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Bitterer Derbyabend für Grödig gegen Anif

Das Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Grödig und dem USK Maximarkt Anif ist gestern Abend für die Hausherren mit einer emotionalen Vollbremsung zu Ende gegangen. Der ehemalige Bundesligist egalisierte kurz vor Ultimo in Unterzahl den Rückstand, nur um im allerletzten Moment doch noch das 1:2 zu kassieren. 

 

Fotocredit: FMT-Pictures/TA (ARCHIVBILD)

 

Anifer drängten auf die Führung 

"Wir waren drückend überlegen", sah Anif-Trainer Bernhard Kletzl die Vorteile in diesem brisanten Derby ganz klar auf seiner Seite. Der Führungstreffer der Gäste lag quasi in der Luft. Leitz, Lazarevic und Golser vergaben beste Einschussgelegenheiten. Letztgenannter scheiterte mit seinem Kopfball an der Latte. Weil Grödigs Schöberl wegen Verhinderung einer klaren Torchance ausgeschlossen wurde (24.), durften die Anifer die Partie in der weiteren Folge mit einem Mann mehr auf dem Grün bestreiten. "Was aber gar nicht so gut für uns war, zumal Grödig dann nurmehr hinten drin gestanden ist", sagte Kletzl.

 

Nichts für schwache Nerven: Zwei Goals im Nachschlag

Numerisch überlegene Gäste taten sich gegen Beton anrührende Hausherren schwer. "Wir haben dennoch einen kühlen Kopf bewahrt und versucht, den Gegner so gut es geht zu bewegen", erzählte der Anifer Übungsleiter, der sich in Durchgang zwei um zwei Elfmeter geprellt fühlte. Der Torbann wurde schließlich in Minute 80 durch "Erlöser" Kadrija durchbrochen. Im Anschluss warf Grödig noch einmal alles nach vorne. Die zehn übriggebliebenen Schnöll-Boys setzten zur großen Schlussoffensive an und sollten sich dafür belohnen: Der Anifer Defensive rutschte ein Ball durch, Surr blieb cool und stellte auf 1:1 (92.). "Ich hab' die Nerven weggeschmissen", verstand Kletzl die Welt nicht mehr. Doch für ihn und seine Crew gab es doch noch ein Happy End: Weil die Gäste das entscheidende Kopfballduell gewannen und Danner quasi mit dem Schlusspfiff abdrückte (94.), hieß der Derbysieger USK Maximarkt Anif. "Verdienter kann ein Sieg gar nicht sein. Wir haben Grödig über die gesamte Spieldauer voll im Griff gehabt. Einzig mit der Phase nach unserem Tor war ich nicht zufrieden", bilanzierte Kletzl.

 

Die Besten bei Anif: Acar (DM), Leitz (LM), Hausberger (IV), Danner (DM), Kadrija (ST)