"Die Nummer eins in Salzburg sind wir" - Nonntaler nach Derbyerfolg gegen Austria Salzburg happy und erleichtert

Im letzten Spieljahr matchten sich der SAK 1914 und der SV Austria Salzburg in der Salzburger Liga noch intensivst um den Meistertitel. Eine Etage höher trennte sich allerdings die Spreu vom Weizen, lagen zwischen dem Tabellenführer aus dem Nonntal und den auf Rang sechs positionierten Schaider-Buben bereits neun Zähler. Obwohl viele Experten einen Sieg der Blau-Gelben vorhergesagt hatten, sprach zumindest die Bilanz der Vorsaison für die Violetten: Daheim gab's ein 1:1, in der HCS-Arena siegte die Austria knapp mit 1:0. Dieses Mal gab's für den Vorjahres-Vizemeister der Salzburger Liga nichts zu holen, sicherte sich der SAK vor heimischem Publikum den so wichtigen Derbysieg.

 

 

Viel Kampf und Krampf

Eine sehr offen geführte Begegnung spielte sich in den ersten 45 Minuten auf Augenhöhe ab. Was den 1200 Zusehern jedoch fehlte, waren die knackigen Strafraumszenen. "Die gab es in der ersten Hälfte auf beiden Seiten nicht. Es war viel mehr ein sogenannter Abnutzungskampf", sprach Austrias Sportlicher Leiter, Rainer Högl, die vielen, intensiven Mann-gegen-Mann-Duelle an. Christian Schwaiger, der Präsident der Nonntaler, sah indes einen qualitativ hochwertigen Gegner: "Die Austria war gut und hat uns das Leben echt schwer gemacht." Weil es ohne klaren Chancen meist keine Torerfolge geben kann, verabschiedeten sich die beiden rivalisierten Städteklubs bei einem torlosen Spielstand in die 15-minütige Halbzeitpause.

 

Nonntaler hüpften auf den Siegeszug auf

Im zweiten Durchgang schalteten die Hausherren einige Gänge nach oben und wurden demzufolge immer stärker und stärker. Als in der 55. Spielminute SAK-Abwehrmann Markus Berger nach einem Kopfball am höchsten stieg und zum 1:0 einnickte, brach in der HCS-Arena ein großer Jubel aus. Aufgrund des knappen Rückstandes mussten die Gäste im weiteren Verlauf mehr riskieren, was dem SAK zeitgleich größere Räume eröffnete. "Wenn du einem knappen Rückstand hinterherläufst, musst du irgendwann mal aufmachen. Das haben wir schließlich auch getan", erzählte Högl. Nachdem Mersudin Jukic bei einem Alu-Treffer viel Pech hatte, zielte der Goalgetter der Blau-Gelben in der 77. Minute noch genauer und baute die Führung seiner Nonntaler auf 2:0 aus. Im absoluten Finish markierte abermals Jukic den 3:0-Endstand. Kurioses Randdetail: Drei weitere Treffer des SAK wurden allesamt aberkannt. "Wir haben sechs Tore geschossen, aber nur 3:0 gewonnen, was für mich absolut unerklärlich ist. Nichtsdestotrotz ist ein Sieg, vor allem gegen die Austria, für uns sehr wichtig. Immer wieder tauchen Diskussionen über die Nummer eins in Salzburg auf. Und heute kann ich stolz behaupten: Die Nummer eins in Salzburg sind wir", strahlte Schwaiger. Für Högl war die Derbypleite dagegen wahrlich kein Beinbruch: "Unterm Strich geht der Sieg des SAK in Ordnung, auch wenn er meiner Meinung nach letztendlich um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie ist es natürlich schwierig, wenn du beim Tabellenführer ran musst. Die Mannschaft sollte nicht enttäuscht sein. Sie hat engagiert gespielt und war phasenweise auf Augenhöhe."

 

Die Besten beim SAK: Mersudin Jukic (ST), Daniel Raischl (ZM), Manuel Krainz (ZM), Robert Strobl (ZM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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