Grödig gewinnt Kellerduell, Grünau-Dompteur Aigner auf 180

Das Werkl des SV Grödig rennt. Nach dem knappen 3:2 zuhause gegen Kuchl und dem 2:1-Sieg zuletzt in St. Johann bog der ehemalige Bundesligist heute den von Franz Aigner trainierten SV Wals-Grünau mit 3:1. In einer unterm Strich hart umkämpften Begegnung auf Augenhöhe packte ausgerechnet Grödigs "Jüngster" Mamadou Diallo im Nachschlag den Deckel drauf. Eine ganz spezielle Situation, aus der letztendlich das zwischenzeitliche 1:0 resultierte, sorgte für viel Zündstoff. "Ein Skandal", wetterte Aigner.

 

Fotocredit: FMT-Pictures/T.A.

 

Kurz vor der 15-minütigen Cool-down-Phase gingen die Wogen hoch

"In der ersten Halbzeit haben wir eine Top-Leistung gezeigt und waren klar besser", resümierte Gäste-Trainer Franz Aigner, der in einer sehr intensiv geführten Regionalliga-Partie ein, zwei vielversprechende Möglichkeiten seines Teams notierte. Indes beobachtete Grödigs Obmann Hannes Codalonga grundsätzlich ein munteres "Hin und Her", indem die Hausherren gewisse Anlaufschwierigkeiten hatten: "Zuerst waren die Grünauer besser, gegen Ende der ersten Halbzeit hin dann wir." Die beste Chance auf Seiten der Grödiger vergab Jukic nach rund 20 Minuten, als er im Eins-gegen-Eins mit Grünau-Keeper Strobl nicht kompromisslos genug agierte. So richtig heiß wurde es kurz vor dem Pausentee. Weil der auf das Tor der Gäste zusteuernde Jukic unfair gebremst wurde, zeigte Schiedsrichter Steinbeck zunächst auf den Punkt, um kurz darauf mit der Hilfe seines Linienrichters doch auf Freistoß zu entscheiden. Aigner, der bei Jukics Ballmitnahme ein Handspiel geortet hatte, kochte: "Das ist eine Frechheit und ein Skandal. Das ganze Stadion hat gelacht." Indes liebäugelte Codalonga gar mit einem Platzverweis: "Immerhin war der Grünauer der letzte Mann." Den fälligen Freistoß setzte Mersudin Jukic schließlich in die Maschen, brachte Grödig mit 1:0 in Front (45.).

 

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Grünschnabel Diallo drehte der Aigner-Truppe den Strom ab

"Wir sind mit einem Hass aus der Kabine gekommen", erzählte Aigner von verständlicherweise wildgewordenen Gästen. Die entstandene Wut münzten die Grün-Weißen in Erfolg um, kamen durch einen von Matthias Pichler verwandelten Strafstoß zum 1:1-Ausgleich (51.). Der Druck der Grünauer blieb hoch, die richtig zwingenden Chancen wollten es im Laufe der zweiten Halbzeit aber nicht mehr sein. In Minute 61 brachte Danijel Vucanovic seine Farben auf die Siegerstraße, als er einen Flankenball per Kopf ins Eck legte - 2:1. Nachdem die Partie, ob der knappen Grödiger Führung, bis zum Schluss offen gebleiben war, gelang Joker Mamadou Diallo erst in der Nachspielzeit die Entscheidung: Der erst 18-jährige Offensivmann stand nach einem Konter am Ende der Verwertungskette, streichelte ein Jukic-Zuspiel zum 3:1 über die Linie. "Unser Jüngster", strahlte Codalonga. "Das was vor der Pause passiert ist, sind spielentscheidende Sachen. Nichtsdestotrotz ist die Mannschaft sehr gut aufgetreten. Ein paar Dinge fehlen halt noch. In gewissen Situationen sind wir zu grün hinter den Ohren. Aber daran werden wir arbeiten", gab Aigner zu Protokoll. Codalonga kam hingegen vom Schwärmen nicht heraus: "Wie schon in den letzten beiden Spielen sind wir auch heute wieder sehr selbstbewusst aufgetreten. Die Mannschaft war eine richtige Einheit. Jeder ist für jeden gerannt. Für mich war es kein unverdienter Sieg. Aber: Der Spielverlauf hätte durchaus ein anderer sein können."

 

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 SV Grödig  3:1 (1:0)  SV Wals-Grünau 

Grödig, SR: Thomas Steinbeck

 

Torfolge: 1:0 Mersudin Jukic (45.), 1:1 Matthias Pichler (51., Elfmeter), 2:1 Danijel Vucanovic (61.), 3:1 Mamadou Diallo (91.)

 

Die Besten bei Grödig: Mersudin Jukic (ST), Valdrin Kadrija (RS), Jakob Zankl (TW).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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