Spielberichte

„Wir hätten noch länger spielen können und hätten kein Tor mehr gemacht“ – Murfeld lässt zu viel liegen

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SG St. Margarethen-Kirchberg ll
USV Murfeld Süd

In der Gebietsliga Süd musste sich der USV Murfeld Süd am Freitagabend bei der SG Kubica St. Margarethen-Kirchberg II mit 0:2 geschlagen geben. Für Obmann Matthias Rossmann war es eine Niederlage, die vor allem vor dem Tor entschieden wurde. Murfeld habe über weite Strecken ordentlich gespielt und viel investiert, blieb im Abschluss aber ohne Ertrag. Die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten dagegen konsequent und nahmen so die drei Punkte mit.

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Image by Jörg Struwe from Pixabay

Früher Rückstand, viele Möglichkeiten ohne Belohnung

Der Abend begann für Murfeld mit einem frühen Dämpfer. Schon in der 9. Minute brachte Moritz Rabensteiner die Gastgeber mit 1:0 in Führung, zur Pause stand es damit 1:0 für St. Margarethen-Kirchberg II. Rossmann wollte diesen ersten Treffer nach dem Spiel aber gar nicht als eigentlichen Knackpunkt sehen. Aus seiner Sicht hatte Murfeld danach genug Spielanteile, um die Partie anders zu gestalten. "Wir waren über die neunzig Minuten spielbestimmend", sagte der Obmann, schob aber sofort den entscheidenden Zusatz nach: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben aber in der letzten Zone sehr viele Chancen vergeben oder nicht sauber zu Ende gespielt." Gerade in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft mehrere gute Möglichkeiten und auch "viele hundertprozentige" Chancen gehabt. Genau dort sei das Spiel aus Murfelder Sicht schon in eine unangenehme Richtung gelaufen, weil der Aufwand groß war, der Ertrag aber komplett ausblieb.

Murfeld drückt, Probst trifft zum 2:0

Nach der Pause änderte sich an der Grundstimmung der Partie laut Rossmann zunächst wenig. Murfeld blieb am Drücker und versuchte weiter, den Ausgleich zu erzwingen. Der Obmann sprach davon, dass seine Mannschaft "die ganze Zeit auf ihr Tor gedrückt" habe, auch wenn die ganz klaren Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit nicht mehr in derselben Zahl kamen wie vor dem Seitenwechsel. "Wir haben schon noch gedrückt, aber nur mehr Halbchancen gehabt", sagte Rossmann. Ein Stangenschuss sei noch dabei gewesen, die ganz großen Gelegenheiten aber nicht mehr. So blieb Murfeld trotz viel Bemühen hinten. In der 78. Minute setzte St. Margarethen-Kirchberg II dann den entscheidenden Stich, als Clemens Probst auf 2:0 stellte. Genau diesen Treffer bewertete Rossmann als spielentscheidend: "Der entscheidende Knackpunkt war dann einfach das 2:0 nach einem Konter." Weil Murfeld in dieser Phase alles nach vorne warf, machte der zweite Gegentreffer die Hoffnungen auf Punkte praktisch zunichte.

Rossmann lobt die junge SG und nimmt dennoch etwas mit

Trotz der Niederlage fand Rossmann nach dem Spiel nicht nur kritische Worte für die eigene Mannschaft, sondern auch anerkennende für den Gegner. Die Gastgeber stehen zwar im hinteren Tabellenbereich, doch für den Murfelder Obmann sagt das wenig über ihre tatsächliche Qualität aus. "Sie stehen eigentlich am falschen Tabellenplatz", meinte er und beschrieb St. Margarethen-Kirchberg II als "sehr junge Truppe", die "sehr guten Fußball spielt". Vor allem die Konsequenz habe den Unterschied gemacht. "Sie haben uns spielen lassen, gut verteidigt, sind neunzig Minuten gelaufen und haben die zwei Tore eiskalt fertig gespielt", sagte Rossmann. Mit der Leistung seiner eigenen Mannschaft war er spielerisch nicht unzufrieden, wohl aber mit der fehlenden Durchschlagskraft. "So kann man auch verlieren", sagte er, weil Einsatz und Wille gestimmt hätten. "Es hat jeder alles gegeben." Unterm Strich bleibt für Murfeld damit eine klare Erkenntnis aus diesem 0:2: Vor dem Tor muss der nächste Schritt kommen, denn "vom Abschluss her war es einfach nicht unser Tag". Immerhin gab es laut Rossmann keine strittigen Szenen, auch die Leistung des Schiedsrichters bezeichnete er insgesamt als in Ordnung.

Gebietsliga Süd: SG St. Margarethen-Kirchberg ll : USV Murfeld Süd - 2:0 (1:0)

  • 78
    Clemens Probst 2:0
  • 9
    Moritz Rabensteiner 1:0