Joker Nika sei Dank: Grödig ringt Austria nieder

Der wiedererstarkte SV Grödig legte vor drei Tagen Saalfelden (1:0) übers Knie, nur um es heute gegen den SV Austria Salzburg wieder zu tun. In einem rassigen Spiel auf Messers Schneide glückte dem ehemaligen Bundesligist das Goldtor im Endspurt. "Heimo hat ein goldenes Händchen bewiesen", deutete Grödig-Obmann Hannes Codalonga auf die erfolgsbringende Einwechslung von Siegtorschütze Petrit Nika hin.

 

Fotocredit: FMT-Pictures/K.J.

 

Viel Kampf, keine Tore

Rund 800 Zuseher sorgten im Grödiger Stadion für eine wunderbare Stimmung. Was sie in Halbzeit eins sahen, war ein enger, kampfbetonter Fight, der sich vor allem im Mittelfeld abspielte. "Es gab wenig Torchancen", fasste Codalonga zusammen. Nichtsdestotrotz hätten die Hausherren in Führung gehen können, ja eigentlich müssen: Jukic umkurvte Austria-Goalie Schlosser, beim anschließenden Versuch, das Leder ins verwaiste Tor zu bugsieren, spritzte noch ein Gäste-Verteidiger dazwischen. "Eine Mörder-Gelegenheit", stöhnte Codalonga.

 

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Pfeifenberger mit richtigem Riecher

Auch im zweiten Spielabschnitt wurde ein munteres Hin und Her serviert. Je länger die Partie lief, desto mehr Vorteile konnte sich die Heimelf erspielen. Trotzdem mussten Codalonga und seine Grödiger stets auf der Hut sein: "Es hätte immer was passieren können - auf beiden Seiten." Als sich bereits ein torloses Remis andeutete, zog Grödig-Übungsleiter Heimo Pfeifenberger alle Register, nahm Knipser Jukic raus und brachte mit Nika frischen Wind für die Schlussoffensive. Mit Erfolg. Wenige Momente nach seiner Einwechslung roch die 27-jährige Sturmspitze aus Kosovo bei einem herrenlosen, später noch abgefälschten hohen Ball Lunte, stach zwischen Verteidigungslinie und Torwart rein und erzielte das 1:0 (83.). "Das war sein erster Ballkontakt", hatte Codalonga gut lachen. Die letzten Bemühungen der Städter überstanden die Heimischen unbeschadet, hätten beinahe sogar selbst nachgelegt, allerdings konnten Nika und Vucanovic einen vielversprechenden Angriff nicht krönen. Mit dem zweiten Zu-Null-Sieg am Stück bestätigten die Grödiger ihr Formhoch. "Wir sind überglücklich und sehr zufrieden. Aufgrund des Spielverlaufs war es meiner Meinung nach auch verdient", so Codalonga. Indes mussten die Violetten binnen weniger Tage die zweite Auswärtspleite ohne eigenem Torerfolg hinnehmen, liegen bei einem Spiel mehr nun drei Points hinter Leader Kuchl.

 

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 SV Grödig  1:0 (0:0)  SV Austria Salzburg   

Grödig, SR: Cetin Yorulmaz

 

Torfolge: 1:0 Petrit Nika (83.)

  

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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