Vereinsbetreuer werden

Austria XIII - Schlechtestes Halbjahr soll im Frühjahr vergessen werden!

"Das war das schlechteste Halbjahr, seit ich Trainer bei Austria XIII bin und das sind mittlerweile doch schon 8 Jahre." Hinter Michael Keller, Trainer von FV Austria XIII Auhof Center, liegt eine anstrengende Herbstsaison, die seine Mannschaft, in Anbetracht der höheren Ansprüche, die der Verein stets hatte und auch nach wie vor hat, nur auf dem drittletzten Platz in der Tabelle abschließen konnte, bittere Pleiten wie das 0:10-Debakel gegen Winterkönig Donaufeld inklusive. Dass man sich damit jedoch nicht zufrieden gebe, sei aber ganz klar. Ein einstelliger Tabellenplatz sei das Minimalziel. Wie das erreicht werden will, hat mir Keller im Gespräch verraten.

Viele unglückliche Umstände

Angefangen hatte alles damit, dass es einige verletzungsbedingte Ausfälle gegeben hatte. "Mit Stefan Nemetz hat sich einer unserer wichtigsten Spieler verletzt, diesen Ausfall konnten wir zu keiner Zeit ersetzen. 8 Tore in ebenso vielen Spielen sprechen eine eindeutige Sprache", führt Keller an. Mit Benjamin Matic kam zwar ein Langzeitverletzter zurück, doch nach 2 Jahren ohne Spiel brauche er noch seine Zeit, um der Mannschaft zu helfen. "Hinzu kamen Ausfälle aufgrund unterschiedlichster Dinge wie z.B. einer Blinddarmentzündung oder verschiedener Muskelverletzungen. Von Corona möchte ich da noch gar nicht sprechen. So konnten wir keinen Rhythmus aufbauen." 

Negativer Höhepunkt

Das 0:10-Debakel gegen Donaufeld sei dann der negative Höhepunkt gewesen. "Wobei ich da schon anmerken muss, dass diese Niederlage auf mich geht. Ich hab mir vor dem Match schon etwas gedacht, wie die Mannschaft auftreten soll. Leider habe ich diesbezüglich nicht die richtige Aufstellung und Taktik gefunden." Besonders arm sei in diesem Match der 3. Torhüter, Sebastian Liendlbauer, gewesen. "Der war der ärmste Kerl am Feld." In der Runde zuvor hatte Stammgoalie Dejan Pantovic wegen einer unnötigen Diskussion mit dem Schiedsrichter Gelb-Rot gesehen und war so beim Spitzenspiel gesperrt. Verletzte gab es ebenfalls und so konnten auch die jungen Spieler nicht entsprechend performen. 

Abgänge schmerzhaft

Besonders bitter sei der Abgang von Robert Kresser gewesen, der im Herbst aus beruflichen Gründen schon jedes zweite Wochenende verpasste. "Nun müssen wir uns gänzlich von ihm verabschieden. Dem Berufe wegen, wird er ins Ausland gehen", schmerzt Keller der Abgang seines Abwehrschefs. Weiters verlässt Danijel Radosavljevic den Verein. 

Hoffnung für das Frühjahr

"Wir haben den Herbst aufgearbeitet, Vorwürfe kann ich speziell den jungen Spielern keine machen. Die haben ihre Sache ordentlich gemacht. Die Routiniers müssen wir mehr in die Verantwortung ziehen." In den letzten Runden der Herbstsaison habe man auch schon eine Besserung der Lage gesehen. "Das 0:0 gegen Wienerberg z.B. war ein erster Schritt. Außerdem haben wir mit David Hagmann einen sehr routinierten Innenverteidiger holen können, das sollte uns ebenfalls helfen. Weitere Spieler stehen vor der Tür."

Einstelliger Tabellenplatz als Ziel

"Wer uns kennt, weiß welche Ansprüche wir an uns selber haben. Das war jetzt ein schwieriges halbes Jahr, aus dem wir unsere Lehren ziehen und gestärkt hervorgehen wollen und auch werden", ist Keller optimistisch. Mit den Kaderveränderungen und den zurückgekehrten Verletzten soll ein einstelliger Tabellenplatz anvisiert werden. "Bis Platz 6 oder 7 ist eigentlich alles möglich. Klar ist es schwer, wenn du mal da unten drinnenstehst, doch ich sehe genug Qualität, um das zu schaffen." 

 

MW