Andelsbuch fehlte gegen Admira Dornbirn die Power

Über 300 Zuschauer wollten sich das Spitzenspiel der 24. Runde in der Vorarlbergliga zwischen dem Simeoni Metallbau FC Andelsbuch und dem SC Admira Dornbirn ansehen. Die Heimelf wirkte nach dem Spielmarathon der letzten Woche doch etwas müde, die Gäste waren vor dem Kasten der Hausherren zu harmlos. Logische Folge: ein 0:0 nach neunzig Minuten.

 

Offensivpulver der Heimelf bald verschossen

Andreas Von Der Thannen, Sektionsleiter Simeoni Metallbau FC Andelsbuch: „Ein eher schmeichelhaftes Remis aus Sicht der Heimelf erlebten die zahlreichen Besucher am Samstag im Bezeggstadion. Die Andelsbucher wirkten ob der drei Meisterschaftsspiele innerhalb einer Woche im Kopf müde, die Kreativideen fehlten und auch die in den letzten Begegnungen tolle Zweikampfbilanz ging zugunsten der Rohrbacher aus. Einzig in der Anfangsphase konnten die Andelsbucher Torgefahr ausstrahlen. In der neunten Spielminute landete eine Flanke über den Rücken eines Admiraners den Weg vor dem linken Fuß von Reinaldo Ribeiro, dieser verzog aber am Fünfer freistehend über das Tor. Als Simon Walch im 1:1 den gegnerischen Keeper überspielte und den Ball aus spitzem Winkel ins Außennetz schoss, war das Andelsbucher Offensivpulver aber verschossen. Die neuerliche verletzungsbedingte Auswechslung von Kapitän Rene van der Thannen brachte Unruhe und Hektik ins Andelsbucher Spiel, zahlreiche leichtfertige Ballverluste waren die Folge. Für Rene übernahm David Fink in der Innenverteidigung. Dieser rettete schon in der ersten Halbzeit zweimal in Extremis, einmal vor dem einschussbereiten Bertignoll, einmal vor Mittelstürmer Borihan, der zudem freistehend einen Kopfball über das Tor setzte. So musste man froh sein, mit dem torlosen Remis die Seiten wechseln zu dürfen.

Gelb-Rot für die Heimelf

Andreas Von Der Thannen: „Nach Wiederanpfiff ein ähnliches Bild: die Admiraner hatten jetzt sogar mehr Ballbesitz und die Andelsbucher taten sich schwer einen geordneten Spielaufbau zu organisieren. Nachdem auch Simon Walch nach einem Schlag auf den Knöchel ausgewechselt werden musste, fehlte ein laufstarker Offensivspieler, dadurch kam die Abwehr der Heimelf immer mehr in Bedrängnis. Glücklicherweise agierten aber die Dornbirner vor dem Tor oft zu kompliziert und auch der beste Andelsbucher an diesem Tag, Keeper Manuel Schneider, wirkte sehr souverän und abgeklärt, wodurch er die Null für das Team festhalten konnte. Für den letzten Höhepunkt sorgte Innenverteidiger Nico Kleber, als er nach einem unnötigen Ballverlust am Flügel den Konter der Dornbirner mit einer seitlichen Grätsche beendete und für dieses Foul zurecht den gelb-roten Karton vom unauffälligen Schiri Jurcevic präsentiert bekam. Mit nunmehr zehn gelben Karten ist Nico Liga-Rekordhalter in dieser Statistik und fehlt der Mannschaft nächsten Samstag im schweren Auswärtsspiel in Kennelbach.“