Vereinsbetreuer werden

SV Gerasdorf gibt sich noch lange nicht geschlagen!

"Der Umbruch im Sommer war groß, sowohl in der Mannschaft als auch im Trainerteam. Das braucht natürlich seine Zeit, mittlerweile sind wir aber auf einem guten Weg." Der erst seit dem Frühjahr tätige Sportchef des Wiener Stadtligisten SV Gerasdorf Stammersdorf, weiß um die Schwierigkeiten seines Teams in der vergangenen Herbstsaison. Man steckt zur Halbzeit auf dem letzten Tabellenplatz und mitten im Abstiegskampf fest. Der Abstand zum Vorletzten, FavAC, beträgt bereits 6 Zähler. Trotzdem gibt man sich bei den Niederösterreichern kämpferisch und gibt sich noch lange nicht geschlagen. Dass ein möglicher Abstieg aber noch lange kein Beinbruch wäre, hat mir Radits im Gespräch verraten.

Umbruch bringt Probleme

Der Umbruch im Kader und im Trainerteam, der in der Sommerpause vollzogen wurde, stellte den Verein vor große Probleme. "Wir haben uns im Sommer neu aufgestellt, die Anpassungsschwierigkeiten waren groß, die sportliche Talfahrt eine Folge daraus." Man habe vermehrt auf junge Spieler gesetzt, die teilweise bei Rapid oder der Austria aber auch im eigenen Verein ausgebildet wurden. "In der ersten Saisonphase waren die Leistungen wirklich bescheiden. Da wurde viel ausprobiert und geklappt hat eigentlich so gut wie gar nichts. Einer so jungen Mannschaft muss man aber auch Zeit geben", macht Radits keinen Hehl aus die schwachen Vorstellungen seiner Kampfmannschaft. Mitte der Saison wurde es dann allmählich besser, lediglich die Punkte konnte man nicht holen. "Mittlerweile befinden wir uns aber auf einem guten Weg. Für das Frühjahr wollen wir die im Herbst fehlende Mischung zwischen Jung und Alt schaffen."

Abstieg kein Beinbruch

Man gibt sich für die anstehende Frühjahrssaison kämpferisch, will sich im Winter auf jeden Fall noch einmal verstärken. "Wir haben natürlich den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Die Mannschaft ist gut, hat sich im Herbst aber noch nicht so gefunden. 2022 kann sie zeigen was sie drauf hat." Dass ein möglicher Abstieg kein Beinbruch wäre, hebt der Sportchef aber ebenso hervor. "Natürlich wollen wir oben bleiben, sollte es aber nicht gelingen, dann ist das auch kein Beinbruch. Wir legen unseren Plan langfristig angelegt. Sollten wir absteigen, setzen wir einfach alles daran nächstes Jahr zurückzukehren." 

Lernphase

Natürlich sei es in einer Phase, in der man hauptsächlich Niederlagen kassiert, besonders für junge Spieler schwer die Konzentration und Motivation zu behalten. "Doch mit Jürgen Halper haben wir einen sehr erfahrenen Trainer, der die Jungs immer wieder aufrichten konnte. Das Engagement im Training war klar zu erkennen. Durch diese Phase nehmen sie auch viel Erfahrung für ihre weitere Karriere mit."

Donau und Stadlau als Vorbilder

In Zukunft wolle man verstärkt auf junge Spieler und deren Ausbildung setzen. "Unser Ziel ist es alle zwei Jahre den einen oder anderen Spieler in die Kampfmannschaft hochzuziehen. Stadlau und der SV Donau leben das seit Jahren vor, beide mit Erfolg. Wir wollen das Gerasdorf-Gen in die Spieler bringen. Dann sollte uns auch der langfristige Erfolg garantiert sein", sieht Radits trotz der aktuell schwierigen Lage eine rosige Zukunft. Vorerst startete die Mannschaft diese Montag jedoch die Vorbereitung für das Unternehmen "Klassenerhalt".

 

MW