Obmann SV Kematen: „Ich kann und will es einfach nicht verstehen!“

Die Maßnahmen der Bundesregierung puncto Corona-Pandemie werden nur Wirkung zeige, wenn die Bevölkerung diese akzeptiert und umsetzt. Allerdings wird offenbar mit zweierlei Maß gemessen, einige Regeln sind nicht nachvollziehbar. Der Amateurfußball hat offenbar schlechte Karten, aber klar ist natürlich dass Gesundheit und Wirtschaft die eigentlichen Kernpunkte sein müssen. Zur Gesundheit gehört aber auch die Möglichkeit, den Sport ausüben zu könne, der einem am Herzen liegt. Das gilt ganz speziell für Kinder und Jugendliche und in dieser Richtung werden ja erfreulicherweise kritische Stimmen immer lauter. Aber es gibt auch Fragen, die das Training der Kampfmannschaften betreffen. Der Obmann des SV Bäcker Ruetz Kematen, Arno Bucher, zeigt da einige Kuriositäten auf, die ganz offensichtlich dem gesunden Menschenverstand widersprechen. Und das ist immer schlecht, wenn Verordnungen und Regeln von der Bevölkerung akzeptiert und mitgetragen werden sollen.

 

Logische Fragen zu den aktuellen Regelungen

Arno Bucher, Obmann SV Bäcker Ruetz Kematen: „Weiterhin kein Fußballtraining möglich! Ich kann und will es einfach nicht verstehen. Es ist mehr als erfreulich, dass es jetzt zu ersten Lockerungsschritten kommt und ich freue mich, dass unseren Kindern in der Schule bereits das „Schichteln“ beigebracht wird.

Endlich können wieder viele Menschen im Handel oder in den körpernahen Dienstleistungen ihrem Beruf nachgehen und ich hoffe sehr, dass diese Arbeitsplätze auch in Zukunft vorhanden sind! Und ich hoffe wirklich und wünsche mir, dass es nicht wieder zu einem massiven Anstieg der Fallzahlen kommt.

Aber ich kann nicht verstehen, warum ein Fußballtraining im Freien unter der Einhaltung der Präventionsmaßnahmen und Vorgaben des ÖFB - keine Kabinenbenutzung, nur Passübungen, Händehygiene, kein gleichzeitiges Betreten des Platzes usw. - nicht möglich sein kann. Ich möchte hier drei Beispiele aufzählen:

Erlaubt: In einem Geschäft darf in Zukunft auf zwanzig Quadratmetern ein Mensch mit FFP2 Maske sein, also bei einem Geschäft mit 2000 Quadratmetern 100 Menschen. In einem Innenraum!

Nicht erlaubt: Unsere Mannschaften würden im Moment ohne FFP2 Maske auf mindestens einer Hälfte unseres Kunstrasenplatzes trainieren, hier stünden 2800 Quadratmeter zur Verfügung. Sollte die Mannschaft zwanzig Spieler und zwei Trainer haben, stünden also jedem dieser 22 Menschen 127 Quadratmeter zur Verfügung. Im Freien!

Erlaubt: Bei einem 6er Sessellift stehen die Schifahrer mit einer FFP2 Maske an. Angenommen es dürfte immer nur ein Schifahrer einsteigen, so müsste der nächste, um auf die gleichen Quadratmeter wie der Fußballer zu kommen, einundzwanzig Meter weiter hinten stehen. Die Schlange wäre dann 462 Meter lang und würde zweimal um den halben Kunstrasenplatz gehen!

Man könnte dieses Beispiel natürlich auch auf Tennis in der Halle, Fittnessstudios etc. umrechnen. Ich würde hier von unseren Vertretern im Nationalrat oder unseren Politikern wirklich gerne eine Begründung erfragen. Und ich bin wirklich niemandem neidig, dass er schifahren oder arbeiten gehen darf, ganz im Gegenteil. Und diese Art von Fußballtraining hat es bereits gegeben, es hat bestens funktioniert!“

 

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