Julian Vincetic an Gäste-Angreifer Michael Aigner den roten Karton. Der Grund? Verhinderung einer klaren Torchance. "Aigner kreuzte Julians Laufweg. Natürlich gab es einen leichten Kontakt. Da kann man dem Seekirchner keinen Vorwurf machen", analysierte Bojceski diese haarige Szene. Jedoch bitter für die Heimischen, die kurz zuvor auf der anderen Seite liebend gerne eine Karte mit derselben Farbe gesehen hätten. "Kadrija lief alleine auf das gegnerische Tor zu und wurde unfair gestoppt. Der Schiedsrichter hatte die Rote Karte bereits in der Hand, der Linienrichter zeigte allerdings eine Abseitsstellung an", so Bojceski weiter. 

 

Dezimierte Hausherren machten Seekirchen die Hölle heiß

Wer nun glaubte, dass die Seekirchner ihren vierten Erfolg im vierten Spiel fix in der Tasche hatten, der irrte. "Grödig hat uns auch in Unterzahl alles abverlangt", mussten Schriebl und sein SVS bis zum Schluss an ihre Grenzen gehen. Die Gastgeber ließen sich von der numerischen Unterlegenheit nicht aus der Bahn werfen, spielten mutig nach vorne und näherten sich peu á peu dem Ausgleichstreffer. "Wir kamen dem 1:1 zwei, dreimal sehr nahe", sprach Bojceski einige gute Möglichkeiten, darunter auch einen Lattenschuss, an. Die Gäste hielten jedoch die Schotten dicht und brachten den knappen Vorsprung schließlich über die Zeit. "Wenn du 60 Minuten in Unterzahl spielst, ist es logischerweise nicht einfach. Ich kann den Seekirchnern nur gratulieren, sie haben sehr gut verteidigt. Meine Mannschaft hat zwar alles probiert, aber leider hat es heute nicht gereicht", gab's für Bojceski gegen die "Ex" nichts Zählbares. Für Schriebl und seine Schützlinge geht der Höhenflug indes weiter: "Wir sind sehr froh, in Grödig drei Punkte geholt zu haben. Es war generell ein hochintensives Spiel, in dem wir sowohl gute als auch nicht so gute Phasen hatten."

 

Die Besten bei Seekirchen: Felix Eliasch (IV), Alexander Wassung (IV), Timo Neuhofer (ST).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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